The Court ist ein Lied des englischen Singer-Songwriters und Rockmusikers Peter Gabriel. Es ist am 1. Dezember 2023 auf Gabriels zehntem Studioalbum i/o erschienen.
Geschichte Die Erstveröffentlichung von The Court erfolgte als zweite Single des Albums i/o am 5. Februar 2023. Diese wurde als Einzeltrack zum Download und Streaming durch Real World Records veröffentlicht. Hierbei handelt es sich um den sogenannten Dark-Side Mix, der von Tchad Blake abgemischt wurde. Ähnlich wie bei dem im Monat zuvor veröffentlichten Titel Panopticom wurde das erste Veröffentlichungsdatum der Single so gewählt, dass es mit einem Vollmond zusammenfällt.
Es wurden zwei weitere Versionen des Songs am 20. Februar 2023 am darauffolgenden Neumond unter den Bezeichnungen Bright-Side Mix (von Mark „Spike“ Stent) und Atmos In-Side Mix (von Hans-Martin Buff) veröffentlicht.
Das Lied wurde erstmals bei dem ersten Konzert der I/o The Tour am 18. Mai 2023 in der Tauron Arena in Krakau, Polen live gespielt und gehörte immer zur Setlist der Tournee.
Artwork Das Cover-Artwork beider Singlevarianten zeigt das Foto The Burning of Lifting the Curse des Künstlers Tim Shaw. Shaws Kunstobjekt dazu war zunächst einmal eine etwa drei Meter große, menschenähnliche Gestalt aus einem Gerüst aus Metall mit daran festgebundenen Ästen, Stoff und einem mit Holzkohle gefüllten Bauch. Am Ende der Royal Academy Summer Exhibition fand im Januar 2022 eine rituelle Zeremonie statt, während der die Skulptur auf einem Feld in Brand gesetzt und anschließend die verbrannten Reste dann am angrenzenden Fluss in Luft, Wasser und Erde verstreut wurden, um die darin befindlichen negativen Kräfte in positive zu transformieren. Tim Shaws Arbeit ist jedoch mehr in der realen Welt beheimatet, als es durch dieses Vorgehen erscheint. Gabriel sagt dazu, dass es in Shaws Arbeit um die Brutalität, die wir uns gegenseitig antun. Er findet, dass Rituale faszinieren, da sie uns eine Menge über uns selbst vermitteln.
Wie auch später Annette Messager bei Playing for Time und Cornelia Parker bei Four Kinds of Horses, versuchte Peter Gabriel Tim Shaw schon für Art From Us im Zusammenhang mit dem Album Us zu gewinnen, aber dazu kam es damals aus nicht näher bekannten Gründen nicht.
Hintergrund Aufgenommen in Gabriels Real World Studios in Box, Wiltshire, im Beehive in London und in den British Grove Studios von Mark Knopfler in Chiswick, London sind auf The Court Tony Levin am Bass, David Rhodes an der Gitarre, Manu Katché am Schlagzeug, Brian Eno an der Perkussion und am Synthesizer und zum ersten Mal die ständigen Orchestermusiker des New Blood Orchestra, die zu großen Teilen in verschiedenen Besetzungen schon auf Gabriels drei orchestralen Alben Scratch My Back, New Blood und Live Blood zu hören waren und die auch auf fast allen Stücken (mit Ausnahme von Panopticom, i/o und Love Can Heal) in wechselnden Besetzungen auf dem Album i/o zu hören sind. Der Dark-Side Mix der Single wurde am zweiten Vollmond des Jahres 2023 veröffentlicht, genannt Snow Moon. Gabriel kündigte bei der Veröffentlichung des Titels Panopticom an, dass weitere Bright-Side Mixe von Titeln des Albums von Mark „Spike“ Stent und weitere Dark-Side Mixe von Tchad Blake veröffentlicht werden. Der erste Mix wurde jeweils bei Vollmond und die weiteren bei Neumond veröffentlicht. Darüber hinaus wurden von allen Titeln In-Side Mixe in Dolby Atmos von Hans-Martin Buff angekündigt, die von ihm im Red Room der Real World Studios und seinem eigenen Tonstudio Aural Majority Pad in Boofland erstellt wurden. Diese können auf Apple Music, Amazon Music wie auch der Audio-Blu-ray des Albums gehört werden. Als Stereo-Variante steht bzgl. der Streamingdienste der jeweilige Dark-Side Mix zur Verfügung.
Inhalt und Bedeutung Die „freie, impressionistische Lyrik des Songs, die mit der Justiz verbunden ist“, betrifft das Gleichgewicht zwischen der Notwendigkeit des Rechtssystems und dem Machtmissbrauch, der innerhalb dieses Systems stattfindet. Über Ordnung und Chaos wird in ziemlich offenen Assoziationen erzählt. Dabei gibt es keine geschlossene Geschichte. Die Verwirrung wird in dem Liedtext in verwirrenden Bildern beschrieben.
Über den Ursprung des Liedes sagte Gabriel:
Das Lied ist teilweise von der Arbeit von NAMATI inspiriert, deren Ziel es ist, Menschen auf der ganzen Welt Zugang zum Recht zu verschaffen, den sie sich sonst vielleicht nicht leisten könnten. „Ich empfehle euch, sie mal zu besuchen“, sagt Gabriel. „Sie leisten hervorragende Arbeit, indem sie Teams auf der ganzen Welt zusammenstellen, die bei verschiedenen Problemen helfen.“
Bandcamp Exclusives Für die Abonnenten des Kanals von Peter Gabriel bei dem Online-Musikdienst Bandcamp wurden zusätzlich zu den Bright-Side und den Dark-Side Mixen alternative Versionen der veröffentlichten Titel des Albums i/o auch zum Download zur Verfügung gestellt, wie auch Videoclips, die deutlich mehr in die Tiefe gehen als die Clips auf YouTube, die an jedem Vollmond regulär erscheinen (meistens an Neumond, manchmal später).
The Court (Pre Band Demo) – 3:37 – Relativ weit ausgereiftes Demo, das die Basis für die Band-Sessions war. Es handelt sich um eine mit einer synthetischen Band eingespielte Version, die die richtige Studioband zur Vorbereitung bekommen hatte. Es sind alle wesentlichen Elemente des späteren Songs bereits vorhanden, aber es ist noch eine gewisse Schlichtheit wahrnehmbar, die noch gefüllt werden soll.
Musikvideos Das erste Musikvideo zu The Court ist der Beitrag des Benutzers Oranguerillatan für den Peter Gabriel / Stability AI #DiffuseTogether Wettbewerb, der am 18. April 2023 von Gabriel und Stability AI gestartet wurde. Die Gewinner wurden im Juni 2023 bekannt gegeben. Das ausgewählte Video gewann in dem Wettbewerb den dritten Preis.
Über den Wettbewerb sagte Gabriel:
Über das Video sagte Oranguerillatan:
Das zweite Musikvideo zu The Court belegte gemeinsam mit dem zu Panopticom von Lamsom – den ersten Platz in dem #DiffuseTogether Wettbewerb von Peter Gabriel, bei dem von einer KI generierte Clips teilnehmen konnten. Erstellt wurde es von Junie Lau, einer Produktionsdesignerin und Videoregisseurin, die in Shanghai und London tätig ist. In ihm ist der Peter Gabriel der 1980er Jahre in verschiedenen Verkleidungen und Situationen zu sehen.
Über das zweite Video sagte Junie Lau:
Peter Gabriel sagt über das Video von Junie Lau:
Am 23. Januar 2025 wurde die KI-Musikvideocreator-Plattform 50:50 gestartet, die eine fairere Aufteilung der Aufmerksamkeit und der Einnahmen zwischen dem Urheber der Musik und dem der visuellen Elemente erreichen soll.
Mitwirkende (Quelle:)
Liedproduktion Tchad Blake – Mixing (Dark-Side Mix) Hans-Martin Buff – Dolby-Atmos-Mixing (In-Side Mix), Perkussion (nur In-Side-Mix) Richard Chapell – Rhythmus-Programmierung, Produktionsvorbereitung Matt Colton – Mastering Faye Dolle – Tontechnik-Assistenz Brian Eno – Perkussion, Synthesizer Melanie Gabriel – Begleitgesang Peter Gabriel – Begleitgesang, Hauptgesang, Klavier, Produzent, Rhythmusprogrammierung, Synthesizer Oli Jacobs – Tontechniker Manu Katché – Schlagzeug Tony Levin – Bassgitarre Katie May – Perkussion, Tontechnikerin David Rhodes – Begleitgesang, E-Gitarre Dom Shaw – Tontechnik-Assistenz Mark „Spike“ Stent – Mixing (Bright-Side Mix)
Orchesterproduktion Mitglieder des New Blood Orchestra: Orchester-Arrangements – John Metcalfe, Peter Gabriel Dirigent – John Metcalfe Konzertmeister – Everton Nelson Geigen – Natalia Bonner, Martin Burgess, Louisa Fuller, Richard George, Clare Hayes, Marianne Haynes, Ian Humphries, Charles Mutter, Everton Nelson, Odile Ollagnon, Cathy Thompson, Debbie Widdup Bratschen – Fiona Bonds, Peter Lale, Rachel Roberts, Bruce White Celli – Chris Allen, Ian Burdge, Caroline Dale, William Shofield, Tony Woolard, Chris Worsey Kontrabass – Chris Laurence, Lucy Shaw, Stacey Watton Flöte – Eliza Marshall Trompete – Andrew Crowley Bassposaune – Richard Henry Tenorposaune – Tracy Holloway, Andy Wood Euphonium – Andy Wood Tuba – David Powell Tontechnik Orchester – Lewis Jones Tontechnik Orchester Assistenz – Tom Coath, Luie Stylianou
Unternehmen Aural Majority Pad – Tonstudio (Dolby Atmos Mix) The Beehive – Tonstudio British Grove Studios – Tonstudio (New Blood Orchestra) Metropolis Mastering – Mastering Real World Studios – Tonstudio
Siehe auch Liste der Lieder von Peter Gabriel
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
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