Raštani () ist ein Dorf im zentralen Teil Nordmazedoniens, das zur Gemeinde Veles gehört. Die nächstgelegene Stadt ist Veles.
Geographie Raštani liegt etwa 6 Kilometer westlich von der Gemeindehauptstadt Veles. Zudem befindet sich es am rechten Ufer des Vardars im Topolka-Tal. Im Norden liegen Beleštevica und Novačani, im Osten Veles und Bašino Selo, im Süden Gorno Orizari und Klukovec, während es im Westen an Banjica, Slivnik und Buzalkovo grenzt. Raštani liegt in der historischen Region Grohot.
Geschichte Aus der Zeit der Wiedergeburt entstand die Kirche Sveta Troica, die der heiligen Dreifaltigkeit geweiht ist. Die Kirche wurde vom bekannten Architekten Andon Kitanow (1829–1914), einem Vertreter der Kunstschule von Debar, errichtet. 1883 wurde die Kirche vom Ikonenmaler Dimitar Andonow-Papradischki mit Fresken vollendet.Дарко Николовски: Фото архива на Антоние Николовски за Македонските зографи од крајот на XIX и почетокот на XX век: (Андонов, Зографски и Ванѓеловиќ), Скопје, Едиција Културно наследство, Министерство за култура на Р. С. Македонија, 2020. S. 56 (mazedonisch) Im 19. Jahrhundert war Raštani ein Dorf innerhalb der Kaza (Verwaltungseinheit) Veles des Osmanischen Reichs.
Seine Bewohner bekannten sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts in einem Plebiszit zum bulgarischen Exarchat und waren Teil des bulgarischen Millets. In der französischsprachigen Statistik Ethnographie des Vilayets d’Andrinople, de Monastir et de Salonique zählte im Jahr 1873 Raštani 20 Haushalte mit 74 Bulgaren auf. Laut der Statistik des Ethnographen Wassil Kantschow zählte Raštani Ende des 19. Jahrhunderts 260 Einwohner, allesamt Bulgaren.Василъ Кѫнчовъ: Македония. Етнография и статистика (zu dt. Makedonien. Ethnographie und Statistik), Българското книжовно дружество, 1900, ISBN 954-430-424-X. S. 157 (bulgarisch)
Nach den Statistiken des Sekretärs des Exarchats Dimitar Mischew (La Macédoine et sa Population Chrétienne) im Jahr 1905 lebten in Raštani 152 bulgarische Exarchisten.Brancoff, D. M.: La Macédoine et sa Population Chrétienne: Avec deux cartes etnographiques, Paris, Librarie Plon, Plon-Nourrit et Cie, Imprimeurs-Éditeurs, 1905. S. 118–119 (französisch)
1927 führte der deutsche Forscher Leonhard Schultze Raštani auf seiner Karte Mazedoniens auf und ordnete es als ein christlich-bulgarisches Dorf ein.Leonhard Schultze-Jena, Leonhard Siegmund: Die volkliche Zugehörigkeit der Dörfer im skopischen Feld zu seiten des Vardar in der letzten Zeit der türkischen Herrschaft in Makedonien: Landschafts- und Kulturbilder. Gustav Fischer, Jena, 1927.
Laut der letzten Volkszählung von 2021 hatte Raštani 257 Einwohner zu verzeichnen, davon 219 Mazedonier, ein Vlache und ein Serbe sowie 36 Personen ohne Angaben zur ethnischen Zugehörigkeit.
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Einzelnachweise
Kategorie:Ort in Nordmazedonien Kategorie:Opština Veles