rahmenlos|rechts|Wappen derer von Petzinger Petzinger, auch Petzingen, Petzlinger, PoetzlingerGustav Voit: Der Adel an der Pegnitz 1100 bis 1400, GFF, 1979, Kommissionsverlag Degener & Co., Neustadt an der Aisch, S. 151 ff. oder Poetzinger, ist ein altes nordgauischen Adelsgeschlecht, das sich im 16. Jahrhundert in Preußen und im 18. Jahrhundert auch in Kursachsen verbreitete.
Geschichte Die erste Nennung des Geschlechtes der Poetzlinger erfolgte 1298 durch Erwähnung der Brüder Heinrich I., Konrad I., Marquard, Eberhard I. und Otto I., die sich nach dem Ort Pötzling im Landkreis Nürnberg nannten.Hauptstaatsarchiv München, Urkunden der Reichsstadt Nürnberg. In: Gustav Voit: Der Adel an der Pegnitz 1100 bis 1400, GFF 1979, Kommissionsverlag Degener & Co., Neustadt an der Aisch, S. 25–30, 151ff. Konz (Konrad) Poetzinger († 1538), wurde 1510 markgräflicher Pfleger in Creußen, urkundlich genannt. Die Stammreihe beginnt mit Hans von Petzinger († 1564), Herr auf Pomedien, Kreis Wehlau und Poduren, Kreis Königsberg, Stallmeister Albrechts von Preußen und Amtshauptmann in Lochstedt.
Die Familie verfügte in Ostpreußen über umfassenden Gutsbesitz, so in Adlig Gurren (Kreis Angerburg, 20. Jh.), Banners (Kreis Mohrungen, 20. Jh.), Bonslack (Kreis Wehlau, 1727), Brostkasten (Kreis Friedland), Kirkenau, ein Vorwerk von PopehnenMeyers Gazetteer, 5. Auflage 1912/1913, S. 969., Hrsg. CompGen e.V. Berlin 2024. (Kreis Wehlau, 1727), Klein Klitten (Kreis Friedland, 1727–1806), Meludwiesen (Kreis Friedland), Minten (Kreis Friedland), Polenzhof (Kreis Friedland), Pomedien (–1752), Popowken (Kreis Heiligenbeil), Groß Schwaraunen (Friedland, 1820), Klein Stamm (Kreis Sensburg), Weitzdorf (Kreis Rastenburg, 1775–1784), Wenzken (Kreis Angerburg, 19. Jh.).Leopold Freiherr von Ledebur: Adelslexicon der Preußischen Monarchie. Band 2, Ludwig Rauh, Berlin 1856, S. 192. mini|Gutshaus Großzössen Ein Zweig des ostpreußischen Stammes breitete sich im 18. Jahrhundert nach Kursachsen aus.Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon. Band 7, Leipzig 1867, S. 114. Dort war Philippine Eleonore von Einsiedel geb. von Petzinger während der Vormundschaft ihrer beiden Söhne, Gutsverwalterin von Großzössen.Gustav Adolf Poenicke: Album der Rittergüter und Schlösser im Königreiche Sachsen. Band 1, Selbstverlag/Expedition, Leipzig 1860, S. 183–184. Hrsg. Wikisource.
Zahlreiche Söhne der Familie dienten als Offiziere in der preußischen Armee.
Wappen Das Wappen zeigt in Silber einen aufgerichteten roten Zirkel mit Gradbogen. Auf dem Helm mit rot-silbernen Decken ein silbern gestulpter roter Turnierhut, daraus wachsend ein silberner, mit fünf schwarzen Hahnenfedern besteckter Spickel (Säule), davor der Zirkel.
Literatur Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Alter Adel und Briefadel. 1922. Justus Perthes, Gotha 1921, S. 661–662.; Fortsetzungen: 1925, S. 683. f. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel. Teil B (Briefadel). 1932. Justus Perthes, Gotha 1931, S. 467 f. Siehe: FamilySearch (Kostenfrei). Marcelli Janecki (Red. zug.): Jahrbuch des Deutschen Adels, Band 3, Hrsg. Deutsche Adelsgenossenschaft. W. T. Bruer, Berlin 1899, S. 285–288. (Stammreihe). Hildegard Lullies: Die Nachkommen und deren Ehegatten von Selmar von Petzinger (1634–1901) und Emma von Petzinger geb. Lefèvre (1845–1927) auf Gut Adl. Gurren, Kreis Angerburg, Ostpreußen bis zum 31.12.1972, Berlin 1973.
Einzelnachweise
Kategorie:Fränkisches Adelsgeschlecht Kategorie:Preußisches Adelsgeschlecht Kategorie:Sächsisches Adelsgeschlecht Kategorie:Ersterwähnung 1510