Temulin (von lateinisch „temulentum“, deutsch „berauscht“, „betrunken“) ist ein durch den Pilz Endoconidium temulentum synthetisiertes Lolinalkaloid. Der Pilz selbst lebt symbiontisch in den Samen des Süßgrases und Getreideunkrautes Taumellolch (Lolium temulentum). Der Taumellolch erfährt in dieser Symbiose einen gewissen Fraßschutz. Die von dem Pilz befallenen Grassamen können zu Mehlvergiftungen führen. Bei Verzehr entsprechender Backwaren treten bei Betroffenen vergiftungsartige Rausch- und Taumelzustände, die sogenannte Taumelkrankheit, ein.Abschnitt nach: Artikel „Temulin“ in: Lexikon der Biologie (spektrum.de). Es wurde später in Norlolin umbenannt.
Man sprach früher bei solchen Mehlvergiftungen von „Tollgerste“ und „Rauschgras“. Der Taumellolch (Lolium temulentum) ist seit altägyptischer Zeit als Getreideunkraut bekannt.
Gewinnung und Darstellung Temulin kann durch eine mehrstufige Synthese ausgehend von Divinylcarbinol gewonnen werden.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Lolinalkaloide Kategorie:Oxolan Kategorie:Pyrrolidin Kategorie:Morpholin Kategorie:Amin