Gaj Oławski ( Goy) ist ein Dorf in Niederschlesien. Der Ort liegt in der Gmina Oława im Powiat Oławski in der polnischen Woiwodschaft Niederschlesien.
mini|Schloss Marschwitz – Zeichnung aus der Mitte des 18. Jahrhunderts mit dem Dorf Goy im Hintergrund
Geographie Geographische Lage Das Angerdorf Gaj Oławski liegt vier Kilometer südwestlich des Gemeindesitzes und der Kreisstadt Oława (Ohlau) und rund 32 Kilometer südöstlich der Woiwodschaftshauptstadt Breslau (Wrocław). Der Ort liegt in der Nizina Śląska (Schlesische Tiefebene) innerhalb der Równina Wrocławska (Breslauer Ebene).
Durch den Ort führen die Woiwodschaftsstraßen Droga wojewódzka 346 und Droga wojewódzka 396. Südlich des Dorfes befand sich bis in die 1970er Jahre die Bahnstrecke der Ohlauer Kleinbahn.
Nachbarorte Nachbarorte von Gaj Oławski sind im Westen Marszowice (Marschwitz), im Nordosten der Gemeindesitz Oława (Ohlau) und im Südosten Godzikowice (Rosenhain) und Jaczkowice (Jätzdorf).
Geschichte mini|Blick über den Ort mini|Dreifaltigkeitskirche Das Dorf wurde 1295 erstmals als Gallici erwähnt. 1358 erfolgte eine Erwähnung als Gayo villa.Geschichte des Dorfes - klauskunze.com
Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Goy zusammen mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen.
Nach der Neugliederung Preußens gehörte die Landgemeinde Goy ab 1815 zur Provinz Schlesien und war ab 1816 dem Landkreis Ohlau eingegliedert. 1874 wurde der Amtsbezirk Goy gegründet, welcher die Landgemeinden Goy, Marschwitz und Peltschütz und die Gutsbezirke Marschwitz und Peltschütz umfasste. Erster Amtsvorsteher war der Rittergutsbesitzer Pilz in Jätzdorf.Amtsbezirk Territorial Goy/Marschwitz 1885 zählte der Ort 358 Einwohner.AGOFF Kreis Ohlau
1933 zählte Goy 335, 1939 wiederum 270 Einwohner. Am 11. Januar 1937 wurde der Ortsname im Rahmen der ideologisch motivierten Germanisierung slawischstämmiger Ortsnamen in Göllnerhain geändert. Bis 1945 befand sich der Ort im Landkreis Ohlau.
Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel Goy wie fast ganz Schlesien 1945 an Polen, wurde zunächst in Gaje umbenannt und der Woiwodschaft Breslau angegliedert. Die deutsche Bevölkerung wurde, soweit sie nicht vorher geflohen war, weitgehend vertrieben. Die neu angesiedelten Bewohner waren zum Teil Heimatvertriebene aus Ostpolen. 1947 erfolgte die Umbenennung in Gaj Oławski. 1999 kam der Ort zum Powiat Oławski in der Woiwodschaft Niederschlesien.
Sehenswürdigkeiten Die römisch-katholische Dreifaltigkeitskirche (poln. Kościół Świętej Trójcy) wurde 1826–27 als protestantisches Gotteshaus von dem im Ort geborenen Breslauer Tuch-Kaufmann Johann Gottlieb Göllner errichtet.Webseite zu Göllnerhain abgerufen am 31. Dezember 2023 http://klauskunze.com/ohlau/orte/goellnerhain.htm 1945 wurde der Bau beschädigt und bis 1957 vereinfacht wieder aufgebaut.Geschichte Dreifaltigkeitskirche Goy (poln.)
Vereine Fußballverein LKS LOTOS Gaj Oławski
Söhne und Töchter des Ortes Hugo Kinzer (1874–1929), deutscher Architekt und kommunaler Baubeamter
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Einzelnachweise
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