Orlowskoje (, , ) ist ein verlassener Ort im Rajon Nesterow der russischen Oblast Kaliningrad.
Die Ortsstelle befindet sich an einer Nebenstraße zweieinhalb Kilometer nordwestlich von Sadowoje (Jentkutkampen/Burgkampen). Weitere fünf Kilometer im Nordwesten befindet sich Wesnowo (Kussen).
Geschichte mini|Der Gutsbezirk Kalbassen auf einem Messtischblatt von 1933 Calbassen wurde 1589 erstmals erwähnt.Kalbasai in der Mažosios Lietuvos enciklopedija (Große Litauische Enzyklopädie) Um 1780 war Calbassen ein königliches Amtsvorwerk im Amtsbezirk Brakupöhnen.Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, Volständige Topographie vom Litthauischen Cammer-Departement, S. 21. Nach der Einrichtung des Remontedepots in Brakupönen im Jahr 1836 war Calbassen dessen Vorwerk. Später nach einer Umorganisation unterstand Kalbassen als eigenes Remontedepot dem Remonteamt Brakupönen. 1874 wurde der Gutsbezirk Kalbassen in den neu gebildeten Amtsbezirk Kussen im Kreis Pillkallen eingegliedert.Rolf Jehke, Amtsbezirk Kussen 1938 wurde Kalbassen in Schwaighöfen umbenannt. 1940 wurde der Gutsbezirk auf eine neue Rechtsgrundlage gestellt,Gemäß der „Verordnung über gemeindefreie Grundstücke und Gutsbezirke vom 15. November 1938“ aus dem Amtsbezirk Kussen ausgegliedert und bildete nun einen eigenen Ortspolizeibezirk.
1945 kam der Ort in Folge des Zweiten Weltkrieges zur Sowjetunion. 1947 erhielt er den russischen Namen Orlowskoje und wurde gleichzeitig dem Dorfsowjet Sawetinski selski Sowet im Rajon Nesterow zugeordnet.Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 17 ноября 1947 г. «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad" vom 17. November 1947) Orlowskoje tauchte in der administrativ-territorialen Einteilung von 1988 nicht mehr aufАдминистративно-территориальное деление Калининградской области 1989 (Die administrativ-territoriale Einteilung der Oblast Kaliningrad 1989 (mit Stand von 1988), herausgegeben vom Sowjet der Oblast Kaliningrad) auf soldat.ru (rar-Datei) und wurde zuletzt nur noch als Scheune genutzt.Gemäß der sowjetischen Topographischen Karte 100k--n34-045 von 1987 1997 wurde der Ort aus dem Ortsregister gestrichen.Durch den Beschluss der Oblastduma vom 22. Mai 1997, Nr. 38 „Об упорядочении учета сельских населенных пунктов области“ (Über Regelungen der Erfassung der ländlichen Orte der Oblast)
Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1867Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung, I. Die Provinz Preussen, Berlin 1874 119 1871 118 1885Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, I. Provinz Ostpreußen, Berlin 1888 113 1905Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Heft 1, Provinz Ostpreußen, Berlin 1907 164 1910 204 1933Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I: Altreich und Land Österreich. Herausgegeben vom Statistischen Reichsamt, Vierte Auflage, 1939 174 1939 138
Kirche Kalbassen/Schwaighöfen gehörte zum evangelischen Kirchspiel Kussen.
Einzelnachweise
Kategorie:Wüstung in der Oblast Kaliningrad