mini|Kommunen im Donnersbergkreis

Die Liste von Bergwerken im Donnersbergkreis umfasst Bergwerke im Donnersbergkreis, Rheinland-Pfalz.

Liste

Verbandsgemeinde Eisenberg (Pfalz)

Name Ortsgemeinde Anmerkungen Beginn Ende Lage Bild Abendthal Eisenberg Ton; 1954 aufgefahren, noch aktiv (Betreiber: Sibelco), Teufe 67 m 1954 Eisenberger Klebsandwerke Eisenberg KlebsandU. Böhler, M. Böttger, W. Smykatz-Kloss, J.-F. Wagner: Exkursion zu Tonvorkommen im Oberrheingraben. In: K. A. Czurda, J.-F. Wagner (Herausgeber): Tone in der Umwelttechnik (= Schriftenreihe Angewandte Geologie). Universität Karlsruhe, 1988, S. 315, Digitalisat (PDF; 8,0 MB), abgerufen am 24. September 2014. Gruben bei Eisenberg Eisenberg Eisen; umfangreichste Eisengewinnung in römischer Zeit; Beginn im 1. Jahrhundert n. Chr.; Verhüttungsschlacken erreichen teilweise eine Mächtigkeit von 4 mWalling, 1977, S. 28 f. 1. Jh. (ca.) Gruben bei Eisenberg Eisenberg Eisen; im Umfeld des spätrömischen Burgus, Eisenschlacke und Reste von SchmelzöfenWalling, 1977, S. 35. (ca.) Gruben bei Eisenberg Eisenberg Eisen; im Gewann Bems; umfangreiche Schlackereste und römische Bauwerksreste (ca.) Gruben bei Kerzenheim Kerzenheim Eisen; zwei große EisenschlackehügelSprater, 1929, S. 94.; durch Keramikreste auf spätrömische Zeit datiertWalling, 1977, S. 38 f. Gruben und Verhüttung Ramsen Ramsen Eisen; mind. 18 große Schlackehügel aus dem 1. Jahrhundert; spätrömischSprater 1926, S. 7 ff.; (6 Plätze westl. Bockbach, 3 östl.) Reindl-Stollen Eisenberg Ton; 1957 aufgefahren, 1968 stillgelegtU. Böhler, M. Böttger, W. Smykatz-Kloss, J.-F. Wagner: Exkursion zu Tonvorkommen im Oberrheingraben. In: K. A. Czurda, J.-F. Wagner (Herausgeber): Tone in der Umwelttechnik (= Schriftenreihe Angewandte Geologie). Universität Karlsruhe, 1988, S. 314, Digitalisat (PDF; 8,0 MB), abgerufen am 24. September 2014., bis 1997 Besucherbergwerk; anschließend reaktiviert als Grube Doris im Tagebau, abgerufen am 24. September 2014. 1957 1868 Riegelstein Eisenberg Ton; 1920 begonnen, 1996 stillgelegt; 600 m Stollen, Teufe ca. 60 m; heute Bergwerksmuseum, abgerufen am 24. September 2014., siehe auch Erlebniswelt Erdekaut 1920 1996 Tongruben Eisenberger Becken Ton; über- und untertägiger Abbau im Eisenberger Becken/Hettenleidelheimer Revier; vom 19. Jahrhundert bis heute; wegen seiner Eigenschaften international gehandelt, um 1880 existierten 129 Tongruben in der Region., abgerufen am 24. September 2014. 19. Jh.

Verbandsgemeinde Göllheim

Name Ortsgemeinde Anmerkungen Beginn Ende Lage Bild Gruben bei Göllheim Göllheim Kupfer, flözartige Erzschichten im Rotliegenden, zwischen 1915 und 1917 wurden hier mehr als zwölf bis zu 26 m tiefe runde Schächte untersucht, die tatsächliche Anzahl ist deutlich höher; Abbau aus römischer Zeit (2. und 3. Jahrhundert n. Chr.); zudem einige enge Stollen und Reste einer römischen Anlage zur Entschwefelung und Röstung der Erze.Walling, 1977, S. 21 f. 3. Jh. 1917 Tagebaue bei Göllheim Göllheim Kupfer; im Gewann An den Kupferlöchern; Mischung aus Einzelschächten und größerflächiger Tagebautätigkeit bis 5 m Teufe aus römischer ZeitFriedrich Sprater: Die pfälzischen Industrien in vor- und frühgeschichtlicher Zeit (= Heimatkundliche Veröffentlichungen des Historischen Museums der Pfalz). Neustadt 1926, S. 99 ff.; in den 1950er Jahren wurde das Gebiet planiert und dabei die meisten Bergbauzeugen vernichtet. 2. Jh.?

Verbandsgemeinde Kirchheimbolanden

Name Ortsgemeinde Anmerkungen Beginn Ende Lage Bild Daimbacher Hof Mörsfeld Quecksilber Grube bei Marienthal Dannenfels, Marienthal Kupfer; etliche Schachtpingen, schwache Vererzung im RhyolithWalling, 1977, S. 21. Jeremiasgrube Kriegsfeld Quecksilber; vermessen am 30.07.1776; nördlich an Spitzenberg angrenzendes 200 × 100 Lachter großes Grubenfeld; auch als Neuer Spitzenberg bekannt 1783-03-30 Mörsfelder Altes Werk Mörsfeld Quecksilber; beim Daimbacher Hof; 1790 in Zubuße; 1790 4 Arbeiter[Technologisches Magazin, Band 1, 1790, Churpfälzische Bergwerkstabelle vom 1. Quartal 1790] 1773 (vor) Spitzenberg Kriegsfeld Quecksilber; Halden und Stollen am Spitzenberg; Betriebsperioden: 15. Jh., 1706–98; 1790 in Zubuße; 1790 6 ArbeiterAdolph Emich Ludolph: Churfürstlicher Pfalz am Rhein Bergwerks-Vermes, Buch 1773 bis Ende 1790M. Kozion & W. Hofmeister: Überblick über die Geschichte und den Forschungsstand in Bezug auf den Bergbau im Pfälzer Quecksilberdreieck, Schwermetalle in der Umwelt - Sachstandsberichte aus der aktuellen Forschung, Gerald und Melitta Martin-Stiftung des Naturhistorischen Museums und der Landessammlung für Naturkunde Rheinland Pfalz, Mainz, 1997 15. Jh. 1798

Verbandsgemeinde Nordpfälzer Land

Quecksilberabbau in Münsterappel begann bereits 1472. Bei Stahlberg und den angrenzenden Gebieten wurde bereits ab dem frühen 16. Jahrhundert Quecksilber-Erze abgebaut.

Name Ortsgemeinde Bemerkung Beginn Ende Lage Bild Bergmannsherz Stahlberg Quecksilber, überwiegend Zinnober; basierend auf früheren Gruben wurde Bergmannsherz im zweiten Viertel des 18. Jahrhunderts erneut angefahren und war auch während der letzten Betriebsperiode am Stahlberg 1934 bis 1942 aktiv; die drei Gruben Erzengel Michael, St. Philipp und Bergmannsherz waren die größten und ausbeutestärksten Gruben am Stahlberg.Walling, 2005, S. 182–185, Grubenfeld Nr. 5. 18. Jh. (vor) 1942 Carolina Stahlberg Schwefelerze zur Alaun- und Vitriolgewinnung; auch Schwefelgrube genannt; Betrieb vor 1556 bis nach 1612, ab 1756 erneut für kurze ZeitWalling, 2005, S. 182–185, Grubenfeld Nr. 15. 1556 (vor) 1756 Eichelscheid Winterborn Quecksilber im Wöllsteiner Wald 18. Jh. Erzengel Michael Stahlberg Quecksilber, überwiegend Zinnober; bauten auf dem Gebiet der bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts betriebenen zwei Fundgruben auf Silbererze Kleiner und Großer Hattenberg, Beginn der Hauptbetriebsperiode nach 1728, später Zusammenlegung mit Grube St. Philipp, mit kurzen Unterbrechungen bis 1850 aktiv, dann erneut von 1934 bis 1942; die drei Gruben Erzengel Michael, St. Philipp und Bergmannsherz waren die größten und ausbeutestärksten Gruben am Stahlberg.Walling, 2005, S. 182–185, Grubenfeld Nr. 3. 16. Jh. 1942 Forstberg Münsterappel / Kalkofen / Winterborn Quecksilber 1725 1865 Frische Mut Stahlberg Quecksilber, überwiegend Zinnober; im frühen 18. Jahrhundert in älteren Grubenbauen begonnen, 1758 mit Grube St. Peter vereint, Betrieb bis wenige Jahre nach 1848Walling, 2005, S. 182–185, Grubenfeld Nr. 7. 18. Jh. 1850 (um) Gottes Gabe Stahlberg Quecksilber, überwiegend Zinnober; Mitte des 18. Jahrhunderts begonnenWalling, 2005, S. 182–185, Grubenfeld Nr. 9. 18. Jh. 1848 Gruben auf dem Landsberg Obermoschel Silber, Quecksilber (Zinnober); zahlreiche Tagebaue und Schachtpingen, die auf Abbau auf Silber vor 1442 hinweisenLudwig Spuhler: Einführung in die Geologie der Pfalz. Speyer 1957, S. 312., ab dem 15. Jahrhundert dann überwiegend Quecksilber-AbbauWalling, 1977, S. 27. 1442 (vor) 120px|Grube Gottesgab am Moschellandsberg bei Obermoschel (Pfalz) Gruben auf dem Seelberg Niedermoschel Silber, Blei, KupferWilfried Rosenberger: Beschreibung rheinland-pfälzischer Bergamtsbezirke. Band 3, Bergamtsbezirk Bad Kreuznach, Bad Marienberg 1971. 1429 (verm.) Karls Glück Stahlberg kurze BetriebszeitWalling, 2005, S. 182–185, Grubenfeld Nr. 14. 1775 (um) Karls-Stollen Stahlberg tiefster Erbstollen für die Stahlberger Gruben; Mitte des 18. Jahrhunderts begonnen, jedoch bald aufgegeben, ab 1792 wird weitergearbeitet, Durchschlag in die Grube Frischer Mut/St. Philipp 1824, ab 1848 bereits teilweise verbrochen und nicht mehr zugänglichWalling, 2005, S. 182–185, Grubenfeld Nr. 16. 18. Jh. Käthchen-Schächte Stahlberg Silber und Quecksilber; im 16. Jahrhundert begonnen nach langer Unterbrechung ab 1802 zeitweilig betreiben, hauptsächlich Suchstollen, wenig AbbauWalling, 2005, S. 182–185, Grubenfeld Nr. 11. 16. Jh. 1802 Katzenbach Obermoschel? Quecksilber; am Stahlberg; Schurfschein wurde am 19.07.1774 ausgestelltRainer Slotta: Die Bergbau-Denkmäler am Lemberg 1774-07-19 Pingenfeld Stahlberg Silber; größeres Feld mit zahlreichen, dicht beieinanderliegenden Schachtpingen, durch Keramikfunde auf das 14. Jahrhundert datiert; an diesem Ort hat der Stahlberger Bergbau seinen Anfang genommen.Walling, 2005, S. 182–185, Grubenfeld Nr. 1. 14. Jh. Prinz Friedrich Stahlberg Silber, Quecksilber; auch Graf Friedrich genannt; im 15. oder 16. Jahrhundert wurde der Betrieb aufgenommen (auf Silber), aber wegen Erzmangel relativ schnell wieder eingestellt, in der Mitte des 18. Jahrhunderts begann der Abbau auf Quecksilber, der mit Unterbrechungen bis etwa 1850 ging, in der letzten Periode am Stahlberg 1934 bis 1942 gab es lediglich einige Versuchsschürfungen, der Betrieb wurde nicht mehr aufgenommen.Walling, 2005, S. 182–185, Grubenfeld Nr. 6. 16. Jh. 1942 Roßwald-Grube Stahlberg Fahlerze (Silber), Quecksilber; Beginn vor 1560 (auf Silber), vorläufige Schließung um 1600, erneute Inbetriebnahme erst um 1776, mit kurzen Unterbrechungen bis in die 1840er Jahre, 1932 erneut aufgewältigt, die Versuche blieben aber wegen Erzmangel erfolglos.Walling, 2005, S. 182–185, Grubenfeld Nr. 10. 1560 (vor) 1932 Schurfwerk Stahlberg Walling, 2005, S. 182–185, Grubenfeld Nr. 18. Schurfwerk Stahlberg Schurfwerk Stahlberg Schurfwerk Stahlberg Schurfwerk Stahlberg Schurfwerk Stahlberg Walling, 2005, S. 182–185, Grubenfeld Nr. 12. Schurfwerk Stahlberg zur Erzsuche, Entstehungszeit unbekannt Schurfwerk Stahlberg zur Erzsuche, Entstehungszeit unbekannt Schurfwerk Stollwald Stahlberg um 1775 entstandenWalling, 2005, S. 182–185, Grubenfeld Nr. 13. Silbergrube Stahlberg Fahlerze (Silber), ab dem 16. Jahrhundert verstärkt Quecksilber (Zinnober); früher Bergbau, 1513 erstmals erwähnt, 1732 waren die Gruben noch in Betrieb.Walling, 2005, S. 182–185, Grubenfeld Nr. 2. 1513 1732 (mind.) St. Peter Stahlberg Quecksilber, überwiegend Zinnober; im frühen 18. Jahrhundert in älteren Grubenbauen begonnen, 1758 mit Grube Frische Mut vereint, Betrieb bis wenige Jahre nach 1848Walling, 2005, S. 182–185, Grubenfeld Nr. 8. 18. Jh. 1850 (um) St. Philipp Stahlberg Quecksilber, überwiegend Zinnober; kurz nach der Eröffnung mit Grube Erzengel Michael im Verbund betrieben; die drei Gruben Erzengel Michael, St. Philipp und Bergmannsherz waren die größten und ausbeutestärksten Gruben am Stahlberg.Walling, 2005, S. 182–185, Grubenfeld Nr. 4. Steinkreutz Katzenbach Quecksilber; 1790 in Zubuße; 1790 5 Arbeiter 1775-03-15 Stollen Stahlberg ist in einer Karte von 1800 eingetragenWalling, 2005, S. 182–185, Grubenfeld Nr. 17. 1800 (vor) Stollen Stahlberg ist in einer Karte von 1800 eingetragen 1800 (vor)

Verbandsgemeinde Winnweiler

Bergbau in der Region des Donnersbergs ging vornehmlich auf Kupfer-, Kobalt- und Eisen-Erze um.