Carmen Ranigler (* 17. August 1976 in Bozen) ist eine ehemalige italienische Snowboarderin. Sie nahm an zwei Olympischen Winterspielen und fünf Snowboard-Weltmeisterschaften teil.
Werdegang Ranigler nahm im Dezember 1995 in Sestriere erstmals am Snowboard-Weltcup der FIS teil, wobei sie den 17. Platz im Parallelslalom errang. In der Saison 1998/99 erreichte sie mit Platz zwei in Morzine ihre erste Podest- sowie Top-Zehn-Platzierung im Weltcup und wurde bei den Snowboard-Weltmeisterschaften 1999 in Berchtesgaden Zwölfte im Parallel-Riesenslalom, Achte im Snowboardcross, Sechste im Parallelslalom sowie Fünfte im Riesenslalom. In der folgenden Saison kam sie im Weltcup 16-mal unter die ersten Zehn und belegte damit den sechsten Platz im Gesamtweltcup sowie den zweiten Rang im Snowboardcross-Weltcup. Dabei errang sie zweimal den dritten sowie zweiten Platz und holte im Snowboardcross in Schönried ihren ersten Weltcupsieg. In der Saison 2000/01 erreichte sie bei 28 Teilnahmen im Weltcup 24-mal eine Top-Zehn-Platzierung. Dabei holte sie fünf Siege und errang zweimal den zweiten Platz. Beim Saisonhöhepunkt, den Snowboard-Weltmeisterschaften 2001 in Madonna di Campiglio, gewann sie die Bronzemedaille im Parallelslalom. Zudem wurde sie dort Elfte im Parallel-Riesenslalom, Neunte im Snowboardcross und Fünfte im Riesenslalom. Zum Saisonende gewann sie den Parallelslalom-Weltcup und errang den sechsten Platz im Snowboardcross-Weltcup, den fünften Platz im Riesenslalom-Weltcup sowie den zweiten Platz im Gesamtweltcup.
Nach Platz 17 im Parallel-Riesenslalom im Stoneham zu Beginn der Saison 2003/04, kam Ranigler im Weltcup fünfmal unter die ersten Zehn und errang damit den 18. Platz im Snowboardcross-Weltcup sowie den siebten Platz im Gesamtweltcup. In der Saison 2004/05 wurde sie Elfte im Parallel-Weltcup und Dritte im Snowboardcross-Weltcup. Dabei erreichte sie 13 Top-Zehn-Platzierungen, darunter je einen dritten und zweiten Platz. Beim Saisonhöhepunkt, den Snowboard-Weltmeisterschaften 2005 in Whistler, belegte sie den 16. Platz im Parallel-Riesenslalom, den 12. Rang im Parallelslalom und den fünften Platz im Snowboardcross. In der folgenden Saison errang sie mit sechs Top-Zehn-Ergebnissen, darunter Platz zwei im Parallelslalom in Sankt Petersburg den 16. Platz im Snowboardcross-Weltcup sowie jeweils den neunten Platz im Parallel-Weltcup und Gesamtweltcup. Bei ihrer ersten Teilnahmen an Olympischen Winterspielen im Februar 2006 in Turin belegte sie den 26. Platz im Parallel-Riesenslalom und den 18. Rang im Snowboardcross. In den folgenden Jahren erreichte sie meist Platzierungen außerhalb der ersten zehn. In der Saison 2007/08 kam sie mit Platz drei im Parallel-Riesenslalom in Limone Piemonte letztmals im Weltcup aufs Podest. Bei den Snowboard-Weltmeisterschaften 2007 in Arosa fuhr sie auf den 28. Platz im Parallelslalom sowie auf den sechsten Rang im Parallel-Riesenslalom und bei den Snowboard-Weltmeisterschaften 2009 in Gangwon auf den 22. Platz im Parallel-Riesenslalom sowie auf den 19. Rang im Parallelslalom. In ihrer letzten aktiven Saison 2009/10 belegte sie bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver den 25. Platz im Parallel-Riesenslalom und absolvierte in La Molina ihren 169. und damit letzten Weltcup, welchen sie auf dem 29. Platz im Parallel-Riesenslalom beendete.
Ranigler siegte bei italienischen Meisterschaften dreimal im Snowboardcross (2000, 2004, 2006), zweimal im Riesenslalom (2009, 2010) und je einmal im Parallel-Riesenslalom (2004) und Parallelslalom (2004).
Teilnahmen an Weltmeisterschaften und Olympischen Winterspielen Olympische Winterspiele 2006 Turin: 18. Platz Snowboardcross, 26. Platz Parallel-Riesenslalom 2010 Vancouver: 25. Platz Parallel-Riesenslalom
Snowboard-Weltmeisterschaften 1999 Berchtesgaden: 5. Platz Riesenslalom, 6. Platz Parallelslalom, 8. Platz Snowboardcross, 12. Platz Parallel-Riesenslalom 2001 Madonna di Campiglio: 3. Platz Parallelslalom, 5. Platz Riesenslalom, 9. Platz Snowboardcross, 11. Platz Parallel-Riesenslalom 2005 Whistler: 5. Platz Snowboardcross, 12. Platz Parallelslalom, 16. Platz Parallel-Riesenslalom 2007 Arosa: 6. Platz Parallel-Riesenslalom, 28. Platz Parallelslalom 2009 Gangwon: 19. Platz Parallelslalom, 22. Platz Parallel-Riesenslalom
Weltcupsiege und Weltcup-Gesamtplatzierungen Weltcupsiege Nr. Datum Ort Disziplin 1. 20. Januar 2000 Snowboardcross 2. 19. November 2000 Riesenslalom 3. 3. Februar 2001 Parallelslalom 4. 11. Februar 2001 Parallel-Riesenslalom 5. 14. März 2001 Parallel-Riesenslalom 6. 15. März 2001 Parallelslalom
Weltcup-Gesamtplatzierungen Saison Gesamt Parallel Parallel-Riesenslalom Parallelslalom Snowboardcross Riesenslalom Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz 1995/96 31 48. - - - - - - - - - - 1996/97 33 119. - - - - - - - - - - 1997/98 21 127. - - - - - - - - - - 1998/99 160 53. - - - - - - - - - - 1999/2000 854 6. 2060 14. 2060 14. - - 5220 2. - - 2000/01 1147 2. - - - - 8850 1. 3210 6. 1866 5. 2001/02 - - - - 1020 29. 1220 15. - - - - 2003/04 234 7. 1782 24. - - - - 1270 18. - - 2004/05 - - 2999 11. - - - - 3110 3. - - 2005/06 4216 9. 2576 9. - - - - 1640 16. - - 2006/07 1056 51. 1056 26. - - - - - - - - 2007/08 1460 45. 1460 22. - - - - - - - - 2008/09 677 83. 677 31. - - - - - - - - 2009/10 1188 47. 1188 22. - - - - - - - -
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