Petrowskoje (, , ) ist ein (fast) verlassener Ort im Rajon Krasnosnamensk der russischen Oblast Kaliningrad. Es befindet sich noch ein Hof im ehemaligen Laugallen/Lorenzen, der laut Karte mit zu Fewralskoje (Spullen) gehört.
Die Ortsstelle befindet sich etwa zwei Kilometer östlich von Fewralskoje beiderseits des kleinen Flusses Moskowka (dt. Buduppe, 1938 bis 1945: Bären-Fließ).
Geschichte Budupönen (Buden) mini|Die Gemeinde Budupönen auf zwei Messtischblättern von 1933 und 1937 Der zunächst Budupen, Bodupen, Budupenen und Buduppeinen genannte Ort wurde um 1542 gegründet.Dietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Buden Um 1780 war Budupöhnen ein königliches Bauerndorf.Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, Volständige Topographie vom Litthauischen Cammer-Departement, S. 19. Budupönen war ein recht häufiger Ortsname in Ostpreußen, so gab es im 1815 gebildeten Kreis Pillkallen allein drei Orte dieses Namens, die durch Beifügung des Namens des evangelischen Kirchspiels voneinander unterschieden wurden. Dieser Ort gehörte zum Kirchspiel Kussen. 1874 wurde die Landgemeinde Budupönen in den neu gebildeten Amtsbezirk Henskischken eingegliedert.Rolf Jehke, Amtsbezirk Hensken 1938 wurde Budupönen, Ksp Kussen, in Buden umbenannt. 1945 kam der Ort in Folge des Zweiten Weltkrieges mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion.
Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner Bemerkungen 1867Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung, I. Die Provinz Preussen, Berlin 1874 101 1871 106 1885Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, I. Provinz Ostpreußen, Berlin 1888 151 1905Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Heft 1, Provinz Ostpreußen, Berlin 1907 129 davon 12 litauischsprachige 1910 152 1933Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I: Altreich und Land Österreich. Herausgegeben vom Statistischen Reichsamt, Vierte Auflage, 1939 127 1939 120
Laugallen (Lorenzen) mini|Die Gemeinde Laugallen auf einem Messtischblatt von 1933 Der 1557 zuerst erwähnte Ort wurde zunächst mit Laukugal und Laukugallen bezeichnet.Laugaliai auf mle.lt Laugallen war um 1780 ein königliches Bauerndorf.Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, Volständige Topographie vom Litthauischen Cammer-Departement, S. 83. Der Ortsname Laugallen kam in Ostpreußen häufiger vor, so auch im Kreis Pillkallen noch ein weiteres Mal, so dass auch bei diesem Ort das Kirchspiel Kussen als Unterscheidungsmerkmal angefügt wurde. Auch die Landgemeinde Laugallen kam 1874 zum Amtsbezirk Henskischken. Nachdem 1928 das andere zum Kirchspiel Willuhnen gehörende Laugallen in der neu gebildeten Landgemeinde Jägerswalde aufgegangen war, entfiel der Kirchspiel-Zusatz. 1938 wurde Laugallen in Lorenzen umbenannt. Auch dieser Ort kam 1945 zur Sowjetunion.
Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1867 61 1871 66 1885 86 1905 73 1910 81 1933 72 1939 68
Septinlöpen (Siebenlinden) mini|Die Gemeinde Siebenlinden auf einem Messtischblatt von 1933 Septienlöpen wurde 1625 erstmals erwähnt.Dietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Siebenlinden Um 1780 war Septinlöpen ein königliches Bauerndorf.Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, Volständige Topographie vom Litthauischen Cammer-Departement, S. 149. Auch die Landgemeinde Septinlöpen kam 1874 zum Amtsbezirk Henskischken. 1928 wurde Septinlöpen in Siebenlinden umbenannt. Auch dieser Ort kam 1945 zur Sowjetunion.
Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner Bemerkungen 1867 166 1871 176 1885 169 1905 120 davon 10 litauischsprachige 1910 124 1933 97 1939 108
Petrowskoje Im Jahr 1950 wurden die drei Orte Septinlöpen/Siebenlinden, Budupönen/Buden und Laugallen/Lorenzen unter dem russischen Namen Petrowskoje zusammengefasst und dem Wesnowski selski Sowet im Rajon Krasnosnamensk zugeordnet.Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 5 июля 1950 г., № 745/3, «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung 745/3 des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR „Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad“ vom 5. Juli 1950) Petrowskoje wurde vor 1975 aus dem Ortsregister gestrichen.In der Административно-территориальное деление Калининградской области 1975 (Die administrativ-territoriale Einteilung der Oblast Kaliningrad 1975, herausgegeben vom Sowjet der Oblast Kaliningrad) auf soldat.ru/(rar-Datei) taucht der Ort nicht mehr auf.
Kirche Budupönen/Buden, Laugallen/Lorenzen und Septinlöpen/Siebenlinden gehörten zum evangelischen Kirchspiel Kussen.
Einzelnachweise
Kategorie:Wüstung im Rajon Krasnosnamensk