Jalkut war ein kleiner jüdischer Verlag in Berlin in den 1920er Jahren.

Geschichte Bendit Kahan gründete 1920 den Verlag und die Buchhandlung Jalkut in Charlottenburg.Börsenblatt für den deutschen Buchhandel, November 1920, mit erster feststellbarer Erwähnung; er stammte wahrscheinlich aus Russland Die offizielle Registrierung erfolgte am 4. Februar 1921.Adreßbuch für den Berliner Buchhandel, 1922–1931, mit einigen Angaben Ein Miteigentümer war in den ersten Jahren R. Kahan. Der Sitz war 1921 in der Kantstraße 139, später in der Kantstraße 64.Berliner Adreßbücher 1920–1931

Im Verlag erschienen etwa 20 hebräische Bücher, dazu einzelne Titel in jiddischer und deutscher Sprache.Börsenblatt für den deutschen Buchhandel, 1921–1930, mit etwa 30 feststellbaren Anzeigen, siehe Börsenblatt digital, Suche Jalkut 1926 erwarb Rubin Maß die Buchhandlung und führte sie unter eigenem Namen weiter. Er gab dort auch einzelne Publikationen heraus.

Bendit Kahan führte den Verlag Jalkut bis etwa 1930.

Publikationen (Auswahl) Deutsch William Rosenau, Jüdische Sitten und gottesdienstliche Gebräuche, 1926, 3., veränderte Auflage 1929, deutsch [übersetzt aus dem Englischen] Josef Lin, Die hebräische Presse. Entwicklung und Werdegang, 1928

Jiddisch Salman Schneur, Ahin, Roman, 1923 Digitalisat

Literatur Gottfried Kratz: Russische Verlage und Druckereien in Berlin 1918–1941. In: Karl Schlögel (Hrsg.): Chronik russischen Lebens in Deutschland 1918–1941. 1998. S. 553, und öfter, mit kurzen Erwähnungen

Weblinks Publikationen aus dem Verlag Jalkut (1,2,3,4) WorldCat Publikationen aus dem Verlag Jalkut Booklooker DNB: Klal-Verlag, Kommanditgesellschaft auf Aktien - Vorgängerverlag unter gleicher Anschrift

Einzelnachweise

Kategorie:Ehemaliger Verlag (Berlin) Kategorie:Unternehmensgründung 1920 Kategorie:Aufgelöst 1930 Kategorie:Judentum in Berlin