mini|hochkant|Karl Maria von Coudenhove, um 1901
Karl Maria (Graf) von Coudenhove (* 8. Februar 1855 in Wien; † 9. Februar 1913 in Meran) war ein österreichischer Verwaltungsjurist und hochrangiger Beamter. Er war von 1892 bis 1896 Landespräsident von Österreichisch-Schlesien und anschließend bis 1911 Statthalter von Böhmen.
Leben Coudenhove entstammte dem uradeligen, aus dem Brabant stammenden Adelsgeschlecht der Coudenhove. Es wurde erstmals 1240 urkundlich erwähnt und stieg 1790 in den Reichsgrafenstand auf war seit 1815 in Böhmen ansässig. Seine Eltern waren Theophil Graf von Coudenhove (1803–1880) und Henriette Josephine von Auersperg (1820–1873). Der Feldmarschallleutnant Maximilian Coudenhove war sein Onkel.
Coudenhove trat 1876 in den österreichischen Staatsdienst. 1882 war er Vizesekretär im Ackerbauministerium, dann Bezirkshauptmann in Karlsbad und 1892, nach Auflösung der Gemeindevertretung, Verwalter von Reichenberg. Bis 1896 war er Landespräsident von Österreichisch-Schlesien und anschließend bis 1911 Statthalter von Böhmen. Er baute die Prager Hochschulen aus und versuchte die politischen und nationalen Gegensätze in Böhmen zu mildern. Sein jüngerer Bruder Maximilian von Coudenhove war später ebenfalls Landespräsident von Österreichisch-Schlesien und Statthalter von Böhmen.
Coudenhove heiratete am 14. Oktober 1888 in Wien Marie Franziska Johanna Josepha Gräfin von und zu Trauttmansdorff-Weinsberg.
Vorfahren
Quelle
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise Karl Maria Graf von Coudenhove bei gw.geneanet.org. Abgerufen am 7. Mai 2023.
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