Johann Andreas Bach (* 7. September 1713 in Ohrdruf; † 25. Oktober 1779 ebenda) war ein deutscher Hautboist und Organist.

Leben Johann Andreas Bach wurde als achter Sohn von Johann Christoph Bach und Johanna Dorothea vom Hofe geboren. Er wurde 1733 Hautboist des „Fürstlich Gothaischen Militärs“ und nahm am Polnischen Erbfolgekrieg teil.Johann Sebastian Bach: Ursprung der musicalisch-bachischen Familie. 1735. In: Bach-Dokumente. Band 1: Werner Neumann, Hans-Joachim Schulze (Hrsg.): Schriftstücke von der Hand J. S. Bachs. 2. Auflage. Bärenreiter, Kassel 2012, ISBN 978-3-7618-0025-6, S. 255–267. Auch online: 1735, Ende des Jahres: Ursprung der musicalisch-Bachischen Familie. In: jsbach.de, abgerufen am 18. Mai 2023, sowie: In: bachueberbach.de, abgerufen am 18. Mai 2023. Danach war er fünf Jahre „Tafeldecker“ am Hohenlohischen Hof in Langenburg,. bevor er 1742 die Stelle des Organisten an St. Trinitatis in Ohrdruf annahm. Von 1744 bis zu seinem Tod war er als Nachfolger seines früh verstorbenen Bruders Johann Bernhard Organist der Ohrdrufer Hauptkirche St. Michaelis.Hans-Joachim Schulze: Johann Christoph Bach (1671 bis 1721), „Organist und Schul Collega in Ohrdruf“, Johann Sebastian Bachs erster Lehrer. In: Bach-Jahrbuch 71, 1985, S. 55–81, hier S. 76; DOI:10.13141/bjb.v19852091. Als Organist der Michaeliskirche war er maßgeblich an der Planung des von Johann Stephan Schmaltz errichteten Orgelneubaus beteiligt. In dem Abnahmegutachten der Orgel von 1760 hob der Orgelprüfer Johann Peter Kellner Johann Andreas Bach als Erfinder des Registers „Hautb: d'Amour“ hervor.

1747 kam sein Sohn Johann Christoph Georg Bach zur Welt, der ihm nach seinem cTod im Jahr 1779 im Amt des Organisten der Michaeliskirche folgte. Johann Andreas Bach starb am 25. Oktober 1779 im Alter von 66 Jahren. In Johann Sebastian Bachs handschriftlichem Ursprung der musicalisch-bachischen Familie von 1735 wird er unter Nr. 44 erwähnt. Er war zeitweilig im Besitz der beiden großen, von seinem Vater angelegten Anthologien mit Tastenmusik, dem nach ihm benannten Andreas-Bach-BuchPhilipp Spitta: Johann Sebastian Bach. Band 1. 3., unveränderte Auflage. Breitkopf & Härtel, Leipzig 1921, S. 796; . und der Möllerschen Handschrift.

Literatur

Conrad Freyse: Die Ohrdrufer Bache in der Silhouette. Johann Sebastian Bachs ältester Bruder Johann Christoph Bach und seine Nachkommen. Erich Röth - Verlag. Eisenach und Kassel 1957. Ulrich Fröhner: Johann Andreas Bach. Ein Musikerleben im 18. Jahrhundert. In: Württembergisch Franken, Jahrbuch, 105. Jg. 2021, S. 143–202; doi:10.53458/wfr.v105i.6391. Peter Schiffer: Die Musikerfamilie Bach und Hohenlohe. In: Württembergisch-Franken, Jahrbuch 100. Jg. 2016, S. 131–146, hier S. 141–143; doi:10.53458/wfr.v100i.820. Hans-Joachim Schulze: Studien zur Bach-Überlieferung im 18. Jahrhundert. Peters, Leipzig 1984, S. 30–41.

Weblinks

Bach, Johann Andreas (1713-1779) im Répertoire International des Sources Musicales (RISM)

Einzelnachweise

Johann Andreas Kategorie:Klassischer Organist Kategorie:Person (Ohrdruf) Kategorie:Geboren 1713 Kategorie:Gestorben 1779 Kategorie:Mann