Asahi Linux ist ein Linux-Entwicklungsprojekt für die ARM-basierten Macs von Apple („Apple Silicon“). Ziel des Projekts ist die Entwicklung von freier Software zur Unterstützung dieser proprietären Hardware unter Linux und anderen freien Betriebssystemen wie OpenBSD. Asahi Linux ist keine Distribution, dient aber als Grundlage der offiziellen Fedora-Variante Fedora Asahi Remix. Weitere Distributionen, die mittels Asahi Linux Apple Silicon unterstützen, sind Arch Linux ARM und Gentoo.

Die erste Alpha-Version wurde Anfang 2022 veröffentlicht. Eine erste stabile Version erschien im Januar 2024.

Geschichte Das Asahi-Linux-Projekt wurde 2021 von Hector Martin gestartet. Nach der Veröffentlichung der ersten Arm-Macs 2020 hatte Linus Torvalds bedauert, sich zwar einen Arm-Laptop für die Linux-Entwicklung zu wünschen, dass die von Apple produzierten Macs mit „Apple Silicon“ jedoch nicht dafür geeignet seien, solange Apple geschlossene proprietäre Hardware verwende. Das kleine Projekt-Team arbeitet per Reverse Engineering an der Unterstützung für Apples Hardware.

Als Basisdistribution für die Entwicklung wurde zunächst Arch Linux ARM verwendet. Seit 2023 besteht eine Zusammenarbeit mit Fedora, sodass Fedora Asahi Remix die für Endanwender geeignete Flaggschiffdistribution wurde.

Am 13. Februar 2025 trat Hector Martin aus dem Asahi-Linux-Projekt zurück, nachdem es zuvor zu Unstimmigkeiten mit anderen Linux-Kernel-Maintainern gekommen war. Seither wird Asahi Linux von einem Projektvorstand aus (Stand April 2026) sieben Personen geleitet. Im Rahmen der Übergabe der Leitungsfunktionen kündigte das Projekt außerdem einen verstärkten Fokus auf Linux-Kernel-Upstreaming an, damit die Unterstützung für Apple Silicon möglichst vollständig im Kernel-Hauptzweig vorliegt.

Seit dem Rücktritt von Martin sind Spenden an das Projekt über Open Collective und GitHub Sponsors erwünscht, mit diesen werden beispielsweise Hardwareanschaffungen für Reverse Engineering sowie die Arbeit einiger leitender Entwickler bezahlt.

2024 wurde mit der Entwicklung von standardsgemäßer Vulkan- und OpenGL-Unterstützung begonnen. Seit Fedora 41 (Ende 2024) ist diese Unterstützung zusammen mit x86-64-Kompatibilität für Endanwender nutzbar. Damit stellt Asahi Linux die einzige konforme Implementierung von OpenGL 4.6, OpenGL ES 3.2, OpenCL 3.0 und Vulkan 1.4 für Apple Silicon dar; dieselben Standards werden von macOS nur unzureichend (OpenGL) bzw. gar nicht (Vulkan) implementiert.

Unterstützte Hardware Auf Geräten der M1- und M2-Prozessor-Generationen ist die Unterstützung weit fortgeschritten und für den Alltagsgebrauch geeignet. Wesentliches Manko ist die fehlende Unterstützung für externe Bildschirme über USB-C oder DisplayPort, sowie Thunderbolt und TouchID. Weitestgehende Unterstützung für M3 ist seit September 2026 experimentell verfügbar. Die Unterstützung für die Generationen M4 und später ist Stand 2026 noch in Arbeit und kann noch nicht von Endanwendern genutzt werden.

Fedora Asahi Remix hat folgende Voraussetzungen: Arm-Prozessor von Apple der Generation M1, M2 oder M3 (einschließlich M1 Pro, M2 Ultra usw.) MacBook Air, MacBook Pro, Mac mini, iMac oder Mac Studio macOS neuer als Monterey (Version 12.3) mindestens 53 GB freien Festplattenspeicherplatz Internetverbindung

Weblinks

Asahi Linux Projekt-Seite auf GitHub (englisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Arch-basierte Linux-Distribution