Karl Voigt (* 10. April 1923 in Halle/Saale; † 30. Juli 1994 ebenda) war ein deutscher Bildhauer.
Leben und Werk Voigt absolvierte von 1936 bis 1941 eine Lehre als Technischer Zeichner und arbeitete danach bis 1946 in Halle als Konstrukteur im Stahlhochbau. Daneben besuchte er von 1943 bis 1945 in Halle bei Gustav Weidanz Abendkurse an der Meisterschule für das Gestaltende Handwerk. Von 1946 bis 1950 studierte er bei Waldemar Grzimek und Weidanz und an der Schule, die nun den Namen Burg Giebichenstein – Kunstschule und Werkstätten der Stadt Halle-Saale trug. Von 1950 bis 1952 leitete Voigt das Kulturamt der Stadt Halle. Ab 1954 arbeitete er in Halle als freischaffender Bildhauer. Insbesondere in Halle schuf er als Auftragsarbeiten eine Anzahl von Werken im öffentlichen Raum und architekturbezogene Arbeiten.
1957 unternahm Voigt eine Studienreise in die Sowjetunion und 1959 nach Rumänien.
Voigt war bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR und in dessen Bezirksvorstand Halle aktiv. Er war als Inoffizieller Mitarbeiter für das MfS tätig.Thomas Bauer-Friedrich u. a. (Hrsg.): Sittes Welt. Willi Sitte. Die Retrospektive. E. A. Seemann Verlag, 2022 (ohne Seitenangabe)
Ehrungen
1957: Kunstpreis der Stadt Halle 1958: Nationalpreis der DDR III. Klasse
Werkbeispiele mini|Juri-Gagarin-Denkmal in Halle (Saale) Bergmann (1955, Statue, Kunststein; Sangerhausen) Schwimmerin (1955, Stein, Halle, Nordbad) Thälmannbüste (Kunstpreis der Stadt Halle 1957; Halle, Volkspark) Heinrich Heine (um 1962, Statuette)
Pelikane (1966, Bronze, Dreiergruppe, Höhe ca. 1,40 m; Guss durch die Bildgießerei Noack; Sangerhausen-Süd, Freifläche eines Neubau-Wohngebiets)Erika Neumann (Bearbeitung): Bildende Kunst + Architektur. Katalog Teil 2 Halle/Leipzig. Deutsche Bauakademie, Berlin, 1969, S. 118/119 Juri-Gagarin-Denkmal (1979; Halle, Vogelweide)
Heinrich-Heine-Relief (Schule Reinsdorf-Wittenberg)
Ausstellungen (mutmaßlich unvollständig)
1962/1963: Fünfte Deutsche Kunstausstellung 1973: Mosigkau, Schloss Mosigkau („Bildhauer des Bezirkes Halle“) 1979: Halle, Bezirkskunstausstellung
Literatur
Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 985
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Bildhauer (Halle (Saale)) Kategorie:Bildhauer (DDR) Kategorie:Inoffizieller Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit Kategorie:DDR-Bürger Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1923 Kategorie:Gestorben 1994 Kategorie:Mann