mini|Gasthausbrauerei Felsenkeller mini|Bierangebot des Felsenkellers Die Gasthausbrauerei Felsenkeller GmbH in der Humboldtstraße 37 ist eine Gasthausbrauerei in Weimar.

Geschichte Sie gehörte ursprünglich seit 1797 der Stadt und ging durch Verkauf an den Apoldaer Brauereibesitzer Johann Ludwig Deinhardt (1833–1900)Zur Brauereifamilie Deinhardt: Martin Wagner, Therese Reinhardt: Die Stadtbrauerei Deinhardt Weimar im Wandel der Zeit: eine Firmen- und Familienchronik : Erinnerungen von Therese, Verlag Martin Wagner, Weimar 2009. am 22. August 1875 in Familienbesitz über. Seit 1792 existieren die Gewölbe. Johann Ludwig Deinhardt erwarb neben der Stadtbrauerei Deinhardt zugleich die vor der Stadt liegenden Felsenkeller, wo das Bier gelagert und in kleineren Mengen auch gebraut wurde.Homepage der Brauerei

Der Felsenkeller wurde 1841 technisch ausgebaut und modernisiert. Im selben Jahr wurde ein Teil des Hauptgebäudes nach den Entwürfen vom Baumeister Clemens Wenzeslaus Coudray errichtet und dieses bis 1885 erweitert. Ehringsdorfer Travertin wurde als Baumaterial verwendet. Die Gasthausbrauerei Felsenkeller ist ein auf der Liste der Einzelkulturdenkmale in Weimar verzeichnetes Kulturdenkmal.

Ab den 1850er Jahren entwickelte sich der Ort immer mehr zur Gastwirtschaft, da die Weimarer Bürger direkt im Felsenkeller fertiges Bier abholen konnten, aber etwas davon auch vor Ort trinken und den schönen Blick über die Stadt Weimar genießen wollten. 1852 wurde die erste Konzession zum Betrieb einer Sommerwirtschaft auf dem Felsenkeller erteilt.

Die Gastwirtschaft mit Biergarten auf dem Felsenkeller war bis in die 1940er Jahre ein beliebtes Ausflugsziel. 1954 wurde die Familie Deinhardt enteignet, als Grund wurden angebliche Wirtschaftsverbrechen angegeben. Ein Teil der Räumlichkeiten wurden anschließend von der VEB Limona Weimar und der VEB Sektkellerei Weimar zur Getränkeherstellung benutzt. In den Räumen der heutigen Gasthausbrauerei befand sich bis 1986 ein Kindergarten und eine Kinderkrippe. Im Jahre 1988 wurde mit der Umgestaltung zur 1. Gasthausbrauerei Ostdeutschlands begonnen. Die Eröffnung erfolgte dann am 27. Dezember 1990.

Das Anwesen wurde Ende 1991 an den Enkel von Fritz Deinhardt (1895–1970), Gerd Hilbert (1940– ) zurückgegeben und die Enteignung von einem Erfurter Gericht aufgehoben.Artikel Brauereien, in: Gitta Günther, Wolfram Huschke, Walter Steiner (Hrsg.): Weimar. Lexikon zur Stadtgeschichte. Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1998, S. 52. Die Brauerei führt seit 1994 wieder die Marke Deinhardt Bräu.

Heute Ausgeschenkt werden die Sorten Pilsner, Schwarzbier, Weizenbier und je nach Saison Märzen, Maibock, Sommerbier, Mehrkornbier, Kartoffeltrunk, Bockbier, Weihnachtsbier und Winterbier. Es befindet sich eine Brauanlage mit zwei Sudkesseln mitten im Gastraum. Das hausgebraute Bier wird in den Felsenkellern unter bzw. hinter dem Gebäude vergoren, gelagert und abgefüllt. Das Bier bleibt bis zum Verkauf naturbelassen. Gebraut wird nach dem Deutschen Reinheitsgebot von 1516.

Das Restaurant der Gasthausbrauerei Felsenkeller bietet Platz für 140 Personen in zwei Gasträumen (Sudhaus und Wintergarten). Zusätzlich ist ein Freisitz mit 60 Sitzplätzen vorhanden.

Weblinks Homepage der Brauerei

Einzelnachweise

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