Four Kinds of Horses ist ein Lied des englischen Singer-Songwriters und Rockmusikers Peter Gabriel. Es ist am 1. Dezember 2023 auf Gabriels zehntem Studioalbum i/o erschienen.
Geschichte Die Erstveröffentlichung von Four Kinds of Horses erfolgte als fünfte Single des Albums i/o am 5. Mai 2023.
Diese wurde als Einzeltrack zum Download und Streaming durch Real World Records veröffentlicht. Hierbei handelt es sich um den sogenannten Bright-Side Mix, der von Mark „Spike“ Stent abgemischt wurde. Ähnlich wie bei den in den vier Monaten zuvor veröffentlichten Titeln Panopticom, The Court, Playing for Time und i/o wurde das erste Veröffentlichungsdatum der Single so gewählt, dass es mit einem Vollmond zusammenfällt.
Insgesamt wurden drei verschiedene Mixe des Titels veröffentlicht: Nach dem Bright-Side Mix (gemixt von Mark „Spike“ Stent) wurden am 19. Mai 2023 der Dark-Side Mix (gemixt von Tchad Blake) und der Atmos In-Side Mix (von Hans-Martin Buff) an dem darauffolgenden Neumond veröffentlicht.
Das Lied wurde erstmals bei dem ersten Konzert der I/o The Tour am 18. Mai 2023 in der Tauron Arena in Krakau, Polen live gespielt und gehörte immer zur Setlist der Tournee.
Artwork Das Cover-Artwork der Single ist ein Bild der Künstlerin Cornelia Parker mit dem Titel Snap. Das Bild ist von 2020. Als Druck ist es 32,6 × 30,4 cm groß – und zeigt auf einem verschwommenen Untergrund in beige-grau recht unscharf die Konturen eines zerbrochenen Weinglases. Zu erkennen ist das Bodenstück, ein kleiner Teil des Stiels, sowie der eigentliche, halbrunde Glaskorpus, der am stärksten verwischt wirkt. Das Bild zeigt Zerstörung in einer scheinbar recht harmlosen, unbedeutenden Weise – doch trotzdem steckt darin auch Brutalität. Möglicherweise kann man in ihm auch Trauer um das Vergängliche erspüren.
Wie auch schon zuvor Tim Shaw bei The Court und Annette Messager bei Playing for Time, versuchte Peter Gabriel Cornelia Parker schon für Art From Us im Zusammenhang mit dem Album Us zu gewinnen aber dazu kam es damals aus nicht näher bekannten Gründen nicht.
Hintergrund Aufgenommen in Gabriels Real World Studios in Box, Wiltshire, im Beehive, im Copper House und in den British Grove Studios in London sind auf Four Kinds of Horses unter anderem Tony Levin an der Bassgitarre, David Rhodes an den Gitarren, Brian Eno an den Synthesizern und anderen elektronischen Instrumenten und das ständige New Blood Orchestra zu hören. Der Bright-Side Mix der Single wurde am fünften Vollmond des Jahres 2023 veröffentlicht, genannt Flower Moon. Gabriel kündigte bei der Veröffentlichung des Titels Panopticom an, dass weitere Bright-Side Mixe von Titeln des Albums von Mark „Spike“ Stent und weitere Dark-Side Mixe von Tchad Blake veröffentlicht werden. Der erste Mix wurde jeweils bei Vollmond und die weiteren bei Neumond veröffentlicht. Darüber hinaus wurden von allen Titeln In-Side Mixe in Dolby Atmos von Hans-Martin Buff angekündigt, die von ihm im Red Room der Real World Studios und seinem eigenen Tonstudio Aural Majority Pad in Boofland erstellt wurden. Diese können auf Apple Music, Amazon Music als auch der Audio-Blu-ray des Albums gehört werden. Als Stereo-Variante steht bzgl. der Streamingdienste der jeweilige Dark-Side Mix zur Verfügung.
Das am 24. Juni 2026 erschienene Lied Beyond the Brilliant Haze des sich ständig weiterentwickelnden Künstler-Kollaborationsprojektes Everything Is Recorded des britischen Musikproduzenten Richard Russell ist eine Fortsetzung der Zusammenarbeit zwischen Gabriel und Russell. Richard Russell lud bereits 2015 verschiedene Musiker ein, um an einem von seinen Projekten für ein Album mitzuarbeiten. Einer davon war Peter Gabriel. Dabei entstand eine erste Inkarnation des Anteils von Peter Gabriel, die bei Beyond the Brilliant Haze für den Refrain verwendet wurde. Dessen Liedtext wurde auch fast identisch in Four Kinds of Horses verwendet. Gabriels Anteile an der Komposition von Beyond the Brilliant Haze sind Teil der Ur-Version von Four Kinds of Horses von 2015, die er auch in dem Vollmond-Video zu diesem Lied erwähnt und die auch davon übernommen wurden.
Inhalt und Bedeutung In dem Liedtext des Songs geht es um die unheilvolle Überschneidung, die in Organisationen und Religionen zwischen Friedfertigkeit und Gewalt entstehen kann. Der Titel geht dabei auf das buddhistische Gleichnis von den vier Arten von Pferden, die für verschiedene Wege stehen, die einem Schüler für das spirituelle Lernen möglich sind, zurück. Im Liedtext wird dann noch ein fünfter Weg angedeutet – einer, der von sich meint, anders zu sein, jedoch auch nur alles bisherige wiederholt.
Über den Ursprung des Liedes sagte Gabriel:
Bandcamp Exclusives Für die Abonnenten des Kanals von Peter Gabriel bei dem Online-Musikdienst Bandcamp wurden zusätzlich zu den Bright-Side und den Dark-Side Mixen alternative Versionen der veröffentlichten Titel des Albums i/o auch zum Download zur Verfügung gestellt, wie auch Videoclips, die deutlich mehr in die Tiefe gehen als die Clips auf YouTube, die an jedem Vollmond regulär erscheinen (meistens an Neumond, manchmal später).
Four Kinds of Horses (Post Band Version) – 7:10 – Noch sehr rohe Post Band Version des Titels ohne Orchester und teilweise anderem Gesang. Manu Katché ist am Schlagzeug zu hören, allerdings findet sich sein Beitrag nicht auf der finalen Albumversion. Die Bandeinspielung hat schon stattgefunden, aber das Endarrangement fehlt noch.
Musikvideo Das Musikvideo zu Four Kinds of Horses wurde zu dem Bright-Side Mix im Rahmen der KI-Musikvideocreator-Plattform 50:50 am 5. Februar 2025 veröffentlicht. Das KI-generierte animierte Video wurde von Lam Son Do AKA Lamson, erstellt. Das Video ist laut Lamson eine Sammlung historischer Fragmente aus einer verlorenen Zeitlinie, die durch die vielen vergangenen Reinkarnationen einer einzigen Seele, des letzten Wesens auf der Erde, gesehen werden und schließlich zu dessen Erleuchtung führen.
Mitwirkende (Quelle:)
Liedproduktion Tchad Blake – Mixing (Dark-Side Mix) Hans-Martin Buff – Dolby-Atmos-Mixing (In-Side Mix), Electric-Bee-Effekt (nur In-Side-Mix) Dickie Chappell – Vorproduktion-Toningenieur Tom Coath – Assistenz-Orchester-Toningenieur Matt Colton – Mastering Faye Dolle – Assistenz-Toningenieurin Brian Eno – Synthesizer, Electric Worms, Programmierung, Rhythmus-Progressing John Foyle – zusätzlicher Toningenieur Melanie Gabriel – Begleitgesang Peter Gabriel – Gesang, Begleitgesang, Percussion, Synthesizer, Klavier, Produzent, Rhythmus-Programmierung Oli Jacobs – Klavier, Toningenieur, Rhythmus-Programmierung Lewis Jones – Orchester-Toningenieur Tony Levin – Bassgitarre Katie May – Toningenieurin, Rhythmus-Programmierung David Rhodes – E-Gitarre Richard Russell – Gefilterte Perkussion, Produzent Dom Shaw – Assistenz-Toningenieur Mark „Spike“ Stent – Mixing (Bright-Side Mix) Luie Stylianou – Assistenz-Orchester-Toningenieur
Orchesterproduktion Mitglieder des New Blood Orchestra: Orchester-Arrangements – John Metcalfe Geigen – Everton Nelson, Ian Humphries, Louisa Fuller, Charles Mutter, Cathy Thompson, Natalia Bonner, Richard George, Marianne Haynes, Martin Burgess, Clare Hayes, Debbie Widdup, Odile Ollagnon Bratschen – Bruce White, Fiona Bonds, Peter Lale, Rachel Roberts Celli – Ian Burdge, Chris Worsey, Caroline Dale, William Schofield, Tony Woollard, Chris Allan Kontrabass – Chris Laurence, Stacy Watton, Lucy Shaw Waldhorn – David Pyatt Tenorposaune / Euphonium – Andy Wood, Tracy Holloway Bassposaune – Richard Henry Tuba – David Powell Dirigent – John Metcalfe Konzertmeister – Everton Nelson Betreuer der Noten – Dave Foster Auftragnehmer des Orchesters – Lucy Whalley und Susie Gillis für Isobel Griffiths Ltd.
Unternehmen Aural Majority Pad – Tonstudio (Dolby Atmos Mix) The Beehive – Tonstudio Copper House – Tonstudio British Grove – Tonstudio (New Blood Orchestra) Metropolis Mastering – Mastering Real World Studios – Tonstudio
Siehe auch Liste der Lieder von Peter Gabriel
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
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