Hans Rothe (geboren am 14. Mai 1929 in Döllnitz bei Halle/Saale; gestorben am 6. Juni 2023 in Schkopau-BurgliebenauTraueranzeigen, in: Mitteldeutsche Zeitung vom 17. Juni 2023.) war ein deutscher Maler und Keramiker.

Leben Rothe absolvierte eine Lehre als Gebrauchswerber. Anschließend lernte er in der Vorstudienklasse unter Gustav Weidanz. Von 1946 bis 1951 studierte er Malerei und Grafik an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle bei Charles Crodel. Seit 1951 war er als freischaffender Maler und Grafiker tätig. Dabei hatte er 1952/1953 einen Werkvertrag mit der Großkokerei Lauchhammer, von 1954 bis 1957 mit dem VEB Straßenbahn Halle und von 1957 bis 1960 mit dem VEB Leuna-Werke, wo er in einem Gebäude neben dem Turbinensaal auch ein Atelier hatte.Junge Kunst, Berlin, 2/1960, S. 53

Rothe erhielt im Zuge des Städte- und Wohnungsbaus eine bedeutende Zahl von Aufträgen für baugebundene Arbeiten.

Neben seiner künstlerischen Arbeit war Rothe Leiter des Malzirkels der Volkshochschule Halle und von 1958 bis 1963 des Zentralen Malzirkels der Stadt Halle.

Ab 1967 arbeitet er auch als Keramiker. 1985 begann er mit der Restaurierung der Kirche St. Philippus und Jacobus in Burgliebenau. Zuerst restaurierte er das barocke Deckengemälde der Kirche, anschließend den barocken Kanzelaltar.

Rothe war bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR.

Seit 2014 gibt es eine Dauerausstellung seiner keramischen Arbeiten und Teile seines malerischen Werkes im Kulturhistorischen Museum der Stadt Merseburg.

Rothe starb 2023 im Alter von 94 Jahren.

Ehrungen 1965: Kunstpreis der Stadt HalleHans Rothe (1929-), Museum Digital, abgerufen am 12. Mai 2023 1966: Kunstpreis der Stadt Halle-Neustadt Ehrenbürger von Schkopau und Döllnitz

Werkbeispiele mini|Brunnen Früchte des Meeres in Halle-Neustadt (2009) Baugebundene Werke und Werke im öffentlichen Raum

1961/1962: Albanien (Wandgestaltung von zwei Stirnwänden, Gips, ca. 3,00 × 5,00 m; Café Tirana, Dessau)Erika Neumann (Bearbeitung): Bildende Kunst + Architektur. Katalog Teil 2 Halle/Leipzig. Deutsche Bauakademie, Berlin, 1969, S. 26/27 1963: Lustige Abhandlungen über Bäckereiwaren und über Fische (Gipsintarsien-Fries unter der Decke einer Kaufhalle; 0,70 × 11,00 m und 0,70 × 14,00 m; Merseburg-Nord, Gerichtsrain)Erika Neumann (Bearbeitung): Bildende Kunst + Architektur. Katalog Teil 2 Halle/Leipzig. Deutsche Bauakademie, Berlin, 1969, S. 68/69

1965: Gedanken des Fliegens in der Märchen- und Sagenwelt und Utopie (zwei Gipsintarsien als Wandgestaltung, ca. 4,00 × 4,50 m; Foyer des Theaters der Jungen Garde, heute Thalia-Theater, Halle/Saale)Erika Neumann (Bearbeitung): Bildende Kunst + Architektur. Katalog Teil 2 Halle/Leipzig. Deutsche Bauakademie, Berlin, 1969, S. 28/29

1966: Motive aus dem Bezirk Halle (Kachelrelief, Porzellan, leicht getönt, 1,70 × 11,50 m; mit Gerhard Geyer; Ausführung Staatliche Porzellanmanufaktur Meißen; Hotelhalle des Interhotels Stadt Halle in Halle)Erika Neumann (Bearbeitung): Bildende Kunst + Architektur. Katalog Teil 2 Halle/Leipzig. Deutsche Bauakademie, Berlin, 1969, S. 14/15

1981: Wandrelief Disput der Vögel, Neue Mensa DresdenRund 51 Millionen Euro investiert: Wiedereröffnung der neuen Mensa Dresden. Sächsische Zeitung. Abgerufen am 31. März 2026.

1983: Brunnen Früchte des Meeres (Halle-Neustadt; 2012 abgerissen)Früchte des Meeres (Neustadt) (X), Halle im Bild, abgerufen am 12. Mai 2023

Druckgrafik

Chemiearbeiterin (1960, Lithografie, 46,7 × 32,5 cm)https://nat.museum-digital.de/object/29937

Ausstellungen (unvollständig)

Einzelausstellungen 1957: Kulturhaus der Leunawerke 1973: Dessau, Schloss Georgium („Junge Hallesche Künstler“; mit Fritz Müller und Gerhard Schwarz) 1968: Bernburg, Museum Schloss Bernburg (Malerei, Grafik, Keramik) 1989: Hans Rothe: Malerei, Grafik, Keramik, Museum Merseburg 1999: Hans Rothe: Malerei und Graphik 1947–1999, cce Kulturhaus, Leuna 2009: Hans Rothe: Malerei, Kulturhistorischen Museum, Merseburg 2023: Farbenklänge, Galerie Blaue Brücke in Dresden

Postum 2024: Halle (Saale), Zeitkunstgalerie (Malerei, Keramik) 2025: Merseburg, Willi-Sitte-Galerie ("Erinnerungen"; über 50 Gemälde und Grafiken)

Teilnahme an zentralen und wichtigen regionalen Ausstellungen in der DDR

1957: Berlin, Ausstellungspavillon Werderstraße („Junge Künstler der DDR“) 1958 bis 1978: Dresden, Vierte Deutsche Kunstausstellung bis VIII. Kunstausstellung der DDR 1961: Berlin, Deutsche Akademie der Künste („Junge Künstler. Malerei“) 1968: Halle/Saale, Staatliche Galerie Moritzburg („Sieger der Geschichte. Die Arbeiterpersönlichkeit in der bildenden Kunst der Deutschen Demokratischen Republik“) 1969: Weimar, Kunsthalle am Theaterplatz („Temperamente. Zehn Maler aus der DDR“) 1969, 1974 und 1978: Halle/Saale, Bezirkskunstausstellungen 1974: Erfurt („Kunst für uns“) 1985: Berlin, Neue Berliner Galerie im Alten Museum („Musik in der bildenden Kunst der DDR“)

Literatur

Rothe, Hans. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 792. Hans Rothe: Malerei, Grafik, Keramik und Restaurierungen aus der Aue, Halle (Saale) 2012, Herausgeber: Evangelisches Kirchspiel Elsteraue, Schkopau, in Zusammenarbeit mit dem Halleschen Kunstverein e.V., 94 S. mit zahlr. Abb., ISBN 978-3-941498-08-2. Angela Dolgner: Hans Rothe (1929–2023), Maler und Keramiker. In: Mitteldeutsches Jahrbuch für Kultur und Geschichte. Bd. 32 (2025), S. 263–267.

Weblink

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Einzelnachweise

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