mini|Römisch-Katholische Kirche St. Marien in Neustadt an der Orla Die römisch-katholische Pfarrkirche St. Marien steht in Neustadt an der Orla im thüringischen Saale-Orla-Kreis. Sie ist die Pfarrkirche der Pfarrei St. Marien Neustadt an der Orla im Dekanat Weimar des Bistums Erfurt. Sie trägt das Patrozinium der heiligen Maria Muttergottes.
Geschichte mini|Innenansicht mini|Altarraum mini|Innenraum, Blick zur Orgel Um das Jahr 1800 wurde in Neustadt eine katholische Kapelle eingerichtet und es fanden mehrmals im Jahr Gottesdienste statt. Rund hundert Jahre später, 1903 wurde die Kuratie Neustadt an der Orla errichtet und 1905 die Kirche St. Marien geweiht. 1906 wurde die katholische Schule eröffnet, die bis zur Schließung durch die Nationalsozialisten 1939 bestand. Durch die Fluchtbewegungen nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die Gemeindemitgliederzahl auf 3000. Zur selbständigen Pfarrei wurde Neustadt 1964.
Orgel Die Orgel der Kirche stand früher in der Schlosskapelle Kospoda; sie wurde etwa 1932 von M. Welte & Söhne in Freiburg im Breisgau gebaut. Nach Kriegsende 1945 fiel das Schloss unter die Bodenreform. 1950 gab es den Vorschlag von OBM Wiegand Helfenbein (Gotha), das ungenutzte Instrument umzusetzen. Das erfolgte im Frühjahr 1951, der Aufbau ab November 1951, die Einweihung am 27. Januar 1952. Die Orgel hatte 15 klingende Register (II+P / 15), Tastenumfang C – f″ bzw. C – f′, sechs Spielhilfen, Kegelladen, pneumatische Register- und Tastentraktur und war sehr zurückhaltend intoniert.
1975 fasste der Kirchenvorstand den Beschluss, die Orgelempore zu entfernen. Deswegen wurde am 10./12. November 1975 – nun von Hans Helfenbein – die Orgel abgebaut, die Pfeifen von sieben Registern für das künftige Instrument eingelagert und die restlichen Teile nach Gotha überführt. Die Liedbegleitung übernahm nun ein Harmonium. Ab 1980 erfolgte die konkrete Planung für die Nachfolgeorgel, der Aufbau (mit Unterstützung von Fritz Haßkarl aus Orlamünde) 1983–1985, Abnahme und Einweihung waren am 21. Juli 1985 durch KMD Wilhelm Kümpel aus Erfurt. Die Orgel hat 7 Register auf einem Manual und Pedal. Register- und Tontraktur sind mechanisch. Die Disposition lautet wie folgt:
Manual C–g3 Gedackt 8′ Prinzipal 4′ Blockflöte 4′ Oktave 2′ Sifflöte 1′ Zimbel III 1′ Pedal C–f1 Subbass 16′
Koppel: Man/P
Weblinks
Webpräsenz der Pfarrei St. Marien Neustadt an der Orla
Quellen Werner Ciopcia und Team: 100 Jahre Katholische Kirche St. Marien in Neustadt (Orla) 1905–2005. 2005. Pfarrer an der Marienkirche Neustadt (Orla). Chronik der Kuratie/Pfarrei, Band 2. S. 12 ff. (mit Fotos). Geschichte von Schloss Kospoda auf www.kospoda.de
Einzelnachweise
Kategorie:Kirchengebäude in Neustadt an der Orla Kategorie:Kulturdenkmal in Neustadt an der Orla Kategorie:Backsteinkirche Kategorie:Filialkirche des Bistums Erfurt Kategorie:Erbaut 1905 Kategorie:Kirchengebäude in Europa Kategorie:Disposition einer Orgel Kategorie:Marienkirche Kategorie:Neugotisches Bauwerk in Thüringen Kategorie:Neugotisches Kirchengebäude Kategorie:Backsteinbauwerk des Historismus