mini|Staffhorstsche Herrenhaus. Das Staffhorstsche Herrenhaus, auch Staffhorst’sches Gutshaus genannt, in Hoya, Im Park 1, wurde im 17. Jahrhundert gebaut.
Das ortsteilprägende Gebäude ist aktuell das Heimatmuseum Grafschaft Hoya. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz (siehe auch Liste der Baudenkmale in Hoya).Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen.
Baubeschreibung und Geschichte Das zweigeschossige teils klassizistische traufständige Gebäude in Fachwerk mit Putzausfachungen und mit Satteldächern wurde wohl in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts gebaut. Es war als Burgmannssitz das Stammhaus der Familie. Durch eine Erweiterung (Querbau) von um 1800 wurde die Westfassade geprägt. Weitere Anbauten entstanden 1830 an Ost- und Südseite.
Das Museum mit den heute als Wohnungen ausgebauten Marställen wurde 1983 eingerichtet und zeigt eine Dauerausstellung zu den Themen Hoya und die Weser, das Stadtmodell von Hoya nach dem Dreißigjährigen Krieg und zu den Grafen und Burgmannen. Weiterhin werden Wechselausstellungen zur Zeitgeschichte und Kunst ausgerichtet. Den auch von den Brüdern Grimm erwähnten berühmten Zwergen, die einen Vertrag mit dem Grafen von Hoya geschlossen haben sollen, wird eine Ausstellung gewidmet. Das Museum wird durch einen Verein betreut.
Das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege befand: „geschichtliche und städtebauliche Bedeutung“. mini|88px|Wappen derer von Staffhorst. Familie von Staffhorst Die Familie von Staffhorst, teils de Staffhorst,W. C. v. Arnswaldt | O. von Dassel-Stiftung bei der Zentralstelle für deutsche Personen- und Familiengeschichte (Hrsg.): Familiengeschichtliche Blätter. Monatsschrift zur Förderung der Familiengeschichtsforschung. Mit: Familiengeschichtliche Notizen-Gelegenheitsfindlinge, VIII. Jahrgang, Nummer 2, G. Reichardt, Leipzig, Februar 1910, S. 32. ist eine niedersächsische Adelsfamilie, welche bereits 1189 urkundlich erwähnt wurde. Maria von Staffhorst zu Hoya (1482–1556) war die Schwiegermutter von Generalleutnant und Landdrost Cordt Plato von Schloen (1577–1650).Siehe Literatur: Elfriede Hornecker: Die Herren von Staffhorst – Spurensuche in der Grafschaft Hoya. Heimatmuseum Grafschaft Hoya, 2015, ISBN 978-3-00-050518-8. Bekannt wurden Cordt Heinrich von Staffhorst (1623–1657) auf Hoya und Hardenbostel und sein Sohn Johann Friedrich von Staffhorst, der beide genannten Begüterungen erbte. Des Weiteren zu Hoya namhaft war Ernst von Staffhorst,W. C. von Arnswaldt: 256 Ahnen, In: Ad. M. Hildebrandt: Vierteljahrsschrift für Wappen,- Siegel- und Familienkunde. XXXVI. Jahrgang, Hrsg. Herold (Verein), Carl Heymanns Verlag, Berlin 1908, S. 31. ebenso Agnes Marie Elisabeth von Staffhorst a. d. H. Hoya, sie ehelichte Detlev Alexander von Wenckstern, ihr Sohn war Friedrich Alexander von Wenckstern.
Am alten Torpfeiler ist das Kleeblatt-Wappen der Familie von Staffhorst zu sehen. Die Adelsfamilie engagierte sich auch für den Park um das Herrenhaus. So ließ Gräfin Sophie von Bremer geb. von Staffhorst 1857/58 nach dem Muster des Georgengartens in Hannover anlegen; draus wurde der Bürgerpark Hoya.Weser Kurier im Archiv u. a. vom 21. Mai 1993 (10 Jahre Heimatmuseum), 2. April 2013 (Die Sage), 9. Juni 2019 (Förderpreis), (Bürgerpark), Hoya 6. Mai 2022.
Literatur Elfriede Hornecker: Die Herren von Staffhorst – Spurensuche in der Grafschaft Hoya. Heimatmuseum Grafschaft Hoya, Hoya 2015, ISBN 978-3-00-050518-8.
Weblinks Heimatmuseum Standort im Denkmalatlas Niedersachsen
Einzelnachweise
Kategorie:Wohngebäude in Hoya Kategorie:Baudenkmal in Hoya Hoya Hoya Hoya Kategorie:Erbaut in den 1800er Jahren Kategorie:Erbaut im 17. Jahrhundert Kategorie:Museum im Landkreis Nienburg/Weser Kategorie:Museumsgründung 1983