mini|Lage des Kreises Rheinbach (1905) miniatur|Ehemaliges Landratsamt in Rheinbach, heute Altes Rathaus (2011) Der Kreis Rheinbach war von 1816 bis 1932 ein Kreis im Regierungsbezirk Köln. Mit diesem gehörte er zunächst zur preußischen Provinz Jülich-Kleve-Berg und ab 1822 zur Rheinprovinz. Das ehemalige Kreisgebiet gehört heute zum Rhein-Sieg-Kreis und zum Kreis Euskirchen.
Verwaltungsgeschichte Der Kreis Rheinbach ging aus dem während der Zugehörigkeit zu Frankreich (1798 bis 1814) eingerichteten Kanton Rheinbach im Arrondissement Bonn im Département Rhin-et-Moselle hervor. Der Kreis war zunächst in die fünf Bürgermeistereien Adendorf, Kuchenheim, Münstereifel, Ollheim und Rheinbach gegliedert, die während der Franzosenzeit als Mairien gegründet worden waren.
Durch die Gemeindeordnung für die Rheinprovinz erhielten 1845 alle Orte, die einen eigenen Haushalt führten, den Status einer Gemeinde.Gemeindeordnung für die Rheinprovinz 1845, §1 Münstereifel erhielt 1856 die Rheinische Städteordnung, ebenso Rheinbach 1862. Beide Bürgermeistereien wurden in je eine Stadt- und Landbürgermeisterei aufgeteilt.Amtsblatt für den Regierungsbezirk Köln 1856, S. 353Amtsblatt für den Regierungsbezirk Köln 1862, S. 235 Der Kreis Rheinbach war seitdem wie folgt gegliedert: Bürgermeisterei Gemeinden (1865) Adendorf Adendorf, Altendorf, Arzdorf, Ersdorf, Fritzdorf, Lüftelberg, Meckenheim, Merl Kuchenheim Flamersheim, Großbüllesheim, Kirchheim, Kleinbüllesheim, Kuchenheim, Niederkastenholz, Palmersheim, Roitzheim, Schweinheim, Stotzheim, Weidesheim, Wüschheim Münstereifel-Stadt Münstereifel Münstereifel-Land Arloff, Effelsberg, Houverath, Iversheim, Mahlberg, Mutscheid, Rupperath, Schönau Ollheim Buschhoven, Esch, Essig, Heimerzheim, Ludendorf, Miel, Morenhoven, Müggenhausen, Odendorf, Ollheim, Straßfeld Rheinbach-Stadt Rheinbach Rheinbach-Land Flerzheim, Hilberath, Neukirchen, Niederdrees, Oberdrees, Queckenberg, Ramershoven, Todenfeld, Wormersdorf Das Gebiet des Kreises umfasste 1885 eine Fläche von 396,92 km². Wie in der gesamten Rheinprovinz wurden 1927 die Landbürgermeistereien des Kreises in Ämter überführt. Der Landkreis wurde zum 1. Oktober 1932 aufgelöst: Die Stadt Münstereifel, die Ämter Münstereifel-Land und Kuchenheim sowie die Gemeinden Müggenhausen, Straßfeld und Esch (das heutige Dom-Esch) aus dem Amt Ollheim, insgesamt 24 Gemeinden, kamen zum Kreis Euskirchen. Die Stadt Rheinbach, die Ämter Adendorf und Rheinbach-Land sowie das Amt Ollheim ohne die Gemeinden Müggenhausen, Straßfeld und Esch, insgesamt 26 Gemeinden, kamen zum Landkreis Bonn. Rechtsnachfolger des Kreises Rheinbach wurde der Landkreis Bonn.
Im Rahmen der kommunalen Neugliederung 1969 durch das Bonn-Gesetz wurden die zum Landkreis Bonn gelangten Gebiete sowie die Gemeinde Straßfeld in den Siegkreis eingegliedert, der seitdem Rhein-Sieg-Kreis heißt.
Einwohnerentwicklung
Jahr Einwohner 1816 21.947 1828 25.053 1871 31.299Gemeindelexikon für das Königreich Preußen 1885 1880 32.629 1900 32.448 1910 34.021 1925 36.755
Landräte Zeitraum Landrat 1816–1818 Joseph Jordans 1818–1819 Ferdinand Gammersbach (auftragsweise) 1819–1848 Carl von Imhoff 1848–1888 Gottfried Joseph Wolff 1889–1918 Rudolf von Groote 1918–1932 Friedrich Knoll
Weblinks
Einzelnachweise
Rheinbach Rheinbach Kategorie:Ehemaliges Verwaltungsgebiet (Rhein-Sieg-Kreis) Kategorie:Geschichte (Kreis Euskirchen) Rheinbach Kategorie:Aufgelöst 1932