Der Westfalenpokal 2023/24 war die 43. Austragung im Fußball-Westfalenpokal der Männer. Der Pokalsieger Arminia Bielefeld qualifizierte sich für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals 2024/25.

Höchstklassige Teilnehmer waren die Drittligisten Arminia Bielefeld, SC Verl und Preußen Münster. Der unterklassigste Teilnehmer war der 1. FC Kaan-Marienborn aus der Kreisliga C. Titelverteidiger war der Regionalligist FC Gütersloh.

Modus Der Westfalenpokal wurde im K.-o.-System ausgetragen. In jeder Runde bestritt jede Mannschaft ein Spiel. Endete ein Spiel nach 90 Minuten unentschieden, fiel die Entscheidung im Elfmeterschießen. Die Partien der ersten Runde und alle folgenden Paarungen (außer das Finale) wurden ausgelost. Bei den Spielen der ersten bis dritten Runde hatte stets die klassenniedrigere Mannschaft Heimrecht. In den weiteren Runden hätten lediglich die Kreisligamannschaften immer Heimrecht gehabt. Trafen zwei Mannschaften aus der gleichen Ligenebene gegeneinander, hatte die zuerst gezogene Mannschaft ein Heimspiel. Ein Tausch des Heimrechts war allerdings möglich. Ab dem Halbfinale wurden die Spielorte durch den Verband bestimmt. Das Konzept verschiedener Gruppen bei der Auslosung wurde im Vergleich zu den Vorjahren ausgeweitet. Vor Auslosung der ersten vier Runden wurden nach überwiegend regionalen Gesichtspunkten vier etwa gleich stark besetzte Gruppen zu je 16 Teams gebildet. Jeder dieser Gruppen ermittelten in vier K.-o.-Runden jeweils einen Halbfinalteilnehmer. Das Halbfinale wurde ohne Berücksichtigung der Gruppen oder anderer regionaler Kriterien ausgelost.

Teilnehmer Für den Westfalenpokalwettbewerb 2023/24 qualifizierten sich automatisch die westfälischen Vereine aus der 3. Liga und der Regionalliga West sowie die Absteiger aus der 2. Bundesliga. Dazu kamen die besten sechs teilnahmeberechtigten Mannschaften der Oberliga Westfalen, die Meister der beiden Staffeln der Westfalenliga, die Meister der vier Staffeln der Landesliga, die Meister der 13 Staffeln der Bezirksliga sowie die 29 Kreispokalsieger. Der verbleibende 64. Platz wurde an den Kreis Dortmund vergeben, der die meisten aktiv am Spielbetrieb der Kreisligen teilnehmenden Herrenmannschaften stellte. Qualifizierte sich ein Team sowohl über den Kreispokal als auch über die Liga, rückte der beste nicht bereits über die Liga qualifizierte Teilnehmer des Kreispokalwettbewerbs nach. Nicht teilnahmeberechtigt waren zweite Mannschaften.sinngemäß nach

Folgende Klubs waren qualifiziert:

Westfälische Absteiger aus der 2. Fußball-Bundesliga 2022/23 rahmenlos|23x23px Arminia Bielefeld Westfälische Mannschaften der 3. Liga 2022/23 Westfälische Mannschaften der Regionalliga West 2022/23 Die ersten sechs Mannschaften der Oberliga Westfalen 2022/23 rahmenlos|23x23px SC Verl rahmenlos|20x20px Preußen Münster (→ 3L) rahmenlos|23x23px SV Rödinghausen rahmenlos|20x20px 1. FC Kaan-Marienborn (→ KLC) rahmenlos|26x26px SV Lippstadt 08 rahmenlos|24x24px SC Wiedenbrück rahmenlos|25x25px Rot Weiss Ahlen SG Wattenscheid 09 (→ OL) rahmenlos|26x26px FC Gütersloh (→ RL) rahmenlos|20x20px Sportfreunde Lotte rahmenlos|22x22px TuS Bövinghausen rahmenlos|23x23px Westfalia Rhynern rahmenlos|20x20px ASC 09 Dortmund rahmenlos|20x20px TSV Victoria Clarholz Die Meister der Westfalenliga 2022/23 Die Meister der Landesliga 2022/23 Die Meister der Bezirksliga 2022/23 rahmenlos|20x20px SpVgg Erkenschwick (1) rahmenlos|24x24px Türkspor Dortmund (2) rahmenlos|24x24px Rot-Weiß Maaslingen (1) rahmenlos|24x24px SV Westfalia Soest (2) rahmenlos|24x24px SpVgg Horsthausen (3) rahmenlos|24x24px SG Bockum-Hövel (4) rahmenlos|24x24px SVKT 07 Minden (1) rahmenlos|24x24px FSC Rheda (2) rahmenlos|24x24px TSV Oerlinghausen (3) rahmenlos|24x24px TuS Sundern (4) rahmenlos|22x22px SV Ottfingen (5) rahmenlos|24x24px VfB Westhofen (6) rahmenlos|24x24px SF Ostinghausen (7) rahmenlos|24x24px TuS Hannibal Dortmund (8) rahmenlos|24x24px Vestia Disteln (9) rahmenlos|24x24px FC Altenbochum (10) rahmenlos|24x24px Vorwärts Epe (11) rahmenlos|20x20px Ibbenbürener Spvg (12) rahmenlos|24x24px SuS Westenholz (13) Die Kreispokalsieger der Saison 2022/23 Ahaus/Coesfeld rahmenlos|25x25px SpVgg Vreden (OL) Arnsberg rahmenlos|20x20px SC Neheim (WL) Beckum rahmenlos|24x24px ASK Ahlen (BL) Bielefeld rahmenlos|23x23px Spvg Steinhagen (LL → BL) Bochum rahmenlos|24x24px SV Bommern (KLA → BL) Detmold rahmenlos|24x24px Post TSV Detmold (LL) Dortmund rahmenlos|20x20px Hombrucher SV (LL → WL) rahmenlos|24x24px Eving Selimiye Spor (BL) Gelsenkirchen rahmenlos|24x24px YEG Hassel (WL → LL) Gütersloh rahmenlos|24x24px FC Kaunitz (LL) Hagen rahmenlos|24x24px SpVg Hagen 11 (LL) Herford rahmenlos|24x24px SG FA Herringhausen/Eickum (BL) Herne rahmenlos|24x24px SV Wanne 11 (LL) Hochsauerland rahmenlos|24x24px RW Erlinghausen (LL) Höxter rahmenlos|22x22px SpVg Brakel (LL → BL) Iserlohn rahmenlos|24x24px BSV Menden (LL) Lemgo rahmenlos|24x24px TuS Lipperreihe (BL) Lippstadt rahmenlos|24x24px DJK SpVg Mellrich (KLA) Lübbecke rahmenlos|24x24px TuS Tengern (LL) Lüdenscheid rahmenlos|27x27px RSV Meinerzhagen (WL) Minden rahmenlos|24x24px FC Bad Oeynhausen (LL) Münster rahmenlos|24x24px Borussia Münster (BL → LL) Olpe rahmenlos|22x22px SG Finnentrop/Bamenohl (OL) Paderborn rahmenlos|20x20px Delbrücker SC (OL → WL) Recklinghausen rahmenlos|24x24px BWW Langenbochum (LL) Siegen-Wittgenstein rahmenlos|24x24px Fortuna Freudenberg (BL) Soest rahmenlos|24x24px VfJ Lippborg (KLB) Steinfurt rahmenlos|24x24px SV Mesum (WL) Tecklenburg rahmenlos|24x24px Cheruskia Laggenbeck (KLA) Unna-Hamm rahmenlos|24x24px SVE Heessen (BL) Abkürzungen: 3L= 3. Liga, RL = Regionalliga, OL = Oberliga, WL = Westfalenliga, LL = Landesliga, BL = Bezirksliga, KLA = Kreisliga A, KLB = Kreisliga B, KLC = Kreisliga C

Gruppen Vor der Auslosung wurden nach überwiegend regionalen Kriterien die vier im Folgenden aufgezählten Gruppen mit etwa gleicher Spielstärke gebildet. In den Partien bis einschließlich Viertelfinale konnten ausschließlich Teams jeweils einer Gruppe aufeinandertreffen.

Gruppe 1 Gruppe 2 Gruppe 3 Gruppe 4 Preußen Münster (3L) SC Verl (3L) SV Lippstadt 08 (RL)Arminia Bielefeld (3L)Rot Weiss Ahlen (RL)SC Wiedenbrück (RL)FC Gütersloh (RL)SV Rödinghausen (RL)SpVgg Erkenschwick (OL)SG Wattenscheid 09 (OL)SG Finnentrop/Bamenohl (OL)TSV Victoria Clarholz (OL)SpVgg Vreden (OL)ASC 09 Dortmund (OL)RSV Meinerzhagen (WL)Delbrücker SC (WL)Westfalia Rhynern (OL)TuS Bövinghausen (OL)SC Neheim (WL)SC Rot-Weiß Maaslingen (WL)Sportfreunde Lotte (OL)Türkspor Dortmund (OL)SV Westfalia Soest (WL)SuS Westenholz (LL)SG Bockum-Hövel (WL)SpVgg Horsthausen (WL)SV Ottfingen (LL)FC Bad Oeynhausen (LL)SV Mesum (WL)Hombrucher SV (WL)BSV Menden (LL)TSV Oerlinghausen (LL)Vestia Disteln (LL)SV Wanne 11 (LL)SF Ostinghausen (LL)Post TSV Detmold (LL)Borussia Münster (LL)FC Altenbochum (LL)RW Erlinghausen (LL)FSC Rheda (LL)Ibbenbürener Spvg (LL)VfB Westhoven (LL)TuS Sundern (LL)SVKT 07 Minden (LL)BW Westfalia Langenbochum (LL)SpVg Hagen (LL)FC Kaunitz (LL)TuS Tengern (LL)Vorwärts Epe (LL)TuS Hannibal Dortmund (LL)SV Fortuna Freudenberg (BL)Spvg Steinhagen (BL)ASK Ahlen (BL)YEG Hassel (LL)DJK SpVg Mellrich (KLA)Frisch Auf Herringhausen (BL)SVE Heessen (BL)Eving Selimiye Spor (BL)VfJ Lippborg (KLB)TuS Lipperreihe (BL)Cheruskia Laggenbeck (KLA)SV Bommern 05 (BL)1. FC Kaan-Marienborn (KLC)Spvg Brakel (BL)

FarblegendeAusgeschieden in:1. Runde2. RundeAchtelfinaleViertelfinaleHalbfinaleFinale

1. Runde Die 1. Runde wurde zwischen dem und dem ausgetragen. Die 1. Runde und die weiteren Partien bis einschließlich Viertelfinale wurden am im SportCentrum Kaiserau ausgelost. Vor der Auslosung wurden nach überwiegend regionalen Kriterien vier Gruppen gebildet. In den Partien bis einschließlich Viertelfinale können ausschließlich Teams jeweils einer Gruppe aufeinandertreffen. Die klassenniedrigere Mannschaft hatte Heimrecht.

Es gab nur wenige Siege klassenniedrigerer Teams. Zwei Bezirksligisten konnten Landesligisten besiegen. Ein Westfalenligist konnten einen Oberligisten ausschalten. Einzige größere Überraschung war der Sieg des Landesligaaufsteigers Vestia Disteln über den Oberligisten Sportfreunde Lotte. Bemerkenswert war trotz des großen Klassenunterschiedes der 32:0-Auswärtssieg des Regionalligisten FC Gütersloh beim C-Kreisligisten 1. FC Kaan-Marienborn. Der Gütersloher Grigorijs Degtjarevs erzielte in diesem Spiel neun Tore. In diesem Spiel wurde Degtjarevs zum Torschützenkönig dieser Austragung des Pokalwettbewerbs.

Gruppe 1

Gruppe 2

Gruppe 3

Gruppe 4

2. Runde Die 2. Runde sollte laut Rahmenterminplan zwischen dem und dem ausgetragen werden, konnte aber erst am abgeschlossen werden. Die 2. Runde und die weiteren Partien bis einschließlich Viertelfinale wurden am im SportCentrum Kaiserau ausgelost; die zur Auslosung der 1. Runde gebildeten vier Gruppen wurden bei der Auslosung der 2. Runde weiter berücksichtigt. Die klassenniedrigere Mannschaft hatte Heimrecht.

Einzige größere Überraschung war der Sieg des Bezirksligisten Spvg Steinhagen über den Westfalenligisten Delbrücker SC.

Wie im Vorjahr schied Regionalligist Rot Weiss Ahlen erneut nach Elfmeterschießen gegen den Oberligaaufsteiger SpVgg Erkenschwick aus; in Gruppe 1 war Drittligist Preußen Münster daher als einziges verbliebenes Profiteam Favorit auf den „Gruppensieg“.

In einem „vorgezogenem Gruppenfinale“ zwischen den Regionalligisten SV Lippstadt und Titelverteidiger FC Gütersloh konnte sich Lippstadt durchsetzen und war als nunmehr klassenhöchste Mannschaft in Gruppe 3 Favorit auf den „Gruppensieg“.

Gruppe 1

Gruppe 2

Gruppe 3

Gruppe 4

Achtelfinale Das Achtelfinale sollte laut Rahmenterminplan zwischen dem und dem ausgetragen werden, konnte aber erst am beendet werden. Das Achtelfinale und die weiteren Partien bis einschließlich Viertelfinale wurden am im SportCentrum Kaiserau ausgelost; die zur Auslosung der 1. und 2. Runde gebildeten vier Gruppen wurden bei der Auslosung des Achtelfinales weiter berücksichtigt. Die klassenniedrigere Mannschaft hatte Heimrecht.

In Gruppe 2 konnte der Drittligist Verl in einem „vorgezogenen Gruppenfinale“ den Regionalligisten SC Wiedenbrück besiegen und war daher als einziges verbliebenes Profiteam Favorit auf den Gruppensieg.

Gruppe 1

Gruppe 2

Gruppe 3

Gruppe 4

Viertelfinale Die Austragung der Viertelfinale bzw. „Gruppenfinale“ war zwischen dem und dem geplant. Das letzte Viertelfinale konnte aber erst im ausgetragen werden. Die zur Auslosung der ersten drei Runden gebildeten vier Gruppen wurden bei der Auslosung des Viertelfinales weiter berücksichtigt. Das Heimrecht wurde am im SportCentrum Kaiserau zugelost.

Zu einem „echten“ Gruppenfinale kam es in Gruppe 4: im Duell der beiden klassenhöchsten Teams der Gruppe konnte Drittligist Arminia Bielefeld den Regionalligisten SV Rödinghausen deutlich mit 4:0 besiegen.

Halbfinale Die Halbfinale wurden am und am ausgetragen werden. Die beiden Halbfinalpaarungen wurden am im SportCentrum Kaiserau ausgelost; die zur Auslosung der vorigen Runden gebildeten vier Gruppen wurden bei der Auslosung des Halbfinales nicht berücksichtigt.

Das erste Halbfinale zwischen Arminia Bielefeld und Preußen Münster war eine Neuauflage des Finales von 2012, das bisher den Rekord als bestbesuchtes Spiel des Westfalenpokals in seiner modernen Form hielt. Vor der neuen Rekordzuschauerzahl von 18.173 Zuschauern konnte Bielefeld Münster im Elfmeterschießen bezwingen. Als erstes Spiel des diesjährigen Westfalenpokals übertrug das WDR Fernsehen das Spiel von der Alm live.

Finale Das Finale zwischen den beiden ostwestfälischen Drittligisten DSC Arminia Bielefeld und SC Verl wurde am im Rahmen des Finaltags der Amateure auf der Alm in Bielefeld ausgetragen.