Otto Küstner (* 30. März 1886; † 1970) war ein deutscher Richter.
Leben Küstner studierte von 1904 bis 1909 Rechtswissenschaften an der Universität Tübingen und wurde dort 1911 zum Dr. iur. promoviert. Er war Mitglied der musischen Studentenverbindung AMV Stochdorphia Tübingen im SV. 1913 legte er die zweite Justizdienstprüfung ab.
Von 1935 bis 1945 war er Präsident des Oberlandesgerichts Stuttgart.Lothar Gruchmann: Justiz im Dritten Reich 1933–1940. Anpassung und Unterwerfung in der Ära Gürtner. Oldenbourg, München 1988. Mehrere weitere Auflagen, 3. verbesserte Auflage, München 2001, S. 1214 In dieser Funktion nahm er im April 1941 an der „Schlegelberger-Konferenz“ im Haus der Flieger in Berlin teil, an der die höchsten Juristen des Deutschen Reiches durch den Tagungsleiter Franz Schlegelberger sowie Viktor Brack und Werner Heyde über die „Vernichtung lebensunwerten Lebens“ mittels Gas unter Aufsicht der Zentraldienststelle T4 informiert wurden.Ulrich Herrmann: Der Wendepunkt im Leben von Hans Scholl. Sein Prozess vor dem Sondergericht Stuttgart im Jahre 1938 in Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte 76 (2017), S. 373
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Einzelnachweise
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