mini|310x310px|Kunststiftung Erich Hauser, Foto von Martin Mannweiler Die Kunststiftung Erich Hauser ist eine Stiftung bürgerlichen Rechts mit Sitz in Rottweil. Sie wurde 1996 von dem Bildhauer Erich Hauser gegründet, um sein eigenes Werk für die Allgemeinheit zu bewahren und junge Bildhauerinnen und Bildhauer zu fördern.

Gebäude und Skulpturenpark 1969 erwarb Erich Hauser 30.000 Quadratmeter des Geländes der ehemaligen Saline Wilhelmshall am Ufer des Neckars in Rottweil vom Land Baden-Württemberg. In einem der ehemaligen Torfmagazine der Saline, einem Fachwerkhaus aus dem 19. Jahrhundert, ließ er sich eine Künstlerwerkstatt einrichten. Er arbeitete dort bis 1988. Diese Haus wird heute als Ausstellungsraum genutzt.

Zeitgleich entwarf der Stuttgarter Architekt Roland Ostertag mit Kollegen ein Wohnhaus mit Schwimmbad, das 1970 fertiggestellt wurde. Es enthält heute Hausers umfangreiche Kunstsammlung, vor allem mit Arbeiten des Informel, so etwa Arbeiten von Peter Brühning, Gerhard Hoehme, Emil Schumacher, Arnulf Rainer, Fred Thieler und Rupprecht Geiger.

1988 ließ Hauser von dem Rottweiler Architekten Hans Lünz die Werkstatthalle errichten, die fortan die Produktionsstätte seiner Plastiken war.

Hauser beauftragte Hans Lünz zudem 1990 mit dem Bau eines neuen Wohnhauses. Lünz begann mit der Planung. Die Fertigstellung erfolgte jedoch durch Roland Ostertag. So entstand neben dem alten Wohnhaus 1992 eine Wohnpyramide, in der Hauser bis 2004 lebte. Das Gebäude wurde 2019/20 saniert und in neuem Glanz mit einer Lichtinstallation und Konzert der Öffentlichkeit präsentiert.

Über die Hügel des Parks sind eine Vielzahl von Hausers Stahlplastiken und Skulpturen anderer Künstler verteilt.

Förderverein Zeitgleich zur Gründung der Kunststiftung gründeten Kunstinteressierte einen Förderverein, um die Arbeit der Kunststiftung mit Ausstellungen, Veranstaltungen und Tagungen nach außen sichtbar zu machen.

Preisvergabe Atlantis-Preis Mitte der 1980er Jahre vergaben Erich und Gretchen Hauser zusammen mit dem Galeristen Hans-Jürgen Müller erstmalig den Atlantis-Förderpreis an Heinrich Klotz und Bazon Brock. Spätere Preisträger waren Helmut Elbrecht, Milivoj Bijelic und Max Franz.

Werkstattpreis 1997 wurde der Werkstattpreis ins Leben gerufen als Förderung für junge Bildhauerinnen und Bildhauer. Er wurde zunächst jährlich vorwiegend an Stahlbildhauer vergeben. Seit Hausers Tod 2004 wird er im Wechsel mit dem Erich-Hauser-Preis vergeben.

Zu Lebzeiten Hausers beinhaltete der Werkstattpreis ein Präsenzstipendium in seiner Werkstatt. Es gab den internationalen Preisträgern die Möglichkeit, in engem Kontakt mit ihm und seinen Mitarbeitern eigene Werke zu realisieren. Preisträger waren bisher: 1997: Stephane Bisel, Jane Clarke, Jaakko Niemelä 1998: Angela Glajcar, Wolfgang Weileder 1999: Nico Chardel, Thomas Rentmeister 2000: Inge Gutbrod, Hans Schüle 2001: Heinrich Weid, Markus Stangl 2002/03: Richard Lempart, Kerstin Mayer, Tino Panse, Stefan Rohrer, Rosa Rücker 2006: Kilian Rüthemann, Dagmar Heppner, Karin Hueber 2007: Sonja Vordermaier 2009: Marco Lulic 2011: Kalin Lindena 2013: Benjamin Appel 2015: Anahita Razmi: Tutti 2018: Charlotte Mumm 2020: Fabian Knecht 2022: Zuzanna Czebatul 2024: Sergej Vutuc

Veröffentlichungen (Auswahl)

Weblinks

Internetauftritt der Kunststiftung Erich Hauser Bildhauermuseen

Einzelnachweise

Kategorie:Kunststiftung Kategorie:Rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts Kategorie:Stiftung in Baden-Württemberg Kategorie:Organisation (Rottweil) Kategorie:Kulturstiftung in Deutschland Kategorie:Kultur (Landkreis Rottweil) Kategorie:Organisation (Bildhauerei) Kategorie:Stiftungsgründung 1996