Die Schule am Weißen See ist eine Grundschule in der Amalienstraße 6 im Ortsteil Weißensee des Berliner Bezirks Pankow.
Geschichte Im Schulhaus wurde 1931 die erste weltliche Schule Weißensees eröffnet und unterrichtete als erste Schule im Bezirk Mädchen und Jungen in gemeinsamen Klassen. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 wurde die Schule aufgelöst, und es entstand die 10. Volksschule Weißensee. Während des Zweiten Weltkriegs diente die Schule als Lazarett und Krankenhaus.
Nach dem Ende des Krieges 1945 zog der Rat des Stadtbezirks Weißensee ein. Aus dieser Zeit stammen die noch heute zu erkennenden Parolen in weißer Frakturschrift auf der Schulfassade: „Für Einheit und gerechten Frieden!“ und „Das Besatzungsstatut muß fallen!“ Ab den 1950er Jahren teilte sich die Verwaltung das Gebäude wieder mit der Schule. Diese trug zunächst den Namen 1. Grundschule Weißensee. Nach der Reform des Schulwesens in der DDR im Jahr 1959 wurde sie zur 7. Polytechnischen Oberschule Weißensee. 1979 erhielt sie den Zusatznamen "Waldemar Schmidt" nach dem ehemaligen Polizeipräsidenten Ost-Berlins.Weißenseer Oberschule erhielt Ehrennamen. In: Berliner Zeitung, 3./4. Februar 1979, S. 8; online. Nach der Wiedervereinigung wurde aus der 7. Polytechnischen Oberschule die 17. Grundschule des Stadtbezirks Weißensee. Sie trägt seit 1994 den Namen „Grundschule am Weißen See“.
Das Gebäude in der Amalienstraße 6 wird seit Herbst 2018 denkmalsgerecht grundsaniert. Deshalb zog die gesamte Schule im Juni 2018 in ein Ausweichgebäude in der Falkenberger Straße 31. Ursprünglich sollten die Bauarbeiten im Sommer 2021 abgeschlossen sein. Nach Angaben des Bezirks haben "Lieferengpässe bei Baumaterialien, wetterbedingte Verzögerungen, krankheitsbedingte Ausfälle und Vandalismusschäden den Baufortschritt immer wieder gebremst. Hinzu kamen Probleme bei Ausschreibungen und Qualitätsmängel einzelner Fachfirmen". Nun sollen die Bauarbeiten nach acht Jahren im Frühjahr 2026 abgeschlossen sein, sodass die Schule an ihren ursprünglichen Standort zurückkehren kann.
Im Schuljahr 2025/26 hat die Schule 425 Schüler. Von ihnen haben 16,2 Prozent eine nichtdeutsche Herkunftssprache.
Gebäude mini|Lehrerwohnhaus (Standesamt) in der Amalienstraße 8
Architekt des im Stil der neuen Sachlichkeit gehaltenen Schulkomplexes war der Magistratsbaurat Reinhold Mittmann. Sämtliche Bauten sind mit dunkelroten Sommerfelder Klinkern und schmückende Teile mit roten Keramikplatten verkleidet. Das Schulensemble verfügt über eine Aula, eine zweistöckige Turnhalle mit Dachgarten, ein Lehrerwohnhaus und einen Schulgarten. Es steht unter Denkmalschutz.
Das ebenfalls verklinkerte Lehrerwohnhaus am südwestlichen Ende des Schulhofs steht diametral dem Hauptgebäude gegenüber. Das zweistöckige Gebäude mit seinen markanten weißen Fensterläden wurde zuletzt als Standesamt genutzt und hat die Adresse Amalienstraße 8.
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Einzelnachweise
Kategorie:Grundschule in Berlin Weissen See Kategorie:Baudenkmal in Berlin Kategorie:Bauwerk der Neuen Sachlichkeit in Berlin Kategorie:Erbaut in den 1930er Jahren Kategorie:Schule des Neuen Bauens Kategorie:Backsteinarchitektur Kategorie:Bildungseinrichtungsgründung 1931