Der Heidenbrunnertalbach ist ein gut 4 Kilometer langer Bach im Pfälzerwald, der auf dem Gebiet der kreisfreien Stadt Neustadt an der Weinstraße verläuft und ein westlicher und rechter Zufluss des Speyerbachs ist.
Geographie Verlauf Der Heidenbrunnertalbach entspringt im Naturraum Mittleren Pfälzerwald in einem Mischwald des Neustadter Stadtwalds auf einer Höhe von am Ostfuß des hohen Überzwerchbergs.
Zunächst fließt er, rechts und links begleitet von zwei Wanderwegen, zwischen dem Berg Kaisergarten im Nordwesten und dem Hohen Berg Haide () im Südosten in nordöstlicher Richtung durch ein tiefes und bewaldetes Kerbtal. Er schlägt dann einen Bogen nach rechts und zwängt sich danach ostwärts durch das Heidenbrunnertal. Nach etwa einem halben Kilometer wendet er sich nach Nordosten und läuft in einem Bogen nördlich des hohen Hohbergs und südlich des hohen Schauerbergs an zwei Quellen vorbei.
Der Bach fließt nun wieder ostwärts am Waldarbeiterhaus vorbei, betritt dann den Naturraum Neustädter Gebirgsrand und erreicht gut einen halben Kilometer später das Naturfreundehaus HeidenbrunnertalNaturfreundehaus Heidenbrunnertal, an dem er knapp dreißig Meter südlich vorbeifließt. Er wird dort auf seiner rechten Seite vom Abfluss des Weigenandbrunnens gestärkt und bildet gleich danach einen kleinen Teich, an dessen Nordostrand die Karl Weigenand Quelle liegt. Ab dort wird er auf seiner linken Seite vom Heidenbrunnenweg begleitet. Er zieht dann am Nordfuß des Königsbergs entlang, auf dessen hohen Westgipfel sich ein Grabhügelfeld mit etwa 20 Einzelgräbern auf etwa 350 Meter Länge befindet und auf dessen hohen Ostgipfel sich Reste eines Ringwalles einer keltischen Befestigungsanlage befinden, und wird dabei auf seiner linken Seite vom Abfluss der Stenzelquelle gespeist.
Er fließt nun in Richtung Ostnordosten, erreicht südlich des hohen Stenzelbergs nach knapp einem halben Kilometer den Ostrand von Neustadt an der Weinstraße, wo er sogleich verdolt im Untergrund verschwindet und dann unterhalb der dort Siedlerstraße genannten K 4 läuft. Kurz danach fließt ihm auf seiner rechten Seite das Abflusswasser des Heidenbrunnens zu.
Der Heidenbrunnertalbach unterquert noch die B 39, die dort auch Talstraße heißt und mündet schließlich aus dem Westen kommend und unterirdisch verrohrt auf einer Höhe von von rechts in den dort aus dem Nordnordosten heranziehenden mittleren Speyerbach.
Der 4,1 km lange Lauf des Heidenbrunnertalbachs endet ungefähr 213 Höhenmeter unterhalb seiner Quelle, er hat somit ein mittleres Sohlgefälle von etwa 52 ‰.
Einzugsgebiet Das 5,533 km² große Einzugsgebiet des Heidenbrunnertalbachs liegt im Pfälzerwald und wird durch ihn über den Speyerbach und den Rhein zur Nordsee entwässert.
Es grenzt im Süden an das Einzugsgebiet des Kaltenbrunnertalbachs, der in den Speyerbach mündet; im Südwesten an das des Höllischtalbächleins, das ebenfalls in den Speyerbach mündet und ansonsten an das des Speyerbachs direkt.
Es ist fast vollständig bewaldet und die mit höchste Erhebung ist der Kaisergarten im Nordwesten des Einzugsgebiets.
Geologie Das Tal liegt im Unteren Buntsandstein (Schlossbergschichten) des Trias mit roten, lokal auch gebleichten groben bis feinen Sandgesteinen.Unterer Buntsandstein der Pfalz (Rehberg- und Schlossberg-Schichten) In den höheren Lagen dominieren Trifelsschichten mit kieseligen, violett- bis hellroten und mittel bis groben Sandgesteinen.Unterer Buntsandstein der Pfalz (Trifels-Schichten)Kartenviewer des Landesamts für Geologie und Bergbau
Natur und Umwelt Am Bach entlang erstreckt sich ein Biotop mit beidseitig einigermaßen naturnahem, gering beeinträchtigtem Ufergehölz. Die obere Baumschicht prägen Fichten, Schwarzerlen und Rotbuchen. In der Strauchschicht dominiert der Japanische Staudenknöterich und in der Krautschicht gedeihen die Winkel-Segge, der Breitblättrige Dorn- und der Wald-Frauenfarn.Objektreport Biotop BT-6614-0318-2007
Weblinks
Verlauf und Einzugsgebiet des Heidenbrunnertalbachs auf dem Verlauf des Heidenbrunnertalbachs auf dem Verlauf des Heidenbrunnertalbachs auf der Karte des Königreichs Bayern (1848)
Einzelnachweise
Kategorie:Gewässer im Pfälzerwald Kategorie:Gewässer in Neustadt an der Weinstraße