mini|hochkant|Wappen derer von der Streithorst im Wappenbuch des Westfälischen Adels. Streithorst ist der Name eines ursprünglich westfälischen, später auch in Braunschweig, Magdeburg, Brandenburg, Preußen und Kurland verbreiteten, inzwischen erloschenen Adelsgeschlechts.
Geschichte Der Rittersitz Streithorst im Osnabrücker Land ist der namensstiftende Stammsitz des Geschlechts, das mit Gerhard von der Streithorst 1304 zuerst urkundlich auftrat.Rudolf v. Bruch: Die Rittersitze des Fürstentums Osnabrück. S. 235 (PDF). Im Kirchturm der Wallfahrtskirche St. Marien in Küblingen befindet sich das Erbbegräbnis derer von Streithorst, die Patronatsherren auf Gut Küblingen waren. 1562 bis spätestens 1663 war die Familie mit der Burg Schliestedt belehnt. Bereits 1569 bestand mit Allschwangen im Kreis Hasenpoth auch Lehnsbesitz in Kurland. 1631 wurden sie ebenda in die 1. Klasse der Ritterbank aufgenommen.Maximilian Gritzner: J. Siebmacher’s großes und allgemeines Wappenbuch, Bd. 3, 11. Abt., T. 1, Bd. 2: Der Adel der russischen Ostseeprovinzen, Teil 1: Die Ritterschaft, Bd. 2: Edelleute (Hertell - Zoritsch); Nachträge und Berichtigungen, Nürnberg 1898, S: 448. 1600 kam die Wahlburg an die Familie. Noch im 18. Jahrhundert waren die Herren von der Streithorst mit einem von vier Rittergütern in Obhausen belehnt. 1768 hat der Mannesstamm des Geschlechts seinen Ausgang gefunden. mini|hochkant|Kirche St. Bartholomäus (Erdeborn). Epitaph, mit dem Wappen (unten) der Fam. v. Streithorst.
Angehörige Anton von der Streithorst (1562/1563–1625), braunschweigischer Staatsmann Joachim von der Streithorst († nach 1626), braunschweigischer Staatsmann Friedrich Ulrich von der Streithorst († nach 1666), als „der Einziehende“ Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft555 Friedrich Ulrich von der Streithorst (Der Einziehende) in der Mitgliederdatenbank der Fruchtbringenden Gesellschaft. Friedrich Hermann von der Streithorst (1680–1735), württembergischer Generalmajor und Regimentschef, seit 1713 mit einer Wappentafel in der Ordenskirche St. Georgen vertretenBernhard Peter: Galerie: Photos schöner alter Wappen Nr. 2584. Bayreuth (Oberfranken), Ordenskirche St. Georgen, Teil 2: Tafeln 23–42., Bayreuth 11. Juli 2026. Leopold Christian Wilhelm von der Streithorst († 1768), brandenburgischer Geheimer Rat, Oberst und Oberamtmann in Burgthann 'Eberhardine' Henriette Wilhelmine von Schwarzenau, geb. von der Streithorst (1728–1805), Witwe von Joachim Ludwig von Schwartzenau (1713–1787), begraben auf dem Gesandtenfriedhof bei der Dreieinigkeitskirche in Regensburg
Wappen In Rot zwei schräggekreuzte goldene Fischgabeln (Dreizack), auf dem rot-golden bewulsteten Helm mit rot-goldenen Decken zwei schräggekreuzte goldene Fischgabeln (Dreizack).
Literatur Johann Friedrich Gauhe: Des Heil. Röm. Reichs Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon. Band 2, Leipzig 1740, S. 2483. Leopold von Ledebur: Adelslexicon der Preußischen Monarchie: L - S, Band 2, Exp. L. Rauh, Berlin 1856, S. 497. Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon. Band 9, Friedrich Voigt, Leipzig 1870, S. 86–87. Hermann Größler (Hrsg.): Mansfelder Blätter. Mitteilungen des Vereins für Geschichte und Altertümer der Graf(f)schaft Mansfeld zu Eisleben. Fünfter Jahrgang-1891, Mit: Nachkommen von Anton Ernst von der Streithorst, Selbstverlag-Verein, Eisleben 1891, S. 34 f. Max von Spießen: Wappenbuch des Westfälischen Adels, Band 1, C. A. Starke, Görlitz 1901–1903, S. S. 123.; Band 2, Görlitz 1903, Tafel 310.
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 1304 Kategorie:Westfälisches Adelsgeschlecht Kategorie:Baltisches Adelsgeschlecht Kategorie:Preußisches Adelsgeschlecht