Alexei Leonidowitsch Rastorgujew (; geb. 29. März 1958 in Moskau, Sowjetunion (heute Russland); gest. 5. Oktober 2023) war ein russischer Kunsthistoriker, Doktor der Kunstgeschichte, außerordentlicher Professor und Sammler von griechischen Ikonen. Rastorgujew war spezialisiert auf die Kunst der Spätantike, die Kunst des westeuropäischen Mittelalters, byzantinische und postbyzantinische Ikonen, die Geschichte der christlichen Ikonografie, die Kunst der nördlichen Renaissance und die Kunst des 20. Zu seinen Forschungsinteressen gehörten die Kunst und Kultur des mittelalterlichen Europas und der Frührenaissance, zeitgenössische Kunstkritik und Fragen der Kulturwissenschaft.

Biografie 1980 schloss Rastorgujew sein Studium an der Fakultät für Geschichte und Kunsttheorie der Staatlichen Lomonossow-Universität Moskau ab und beendete 1984 sein Postgraduiertenstudium an der Abteilung für Allgemeine Kunstgeschichte. Seitdem war Rastorgujew dem Fachbereich treu geblieben, zunächst als Assistent und Nachwuchswissenschaftler, und seit 1991 als außerordentlicher Professor. Er unterrichtete „Einführung in die Kunstgeschichte“, „Die Kunst des westeuropäischen Mittelalters“, „Geschichte der christlichen Ikonografie“, „Die Kunst der nördlichen Renaissance von Dürer bis Bruegel“, „Künstlerische Probleme der Spätgotik“ und zahlreiche Spezialkurse und Sonderseminare. Rastorgujew sprach neben seiner Muttersprache Russisch fließend Englisch, Französisch, Deutsch, Italienisch und etwas Latein.

1984 verteidigte Rastorgujew seine Doktorarbeit . Sein Doktorvater war der Kunsthistoriker Wiktor Nikolajewitsch Graschtschenkow.

Rastorgujew war seit 2009 Mitglied der Assoziation der Kunsthistoriker (AIS, ), seit 2006 Mitglied der Moskauer Künstlervereinigung (), Abteilung für Kunstkritik, seit 1993 Mitglied der Internationalen Vereinigung Missing Art in Europe, seit 2011 Ehrenmitglied der Russischen Akademie der Künste ().

Rastorgujew war Kurator von Projekten und Ausstellungen: einer Ausstellung von Zeichnungen in der Bremer Sammlung (Moskau, 1993), einer Ausstellung von Zeichnungen Albrecht Altdorfers aus der Sammlung von Franz Koenigs (Rotterdam, Museum Boijmans Van Beuningen, 1995), einer Ausstellung von Stichen von Valentin Le Campion (Moskau, 2005) und der Galerie Peter der Große in Paris.

In den Jahren der Perestroika veröffentlichte er (unter Pseudonymen) in der Pariser Zeitschrift Le Grand Continent und in der Pariser Zeitung Русская Мысль. Später veröffentlichte er in der gleichen Zeitung unter seinem eigenen Namen.

Werke (Auswahl)

Dissertation

Dokumentarfilm

Алексей Расторгуев. «4 элемента Джузеппе Арчимбольдо». Телепрограмма-лекция из серии «История искусства». ИП Петросянц В.Е. по заказу ВГТРК. 2019 г. ГТРК «Культура». 19. Juni 2019. 50 min.

Weblinks

Einzelnachweise

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