August Kersten (* 23. August 1854 in Benkendorf; † 27. Januar 1914 in Minden; vollständiger Name: Johannes August Kersten) war ein deutscher Architekt des Historismus und zeitweise kommunaler Baubeamter.
Nach dem Besuch der Baugewerkschule Holzminden studierte Kersten ab 1876 an der Polytechnischen Schule Hannover unter Conrad Wilhelm Hase Architektur. Von 1892 bis 1910 arbeitete er als Stadtbaumeister in der Stadtverwaltung von Minden, anschließend bis zu seinem Tod 1914 dort als freier Architekt. In seinen frühen Bauten blieb Kersten der Neugotik der Hannoverschen Architekturschule verpflichtet, während er später den Stil der Neorenaissance bevorzugte.
Bauten (Auswahl) 1889–1891: Umbau und Restaurierung der Kirche St. Martini in Minden 1889–1891: Wohnanlage des Spar- und Bauvereins Hannover in Hannover, Lister Straße / Franz-Bork-Straße / Waldstraße 1890–1892: Erweiterung und Turmbau der Laurentiuskirche in Rehme 1893: Erweiterung und Turmbau der Kirche St. Peter und Paul in Dankersen 1893–1895: Neubau der Evangelischen Kirche Lahde 1905: Kapelle auf dem Mindener Nordfriedhof 1906–1908: Stadttheater (in Zusammenarbeit mit Paul Kanold)Zentralblatt der Bauverwaltung, 27. Jahrgang 1907, Nr. 53, S. 349–351. 1910: Altes Kreishaus des Kreises Minden (in Zusammenarbeit mit Paul Kanold)Zentralblatt der Bauverwaltung, 30. Jahrgang 1910, Nr. 51, S. 337–340. 1911–1912: Wohnungsbau für den Beamten-Wohnungsverein für Hannover und Umgegend in Minden, Bismarckstraße / Hardenbergstraße / Moltkestraße
Einzelnachweise
Weblinks werkbiografische Angaben in der Datenbank Architekten und Künstler mit direktem Bezug zu Conrad Wilhelm Hase (1818–1902), bearbeitet von Reinhard Glaß, zuletzt abgerufen am 11. Mai 2023
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