mini|hochkant|Augusto Rivalta Augusto Rivalta (* 3. März 1835Dizionario Biografico degli Italiani; in älteren Quellen abweichende Geburtsjahre in Alessandria; † 14. April 1925 in Florenz) war ein italienischer Bildhauer.

Leben Augusto Rivalta wurde als dritter Sohn von Antonio Rivalta, Oberst in der Armee des Königreichs Sardinien, und Paola Salvo in Alessandria geboren und zog bald darauf mit der Familie nach Genua. Ab 1851 studierte er an der Accademia Ligustica di Belle Arti in Genua unter anderem bei Santo Varni. 1857 wurde er von der Akademie für ein Studium in Florenz ausgewählt und ab 1858 studierte er dort bei Aristodemo Costoli an der Accademia di Belle Arti. Nach Ausbruch des zweiten italienischen Unabhängigkeitskrieges kehrte er 1859 nach Genua zurück, um sich zusammen mit seinem Bruder Francesco den genuesischen Carabinieri anzuschließen. Nach dem Frieden von Villafranca und nachdem er von einer Kriegsverwundung genesen war, ging er wieder nach Florenz, wo er seine Ausbildung in der Werkstatt von Giovanni Dupré fortsetzte.

1867 wurde Rivalta zum Mitglied der Accademia di Belle Arti in Florenz ernannt, wo er von 1874 bis zu seinem Tod den Lehrstuhl für Zeichnen und Bildhauerei innehatte. Zu seinen Schülern gehörten unter anderen Antonio Garella, Giuseppe Graziosi, Raffaello Romanelli, Pietro Guerri und Ercole Drei. Am 31. Dezember 1887 heiratete er in Florenz Sofia Anatrella aus Livorno. Das Paar hatte zwei Söhne, Augusto jr. und Carlo, der später ebenfalls Bildhauer wurde. Obwohl er bis zu seinem Tod in Florenz lebte, blieb er mit seiner Heimat Genua eng verbunden und erhielt dort zahlreiche Aufträge.

Rivalta entfernte sich zunehmend vom künstlerischen Ideal Duprés und gelangte in späteren Jahren zu einem von den Macchiaioli und Adriano Cecioni beeinflussten Realismus, der sich vor allem in den zahlreichen Grabdenkmälern und öffentlichen Skulpturen zeigt. Dazu gehören Grabmäler im Monumentalfriedhof Staglieno in Genua und zahlreiche Denkmäler für Personen des Risorgimento.

Im Laufe seiner Karriere nahm er an zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen teil, wie der Promotrice di belle arti di Torino 1863, der Quadriennale von Turin 1902, der Biennale von Venedig 1903 und der Panama-Pacific International Exposition in San Francisco 1915.

Werke mini|hochkant|Cavour-Denkmal in Florenz mini|hochkant|Grabmal Pellas und Lori (Detail) Il ritorno dalla posta („Die Rückkehr von der Post“), Galleria d’arte moderna im Palazzo Pitti in Florenz, 1860–70 Denkmal für Camillo Benso von Cavour im Palazzo della Banca d’Italia in Florenz, 1869/70 Grabmal für Marco Minghetti, Cimitero Monumentale della Certosa di Bologna, um 1871 Grabmal für Carlo Raggio, Monumentalfriedhof Staglieno in Genua, 1872 Grabmal für Bianchi Ricchini, Monumentalfriedhof Staglieno, 1880 Grabmal Drago, Monumentalfriedhof Staglieno, 1884 Denkmal für Giuseppe Mazzini in Chiavari, 1888 Denkmal für Raffaele Rubattino in Genua, 1889 Denkmal für Giuseppe Garibaldi in Livorno, 1889 Denkmal für Giuseppe Garibaldi in Chiavari, 1890 Grabmal für die Familien Pellas und Lori, Cimitero delle Porte Sante, Florenz, 1890 Reiterstandbild von Viktor Emanuel II. auf der Piazza Grande in Livorno, 1892 Grabmal Pallavicino, Monumentalfriedhof Staglieno, 1892 Denkmal für Giuseppe Garibaldi in Genua, 1893 Denkmal für Giuseppe Garibaldi in Sampierdarena, 1895 Denkmal für Bettino Ricasoli in Florenz, 1897 Denkmal für Domenico Rossetti in Triest, 1901 (zusammen mit Antonio Garella) Allegorische Gruppe La forza für das Vittoriano in Rom, um 1910 Bronzebüste von Christoph Kolumbus in Detroit, 1910 (derzeit deponiertChristopher Columbus Monument, Historic Detroit, abgerufen am 9. Mai 2023) Bronzegruppe Faun und Nymphe, Simu-Museum, Bukarest Tanzender Faun, Galleria Nazionale d’Arte Moderna, Rom

Literatur

Weblinks

Rivalta Augusto, Cimitero Monumentale di Staglieno Rivalta Augusto, Storia e Memoria di Bologna

Einzelnachweise

Kategorie:Bildhauer (Florenz) Kategorie:Italiener Kategorie:Geboren 1835 Kategorie:Gestorben 1925 Kategorie:Mann