mini|Māra Zālīte Māra Zālīte (* 18. Februar 1952 in Krasnojarsk) ist eine lettische Schriftstellerin, Dramaturgin und Essayin.Māra Zālīte. In: Fabian Plank, Jelena Budanceva (Red.): Lettische Literatur. Lettisches Literatur Centrum, Riga 2005, S. 66–73, hier S. 67.
Leben Māra Zālīte wurde in Krasnojarsk in Sibirien geboren, wohin ihre Familie nach der ersten sowjetischen Besetzung Lettlands 1941 deportiert worden war. Sie verbrachte viereinhalb Jahre ihrer Kindheit in Krasnojarsk in Sibirien, bis ihren Eltern im Herbst 1956 gestattet wurde, in ihr Heimatland Lettland zurückzukehren. Zālīte wuchs auf dem Hof Kalna Ķivuļi bei Slampe im Bezirk Tukums auf. Bis 1967 besuchte sie die Grund- und Mittelschule in Slampe,Vents Dubrovskis: 42 minūtes ar Māru Zālīti. In: Neatkarīgās Tukuma Ziņas, 23. Februar 2008 (lettisch), abgerufen am 20. November 2024. danach, bis 1970, das Sportinternat Murjāņi im Bezirk Saulkrasti.M. Zālīte – biogrāfija. In: Virtuālā skola – Latviešu literatūra (lettisch), abgerufen am 20. November 2024. Von 1970 bis 1975 studierte sie lettische Philologie an der Universität Lettlands in Riga. Sie arbeitete als Sekretärin sowie Referentin des Lettischen Verbandes der Sowjetschriftsteller (lettisch: Latvijas Padomju Rakstnieku savienība, seit 1992 ohne Padomju bzw. Sowjet-), leitete das Atelier junger Schriftsteller in Riga, war Redakteurin der Jugendzeitschrift Liesma und von 1989 bis 2000 Chefredakteurin der Zeitschrift Karogs. Von 2000 bis 2008 war sie die Vorsitzende der AKKA/LAA, des lettischen Äquivalents von GEMA und VG Wort. Sie ist Mitglied des Kuratoriums der Lettischen Nationalbibliothek. Seit der Singenden Revolution gilt sie in kulturellen Anliegen in Lettland als eine Autorität.Māra Zālīte. In: Fabian Plank, Jelena Budanceva (Red.): Lettische Literatur. Lettisches Literatur Centrum, Riga 2005, S. 66–73, hier S. 68.
Ihre ersten literarischen Werke veröffentlichte Zālīte 1972. In den 1980er Jahren wandte sie sich dem Schreiben von Theaterstücken zu, komponierte Libretti für Musicals und schrieb Rockopern. Dabei arbeitete sie mit den prägenden lettischen Komponisten ihrer Zeit zusammen, darunter Raimonds Pauls, Mārtiņš Brauns, Zigmars Liepiņš, Uldis Stabulnieks und Jānis Lūsēns.Māra Zālīte ar koncertuzvedumiem nosvin 65. jubileju. 19. Februar 2017 (lettisch), abgerufen am 20. November 2024.
Werk Māra Zālītes literarisches Werk umfasst Gedichte, Essays, Dramen, Prosa und Libretti. Sie befassen sich oft mit Themen der lettischen Geschichte und beziehen sich immer wieder auf die lettische Volkskultur und Gestalten der lettischen Mythologie. Ihre Werke wurden in viele Sprachen übersetzt, darunter Russisch, Englisch, Deutsch, Schwedisch, Estnisch und Französisch. Ihre Theaterstücke wurden unter anderem in Lettland, Litauen, Slowenien, den USA und Australien inszeniert.Lettische Nationaloper: Māra Zālīte (lettisch), abgerufen am 20. November 2024.
Ihr erstes Prosawerk – der autobiografische Roman Fünf Finger (2013) – fand sowohl bei den Lesern als auch bei Literaturkritikern große Anerkennung.
Ehrungen Māra Zālīte wurde mit zahlreichen Literaturpreise und anderen Ehrungen ausgezeichnet: 1979: Wladimir-Majakowski-Preis 1985: Andrejs-Upīts-Preis 1989: Ojārs-Vācietis 1992: Aspazija-Preis 1993: Herder-Preis 1995: Drei-Sterne-Orden 2000: Barrikaden-Gedenkmedaille in Erinnerung an die Verteidigung Rigas im Januar 1991 Māra Zālīte ist seit 1998 Ehrenmitglied der Lettischen Akademie der Wissenschaften.
Fußnoten
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