Kukliki () war ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Seine Ortsstelle gehört zum Gebiet der Gmina Kolno (Landgemeinde Groß Köllen) im Powiat Olsztyński (Kreis Allenstein).

Geographische Lage Die Ortsstelle von Kukliki liegt in der nördlichen Mitte der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 16 Kilometer südwestlich der früheren Kreisstadt Rößel () bzw. 37 Kilometer nordöstlich der heutigen Kreismetropole Olsztyn ().

Geschichte Der kleine seinerzeit Glabunenhof genannte Ort wurde als großer Hof im Jahre 1385 gegründet.Dietrich Lange: Krausenstein, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) 250 Meter südlich stand später eine Waldwärterstation. Kukliki gehörte zunächst als Wohnplatz zum Gutsbezirk Molditten (polnisch Mołdyty) im ostpreußischen Kreis Rößel. Im Jahre 1885 zählte Krausenstein 34 Einwohner.GenWiki: Krausenstein

Am 16. März 1887 wurde aus dem Wohnplatz Krausenstein die Landgemeinde Krausenstein gebildet. Sie war bis 1945 Teil des Amtsbezirks Lautern (polnisch Lutry) im Kreis Rößel.Rolf Jehke: Amtsbezirk Lautern

31 Einwohner waren im Jahre 1910 in Krausenstein gemeldet. Ihr Zahl belief sich im Jahre 1933 auf ebenfalls 31 und im Jahre 1939 auf 29.Michael Rademacher: Ortsbuch Landkreis Rößel

Als 1945 in Kriegsfolge das gesamte südliche Ostpreußen an Polen fiel, erhielt Krausenstein die polnische Namensform „Kukliki“. Doch schon wenige Jahre nach Kriegsende verliert sich seine Spur, der Ort wurde nicht mehr erwähnt und gilt heute als untergegangen. Seine Ortsstelle liegt im Bereich der Gmina Kolno (Landgemeinde Groß Köllen) im Powiat Olsztyński (Kreis Allenstein).

Kirche Bis 1945 war Krausenstein in die evangelische Kirche BischofsteinWalther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 490 (polnisch Bisztynek) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union, außerdem zur römisch-katholischen Kirche in Lautern (polnisch Lutry) im damaligen Bistum Ermland.

Verkehr Die heute so gut wie nicht mehr erkennbare Ortsstelle Kuklikis liegt westlich einer Nebenstraße, die Tejstymy (Teistimmen) an der polnischen Landesstraße 57 (frühere deutsche Reichsstraße 128) mit Wójtowo (Voigtsdorf) an der Woiwodschaftsstraße 593 verbindet.

Einzelnachweise

Kategorie:Gegründet 1385 Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Kolno (Powiat Olsztyński)