mini|Moskauer Pokrowski-Oper 2011 Die Moskauer Staatliche Akademische Kammeroper (Московский государственный академический Камерный музыкальный театр имени Б. А. Покровского) ist ein seit 1972 bestehendes Musiktheater in Moskau. Das Opernensemble und das Opernhaus war auch unter der Bezeichnung „Pokrowski-Oper“ bekannt. 2018 wurde die Kammeroper ganz vom Bolschoi-Theater übernommen.
Geschichte
Das Musiktheater wurde 1971 von dem Regisseur Boris Alexandrowitsch Pokrowski gegründet. Sein Ziel war es, selten gezeigte, weniger bekannte und moderne Opern mit einem mobilen Kammerensemble zur Aufführung zu bringen. 1972 startete das Ensemble, zunächst ohne eigene Räumlichkeiten, unter der Leitung Pokrowskis mit der ersten Opernproduktion, Rodion Schtschedrins Nicht nur Liebe (Не только любовь), im Stanislawski- und Nemirowitsch-Dantschenko-Musiktheater.
Die Kammeroper bekam 1974 ein eigenes Domizil und spielte fortan in einem 200 Plätze fassenden Kellerraum eines Gebäudes nahe der U-Bahn-Station Sokol. Neben Pokrowski, dem Gründer und Chefregisseur, übernahm im selben Jahr der Dirigent Gennadi Roschdestwenski die musikalische Leitung der Kammeroper, die er bis 1985 innehatte. Die Produktion von Schostakowitschs Oper Die Nase am 12. September 1974 unter Pokrowski und Roschdestwenski, die erste Aufführung der Oper seit 1930,Biografie Boris Pokrovsky. In: Bolschoi-Theater (englisch) wurde zu einem vielbeachteten Erfolg, sie galt viele Jahre als „Visitenkarte“ der Moskauer Kammeroper.
1997 bezog die Kammeroper, inzwischen mit dem Status „akademisch“ ausgezeichnet, neue Räumlichkeiten im früheren Restaurant „Slawischer Basar“ an der Nikolskaja 17. 2009, nach dem Tod Pokrowskis, wurde das Musiktheater offiziell nach seinem Gründer und langjährigen Leiter benannt. Sein Nachfolger als Chefregisseur wurde Michail Kisljarow (2010–2017).Biografie Michail Kisljarow. In: Bolschoi-Theater (englisch) Als musikalischer Leiter amtierte erneut Gennadi Roschdestwenski (2012–2018).
2018 wurde die Moskauer Kammeroper vom Bolschoi-Theater übernommen und firmiert seither als Pokrowski-Kammerbühne.
Repertoire 18. November 2017 – Kalevi Aho: Frida y Diego 13. Juni 2017 – Gioachino Rossini: Il turco in Italia 8. März 2017 – Wolfgang Amadeus Mozart: La clemenza di Tito 17. Dezember 2016 – Christoph Willibald Gluck: Orfeo ed Euridice 1. Juli 2016 – Richard Strauss: Ariadne auf Naxos 15. April 2016 – Nikolai Rimski-Korsakow: Servilia 26. Juni 2013 – Carl Maria von Weber/Gustav Mahler: Die drei Pintos 15. Dezember 2012 – Pjotr Tschaikowski: Danilow 1. Oktober 2012 – Wladimir Kobekin: Cholstomer 6. Juni 2012 – Wladimir Rubin: Alices Album 29. Mai 2012 – Wladimir Kobekin: Capriccio in Schwarz und Weiß 25. November 2011 – Wolfgang Amadeus Mozart: Idomeneo 9. Oktober 2011 – Waleri Gawrilin: Russisches Notizbuch 20. September 2011 – Francis Poulenc: La voix humaine 8. September 2011 – Albert Lortzing: Zar und Zimmermann 17. Dezember 2010 – Igor Strawinsky: The Rake’s Progress 8. September 2010 – Giovanni Battista Pergolesi, Igor Strawinsky: Ein Vertrag für Pulcinella mit einem Orchester oder Außenseiter sind erlaubt 29. April 2010 – Nikolai Sidelnikow: Laufen 23. Januar 2010 – Wolfgang Amadeus Mozart: Don Giovanni 6. März 2009 – Wladimir Rebikow: Dworjanskoje Gnesdo 22. Mai 2009 – Georg Philipp Telemann: Pimpinone 22. Mai 2009 – Mikael Tariwerdijew: Erwartung 31. Oktober 2009 – Wolfgang Amadeus Mozart: Così fan tutte 4. Dezember 2009 – Sergei Cortes: Jubiläum, Der Bär 22. März 2008 – Tatjana Kamyschewa: Die Abenteuer von Cipollino 28. November 2008 – Pjotr Tschaikowski: Pantöffelchen 21. Dezember 2007 – Wladimir Daschkewitsch: Der Revisor 17. Februar 2006 – Schirwani Tschalajew: Bluthochzeit 24. März 2006 – Dmitri Schostakowitsch: Das goldene Zeitalter 28. Mai 2005 – Otto Nicolai: Die lustigen Weiber von Windsor 24. September 2004 – Wolfgang Amadeus Mozart: Die Zauberflöte 27. Januar 2002 – Giacomo Puccini: Il tabarro und Gianni Schicchi 3. November 2002 – Georg Friedrich Händel: Giulio Cesare 1. März 2001 – Wolfgang Amadeus Mozart: Le nozze di Figaro 14. Juni 2000 – Modest Mussorgski: Der Jahrmarkt von Sorotschinzy 3. Dezember 1989 – Sergei Prokofjew: Prokofieff für Kinder 17. Oktober 1998 – Claudio Monteverdi: L’incoronazione di Poppea 19. Dezember 1991 – Mieczysław Weinberg: Der Idiot (Kurzfassung) 30. Juni 1982 – Dimitri Rostowski: The Rostov Mystery 6. April 1979 – Benjamin Britten: Let’s Make an Opera 12. September 1974 – Dmitri Schostakowitsch: Die Nase
Einzelnachweise
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