mini|180px|Alice Verden (1916) Alice Verden (* 20. Januar 1885 in Breslau als Alice Brandes; † 31. Dezember 1956 in Bad Tölz; vereinzelt auch Alice Brandes-Verden oder Alice Verden-Herklotz) war eine deutsche Schauspielerin und Hörspielsprecherin.
Leben mini|180px|Alice Verden (1911/1912) Hofschauspielerin in Dresden Alice Verden wurde als Tochter des Opernsängers und Intendanten Georg Brandes geboren. Sie debütierte 1902 am Stadttheater in Hanau. Es folgte von 1904 bis 1906 ein Engagement nach Köln. Im Jahr 1906 wurde sie Ensemblemitglied am Staatstheater Dresden. Hier avancierte sie kurze Zeit später zur Königlich Sächsischen Hofschauspielerin. Nach Zerstörung ihrer Wohnung Anfang des Jahres 1945 durch Luftangriffe musste Alice Verden Dresden verlassen. Damit endete auch die fast vierzigjährige Tätigkeit am Staatstheater Dresden. In den Nachkriegsjahren spielte sie zunächst am Bayerischen Staatsschauspiel in München. Gastspiele führten sie im weiteren Verlauf nach Stuttgart, Basel, Luzern, Bern, Baden-Baden und ans Staatstheater in Wiesbaden.
Alice Verden begann ihre Filmlaufbahn im Jahr 1921 an der Seite von Erich Ponto mit einer Hauptrolle in dem Stummfilm Der Geiger von Meißen von Ferdinand Robert.Der Geiger von Meißen auf filmportal.de; abgerufen am 26. April 2023 Ab 1947 wirkte sie in einigen weiteren Filmproduktionen mit. Darunter befanden sich Zwischen gestern und morgen von Harald Braun mit Viktor de Kowa, Winnie Markus und Viktor StaalGlenzdorfs Internationales Film-Lexikon, Seite 1785 und 1949 die Adaption von Wolfgang Borcherts Bühnenstück Draußen vor der Tür mit dem Titel Liebe 47 von Wolfgang Liebeneiner mit Dieter Horn, Hilde Krahl und Karl John.
Sie war zudem auch als Hörspielsprecherin tätig, vielfach in Produktionen des Südwestfunks und des Süddeutschen Rundfunks.
Alice Verden arbeitete auch als Schauspiellehrerin. So unterrichtete sie in den 1920er-Jahren am Staatstheater Dresden die Schauspielerin Lotte Meyer.Kurzbiografie Lotte Meyer auf Sächsische Biografie online; abgerufen am 28. April 2023
Filmografie (Auswahl)
1921: Der Geiger von Meißen 1947: Zwischen gestern und morgen 1949: Liebe 47 1950: Kronjuwelen 1952: Heimatglocken 1952: Zwei Menschen 1953: Die Mühle im Schwarzwäldertal 1956: Pygmalion (Fernsehfilm) 1956: Die Fahrt ins Blaue (Fernsehfilm)
Hörspiele (Auswahl)
1947: Rolf Reißmann: Geister, Gänger und Gesichte (Gräfin) – Regie: Harald Braun – Radio München 1948: Oscar Wilde: Wie wichtig ist es, ernst zu sein – Regie: Helmut Brennicke – Radio München 1950: Thomas Stearns Eliot: Der Familientag (Amy) – Regie: Gert Westphal – Radio Bremen 1951: Christian Bock: Nachtgespräche (Oma) – Regie: Paul Land – Süddeutscher Rundfunk 1951: Georges Bernanos: Die begnadete Angst (Priorin) – Regie: Oskar Wälterlin – Bayerischer Rundfunk 1952: Gabriel Marcel: Zeichen des Kreuzes (Tante Lens) – Regie: Gert Westphal – Radio Bremen 1953: Johannes Allen: Adam lächelt (Mie, Adams Tante) – Regie: Peter Thomas – Hessischer Rundfunk 1953: Carlo Castelli: Die das Unmögliche lieben (Mutter) – Regie: Hermann Wenninger – Hessischer Rundfunk 1954: Wolfgang Hildesheimer: Das Ende kommt nie (Frau v. Goliath) – Regie: Walter Knaus – Süddeutscher Rundfunk 1954: Walter Oberer: Zwischenstation (Señora Lerono) – Regie: Gert Westphal – Nordwestdeutscher Rundfunk 1954: Fred von Hoerschelmann: – Caro (Zia) – Regie: Gerd Beermann – Südwestfunk 1954: Georges Simenon : – Die Ehe der Bébé Donge (Madame d'Onneville) – Regie: Ludwig Cremer – Südwestfunk 1954: Günter Eich: – Geh nicht nach El Kuwehd (Magd) – Regie: Karl Peter Biltz – Südwestfunk 1954: Hugo von Hofmannsthal: – Die Hochzeit der Sobeïde (Sobeïdens Mutter) – Regie: Friedrich-Carl Kobbe – Südwestfunk 1954: Mark Twain: Tom Sawyer (3 Teile) – Regie: Gerd Beermann – Südwestfunk 1954: Wolfgang Hildesheimer: Prinzessin Turandot (Liang, Sklavin) – Regie: Otto Kurth – Süddeutscher Rundfunk 1954: Aischylos: Orestie (Amme) – Regie: Gert Westphal – Südwestfunk 1954: Franz Werfel: – Das Lied von Bernadette (2. Teil) (Vauzous) – Regie: Otto Kurth – Südwestfunk 1955: Jean Anouilh: – Léocadia (Herzogin) – Regie: Paul Land – Süddeutscher Rundfunk 1955: Erwin Behrens: Neues aus Schilda (Folge: Schatzsuche) (Marquise de Bausset-Roquefort) – Regie: Kurt Meister – Nordwestdeutscher Rundfunk 1955: Friedrich Schiller: Der Parasit (Mme Belmont) – Ludwig Cremer – Südwestfunk 1955: Charles Morgan: Das Brennglas (Lady Terriford) – Ludwig Cremer – Nordwestdeutscher Rundfunk 1955: Fred von Hoerschelmann: Aufgabe von Siena (Ältere Dame) – Regie: Walter Knaus – Südwestfunk
Literatur Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs Internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 3: Peit–Zz. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1961, , S. 1785 Wilhelm Kosch, Ingrid Bigler-Marschall (Hrsg.): Deutsches Theaterlexikon. Band V, Uber – Weisbach, Berlin, Boston: De Gruyter, 2004, Seite 2769. ISBN 978-3-11-043709-6 (abgerufen über De Gruyter Online)
Weblinks
Kurzbiografie mit Bild auf cyranos.ch
Einzelnachweise
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