mini|Blütenstände auf dem Markt Trevesia palmata ist ein Baum in der Familie der Araliengewächse aus dem zentralen bis südlichen und südöstlichen China bis in den Himalaya und dem nördlichen Südostasien bis nach Nepal, Nordostindien.

Beschreibung Trevesia palmata wächst als immergrüner, wenig verzweigter Baum mit schlankem Stamm bis zu 8 Meter hoch. Der bis zu 15 Zentimeter dicke Stamm und die Äste sind mehr oder weniger bestachelt und rostig behaart.

Die wechselständigen und handförmig geteilten bis zerschnittenen Laubblätter sind lang gestielt. Der dicke, 30–80 Zentimeter lange, halbstängelumfassende Blattstiel ist teils stachelig. Die bis zu zehnlappigen, leicht ledrigen und kahlen bis schwach behaarten, im Umriss rundlichen Blätter werden bis zu 90 Zentimeter groß. Die Lappen sind spitz bis zugespitzt und spitziggesägt. Sie können ganz bis geteilt oder zerschnitten bis leierförmig sein. An jungen Pflanzen sind die Lappen meist ungeteilt. Die Nebenblätter sind zungenförmig verwachsen und intrapetiolar.

Es werden end- oder achselständige, anfänglich rostig behaarte und verkahlende Rispen mit vielblütigen doldigen Gruppen gebildet. Es sind kleine Tragblätter an den Blütenstandsstielen 1. und 2. Ordnung vorhanden. Die kleinen, duftenden, gestielten und weiß-gelblichen Blüten sind zwittrig mit doppelter Blütenhülle. Die dicken Blütenstiele sind bis 4 Zentimeter lang. Der rostig behaarte Blütenbecher ist verkehrt-konisch. Der Kelch ist zu kleinen Zähnchen oder einem undeutlichen Ring reduziert. Die bis zu 12 klappigen, kurz verwachsenen Petalen sind zurückgelegt und oft zu Zweier- oder Dreiergruppen verwachsen. Es sind bis zu 10 kurze Staubblätter vorhanden. Der vielkammerige Fruchtknoten ist unterständig mit kurzen, verwachsenen Griffeln mit jeweils einer kleinen Narbe. Es ist ein fleischiger Diskus vorhanden (Stylopodium).

Es werden rippige und rundliche, etwa 1,8–2,2 Zentimeter große, mehrsamige, steinfruchtartige Früchte mit Diskus- und Griffelresten (Stylopodium) an der Spitze gebildet. Die flachen Pyrene sind ledrig.

Taxonomie Trevesia palmata wurde 1825 als Gastonia palmata von John Lindley in Botanical Register Band 11 Tafel 894 erstbeschrieben. Lindley übernahm damit den Namen von William Roxburgh. Die Art wurde 1842 von Roberto de Visiani in Memorie della Reale Accademia delle Scienze di Torino Serie 2 Band 4 Seite 262 als Trevesia palmata in die Gattung Trevesia gestellt. Der Gattungsname ehrt die Familie Treves dei Bonfili, eine bedeutende Adelsfamilie in Padua, insbesondere repräsentiert durch Enrichetta Treves de Bonfili (1790–1858).

Verwendung Junge Blütenstände wie auch junge Blätter und Früchte werden in Südostasien als Gemüse gegessen.T. K. Lim: Edible Medicinal and Non-Medicinal Plants. Volume 7: Flowers, Springer, 2014, ISBN 978-94-007-7394-3, S. 15.Trevesia palmata bei Pha Tad Ke Botanical Garden.

Literatur Flora Malesiana. Ser. I, Vol. 9, Part 1, 1979, S. 95 ff, online bei biodiversitylibrary.org. Matthew H. P. Jebb: A revision of the genus Trevesia (Araliaceae). In: Glasra. 3, 1998, S. 85–114, online auf researchgate.net.

Weblinks

Trevesia palmata in der Flora of China, Vol. 13. Trevesia palmata bei BioLib.

Einzelnachweise Lotte Burkhardt 2022: Eine Enzyklopädie zu eponymischen Pflanzennamen: Von Menschen & ihren Pflanzen – Berlin: Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin. – https://doi.org/10.3372/epolist2022, Berlin 2022.

Kategorie:Araliengewächse Kategorie:Baum