10. Leichtathletik-Team-Europameisterschaft zentriert|170px mini|zentriert|350px| Resultate First Division (Endstand nach 37 Entscheidungen) – 23. bis 25. Juni 2023Stadion Śląski Platz Land Punkte 1 426,5 2 402,5 3 387,5 4 353,0 5 341,0 6 339,5 7 337,5 8 315,0 9 303,5 10 283,0 11 282,5 12 263,0 13 256,5 14 250,0 15 245,0 16 223,0 ← Bydgoszcz 2019 Madrid 2025 → abgestiegen in die Second Division der nächsten Team-EM Die 10. Leichtathletik-Team-Europameisterschaft, kurz auch Team-EM, wurde im Rahmen der Europaspiele 2023. im Stadion Śląski der polnischen Stadt Chorzów mit jeweils 37 Disziplinen (18 Männer, 18 Frauen, 1 Mixed) in den einzelnen Ligen ausgetragen. Zum ersten Mal waren die Wettkämpfe gemeinsam mit vielen anderen Sportarten Teil von Europaspielen. Die Teams der First Division traten vom 23. bis 25. Juni an, die Wettbewerbe der anderen drei Ligen fanden vom 20. bis 22. Juni statt.

Neue Einteilung der Teams Die Anzahl der Ligen wurde in diesem Jahr von vier auf drei gekürzt. Die Teilnehmerzahlen in den einzelnen sogenannten Divisionen erhöhte sich dadurch teilweise ganz erheblich, was den Überblick über Wettkampfstände und Verlauf der Veranstaltung schwieriger machte.

Aufgrund seiner Dopingpraktiken, ausführlich nachgewiesen und dargestellt im McLaren-Report, blieb die Nation Russland, die in der untersten Division hätte antreten müssen, weiterhin von der Teilnahme ausgeschlossen. Auch die Aufarbeitung des Staatsdopings in diesem Land genügte nicht den international gestellten Ansprüchen.

Mit Belarus und Athletic Association of Small States of Europe (AASSE) waren zwei Teams in diesem Jahr nicht mehr dabei. Zur Teilnahme meldeten sich Irland, Israel und Österreich zurück. Zum ersten Mal nahm Liechtenstein – zuvor im Team AASSE integriert – mit einer eigenen Mannschaft teil.

Die einzelnen Divisionen setzten sich aus folgenden Nationen zusammen: First Division (16 Teams): Deutschland, Belgien, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien, Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien, Tschechien, TürkeiEuropean Athletics Team Championships Super First Division 2023, european-athletics.com, abgerufen am 3. Mai 2024 Second Division (16 Teams): Bulgarien, Dänemark, Estland, Island, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Moldawien, Rumänien, Serbien, Slowakei, Slowenien, Ungarn, Ukraine, ZypernEuropean Athletics Team Championships Super Second Division 2023, european-athletics.com, abgerufen am 3. Mai 2024 Third Division (15 Teams): Albanien, Andorra, Armenien, Aserbaidschan, Bosnien und Herzegowina, Georgien, Irland, Israel, Kosovo, Liechtenstein, Malta, Montenegro, Nordmazedonien, Österreich, San MarinoEuropean Athletics Team Championships Third Division 2023, european-athletics.com, abgerufen am 3. Mai 2024

Modus Im Wettbewerbskatalog kam es diesmal zu folgenden Änderungen: Der 3000-Meter-Lauf sowie die 4-mal-400-Meter-Staffel wurden sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern gestrichen. Neu ins Programm kam die 4-mal-400-Meter-Staffel als Mixed-Wettbewerb.

Die Team-EM wurde in Jahren mit Olympischen Sommerspielen und nach 2014 auch in Jahren mit Leichtathletik-Europameisterschaften nicht ausgetragen. Das heißt Leichtathletik-Team-Europameisterschaften fanden nach 2014 weiterhin nur in ungeraden Jahren statt.

Jede Nation war in jeder Disziplin durch jeweils einen Athleten bzw. eine Staffel vertreten. Die Wertungssystematik wurde angewendet wie zuvor: Die Nation des Siegers einer Disziplin erhält in der Team-EM jeweils eine mit der Zahl der Teilnehmer identische Punktzahl, abnehmend bis zur Nation des Letztplatzierten mit einem Punkt. Männer und Frauen werden für das Endresultat gemeinsam gewertet.

Mit der Reduzierung von vier auf drei Ligen – nun bezeichnet als „Divisionen“ – gab es wie oben beschrieben einen großen Umbruch. Die Zuordnung der Mannschaften in die jeweilige Division war nach dem Abschneiden der vergangenen Team-EM vorgenommen worden.

Unverändert übernommen wurde die zur Straffung der Veranstaltung im Europacup 1997 eingeführte und 2011 erweiterte Praxis mit Regeländerungen: Vertikale Sprünge: Wie üblich erfolgt das Ausscheiden nach drei Fehlversuchen bei einer Höhe. Darüber hinaus ist der Wettkampf für jeden Springer nach insgesamt vier individuellen Fehlversuchen beendet. Steht ein Springer als Sieger fest, darf er so lange weiterspringen, bis er drei Fehlsprünge hintereinander aufweist. Horizontale Sprünge/Kugelstoßen/Wurfdisziplinen: Jeder Athlet hat nur maximal vier Versuche. Alle Sportler erreichen die dritte Runde. Die vier danach Bestplatzierten erhalten einen weiteren Versuch. Alle Teilnehmer mit mindestens einem gültigen Versuch erhalten Punkte.

Die Durchführung und das Wertungssystem der Einzelrennen, die komplett in Bahnen zu absolvieren waren (100, 200, 400 Meter, 100 Meter Hürden, 110 Meter Hürden, 400 Meter Hürden) wurde in allen Ligen über zwei Zeitläufe praktiziert, aus der sich dann die Gesamtreihenfolge der jeweiligen Disziplin ergab. Aufgrund der nun teilweise deutlich erhöhten Teilnehmerzahl in den einzelnen Ligen wurde auch im Rennen über 800 Meter so verfahren wie in den kürzeren Laufdisziplinen. Darüber hinaus wurden der Hoch- und Stabhochsprung in jeweils zwei Gruppen gleichzeitig auf verschiedenen Anlagen ausgetragen. In den anderen technischen Disziplinen erhöhten sich die Wartezeiten der Athleten auf ihren Sprung, Stoß oder Wurf sehr deutlich.

Das deutsche Team Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) verbesserte sich vom vierten Platz bei der letzten Austragung der Team-EM auf Rang drei. Nur 2010 (damals Rang drei), 2019 (Rang zwei) und 2021 (Rang vier) hatte die deutsche Mannschaft den Wettbewerb nicht als Sieger beendet.

Sportliche Leistungen Italien krönte sich zum ersten Mal zum Sieger der Leichtathletik-Team-Europameisterschaft. Titelverteidiger und Gastgeber Polen kam vor dem viermaligen Sieger Deutschland auf den zweiten Platz. Die drei Absteiger aus der ersten Division waren am Ende Belgien, die Türkei und Norwegen.

In der dritten Division machte sich die Albanerin Luiza Gega mit ihren beiden ersten Plätzen über 5000 Meter und 3000 Meter Hindernis zur erfolgreichsten Athletin in der Geschichte der Leichtathletik-Team-EM und erhöhte ihre Erfolgsserie auf insgesamt elf Siege.

Zu den individuellen Höhepunkten an den sechs Tagen zählten die Zeit der Niederländerin Femke Bol über 400 Meter mit sehr guten 49,82 s, erzielt in der ersten Division. Sie unterbot den bisherigen Meisterschaftsrekord () um 55 Hundertstelsekunden. In der zweiten Division erzielte der Slowene Kristjan Čeh ausgezeichnete 69,94 m mit dem Diskus. Er verbesserte damit den Meisterschaftsrekord seines Trainers Gerd Kanter. Weitere gute Leistungen in der ersten Division gab es mit 44,98 s über 400 Meter durch den Norweger Håvard Bentdal Ingvaldsen, mit 13,12 s über 110 Meter Hürden durch den Schweizer Jason Joseph. Der Italiener Alessandro Sibilio gewann den 400-Meter-Hürdenlauf in 48,14 s, der Grieche Miltiadis Tendoglou siegte im Weitsprung mit 8,34 m, der Schwede Daniel Ståhl gewann den Diskuswurf mit 67,25 m, der Pole Wojciech Nowicki den Speerwurf mit 79,61 m. Gut waren auch die Zeiten seiner beiden Landsfrauen Ewa Swoboda (100 Meter in 11,09 s) und Pia Skrzyszowska (100 Meter Hürden in 12,77 s).European Athletics Team Championships 2023, Overview, european-athletics.com, abgerufen am 3. Mai 2024

Ergebnisse 2. und 3. Division Länderwertungen – , Stadion Śląski, 20. bis 22. Juni 2023(Endstand nach jeweils 37 Entscheidungen) Second Division Third Division Platz Land Punkte Platz Land Punkte 1 456,5 1 494,0 2 435,5 2 373,5 3 372,5 3 434,0 4 372,0 4 363,0 5 344,0 5 352,5 6 312,0 6 290,0 7 307,0 7 276,0 8 302,0 8 258,0 9 301,5 9 257,0 10 298,5 10 255,0 11 298,5 11 273,5 12 288,0 12 192,0 13 283,5 13 180,0 14 246,5 14 150,0 15 198,0 15 32,0 16 170,0 qualifiziert für die nächsthöhere Division der kommenden Team-EM abgestiegen in die nächstuntere Division der kommenden Team-EM

Legende Kurze Übersicht zur Bedeutung der Symbolik – so üblicherweise auch in sonstigen Veröffentlichungen verwendet: Championship Record Nationaler Rekord Weltjahresbestleistung (World Lead) Europajahresbestleistung (Europe Lead) Nationaler U23-Rekord Europajahresbestleistung U23 (Europe Lead U23) Persönliche Bestleistung Persönliche Saisonbestleistung e egalisiert nicht am Start (did not start) nicht im Ziel (did not finish) disqualifiziert keine Weite (No Mark) ogV ohne gültigen Versuch NWI keine Windangabe (no wind information)

First Division: Resultate der Einzeldisziplinen Männer 100 m Lauf 1 Platz Athlet Land Zeit (s) 1 (1) Samuele Ceccarelli 10,13 2 (2) Raphael Bouju 10,14 3 (3) Dominik Kopeć 10,16 4 (4) Jeremiah Azu 10,21 5 (5) Robin Ganter 10,28 6 (7) Jimmy Vicaut 10,31 7 (10) Samuli Samuelsson 10,38 8 (14) Kobe Vleminckx 10,51 In Klammern: Platzierung in der Gesamtwertung aus beiden Läufen

Datum: 23. Juni

Wind: +0,6 m/s

Lauf 2 Platz Athlet Land Zeit (s) 1 (6) Ioannis Nyfandopoulos 10,30 2 (7) Pascal Mancini 10,31 3 (9) Kayhan Özer 10,32 4 (10) Carlos Nascimento 10,38 5 (12) Sergio López 10,40 6 (13) Jan Veleba 10,48 7 (15) Desmond Rogo 10,55 8 (16) Jacob Vaula 10,63 In Klammern: Platzierung in der Gesamtwertung aus beiden Läufen

Datum: 23. Juni

Wind: −0,5 m/s

200 m Lauf 1 Platz Athlet Land Zeit (s) 1 (1) Ryan Zézé 20,29 2 (2) Albert Komański 20,50 3 (3) Filippo Tortu 20,61 4 (4) Taymir Burnet 20,70 5 (5) Timothé Mumenthaler 20,79 6 (7) Robin Ganter 20,89 7 (9) Jan Jirka 21,18 8 (9) Adam Clayton 21,18 In Klammern: Platzierung in der Gesamtwertung aus beiden Läufen

Datum: 25. Juni

Wind: −1,3 m/s

Lauf 2 Platz Athlet Land Zeit (s) 1 (6) Pol Retamal 20,86 2 (8) Viljami Kaasalainen 21,17 3 (9) Ioannis Granitsiotis 21,18 4 (9) Delvis Santos 21,18 5 (13) Batuhan Altıntaş 21,19 6 (14) Mathias Hove Johansen 21,27 7 (15) Christian Iguacel 21,34 8 (16) Desmond Rogo 21,46 In Klammern: Platzierung in der Gesamtwertung aus beiden Läufen

Datum: 25. Juni

Wind: −0,4 m/s

400 m Lauf 1 Platz Athlet Land Zeit (s) 1 (1) Håvard Bentdal Ingvaldsen 44,88 2 (2) João Coelho 45,05 3 (3) Liemarvin Bonevacia 45,06 4 (4) Manuel Sanders 45,24 5 (5) Alex Haydock-Wilson 45,25 6 (6) David Sombé 45,49 7 (7) Iñaki Cañal 45,51 8 (11) Dylan Borlée 45,82 1 In Klammern: Platzierung in der Gesamtwertung aus beiden Läufen

Datum: 23. Juni

Lauf 2 Platz Athlet Land Zeit (s) 1 (8) Lorenzo Benati 45,53 2 (9) Matěj Krsek 45,75 3 (10) Lionel Spitz 45,81 4 (12) Karol Zalewski 45,95 5 (13) Viljami Kaasalainen 46,88 6 (14) İlyas Çanakçı 47,23 7 (15) Kasper Kadestål 47,27 8 (16) Giorgos Lampropoulos 48,28 In Klammern: Platzierung in der Gesamtwertung aus beiden Läufen

Datum: 23. Juni

800 m Platz Athlet Land Zeit (min) 1 (5) Andreas Kramer 1:46,92 2 (6) Ben Pattison 1:46,94 3 (7) Mateusz Borkowski 1:47,18 4 (8) Adrián Ben 1:47,36 5 (9) Yanis Meziane 1:47,39 6 (11) Catalin Tecuceanu 1:47,81 7 (13) Luis Oberbeck 1:47,97 8 (14) Joonas Rinne 1:48,43 In Klammern: Platzierung in der Gesamtwertung aus beiden Läufen

Datum: 23. Juni

Lauf 2 Platz Athlet Land Zeit (min) 1 (1) Ramon Wipfli 1:46,73 2 (2) Filip Šnejdr 1:46,84 3 (3) Mehmet Çelik 1:46,84 4 (4) Bram Buigel 1:46,90 5 (10) José Carlos Pinto 1:47,76 6 (12) Charidimos Xenidakis 1:47,91 7 (15) Pieter Claus 1:50,03 8 (16) Andreas Grimerud 1:54,83 In Klammern: Platzierung in der Gesamtwertung aus beiden Läufen

Datum: 23. Juni

1500 m Platz Athlet Land Zeit (min) 1 Mohamed Katir 3:36,95 2 Isaac Nader 3:37,37 3 Niels Laros 3:37,59 4 Pietro Arese 3:38,13 5 George Mills 3:38,17 6 Emil Danielsson 3:38,34 7 Filip Ostrowski 3:38,80 8 Romain Mornet 3:39,17 9 Jakub Davidík 3:40,76 10 Stijn Baeten 3:41,53 11 Santtu Heikkinen 3:41,72 12 İbrahim Erata 3:43,55 13 Esten Hansen-Møllerud Hauen 3:43,78 14 Silas Zurfluh 3:43,81 15 Amos Bartelsmeyer 3:48,59 16 Sergios Diakostefanis 3:50,57 Datum: 24. Juni

5000 m