mini|alt=Chloë Sevigny mit blonden, gewellten Haaren, hat blondes Haar und trägt ein schwarzes Outfit, das einen schwarzen Pullover mit tiefem Ausschnitt und eine schwarze Jacke umfasst. Die Jacke hat auffällige, lederähnliche Elemente an den Schultern, die ihr einen modernen und stilvollen Look verleihen. Im Hintergrund sind keine weiteren klaren Details oder Elemente zu erkennen.|Chloë Sevigny, 2017 Chloë Stevens Sevigny (* 18. November 1974 in Springfield, Massachusetts) ist eine US-amerikanische Schauspielerin und ehemaliges Model.
Leben und Karriere Sevigny wuchs in der Kleinstadt Darien im US-Bundesstaat Connecticut auf. Ihre Mutter Janine (geborene Malinowski) war Grundschullehrerin, ihr Vater H. David Sevigny († 1996) arbeitete in einem Versicherungsunternehmen und später als Innenraummaler.. chloe-sevigny.org, abgerufen am 5. Juli 2011 Sie hat einen älteren Bruder namens Paul, der als DJ in New York City arbeitet.Paul Sevigny A & M Entertainment, abgerufen am 5. Juli 2011 Sevignys Vorfahren mütterlicherseits stammen aus Polen, väterlicherseits ist sie franko-kanadischer Abstammung.Chloë Sevigny Biography IMDb.com, abgerufen am 5. Juli 2011
Sie besuchte die Darien High School und war ein eher rebellischer Teenager. Sie rauchte, rasierte sich den Kopf,Jay McInerney: Chloe’s Scene in: The New Yorker, 7. Nov. 1994, S. 182–192 experimentierte mit Drogen und schwänzte die Schule. Sie sei ein deprimierter Teenager gewesen und habe sich in der spießigen Kleinstadt Darien gelangweilt, erklärte Sevigny diese Phase später. Es zog sie daher immer häufiger nach New York City, wo sie mit den Skatern im Washington Square Park rumhing. Mit 18 Jahren verließ Sevigny schließlich ihr Elternhaus und mietete sich ein Apartment im Stadtteil Brooklyn.
Sevigny begann ihre Karriere als Model. 1993 wurde sie an einem Zeitungsstand im East Village von einer Mode-Redakteurin des US-amerikanischen Sassy-Magazins angesprochen, die so begeistert von Sevignys außergewöhnlichem Kleidungsstil war, dass sie sie für das Magazin als Model vor die Kamera holte. Später arbeitete Sevigny auch als Praktikantin in der Moderedaktion der Zeitschrift.
Einige Monate später wurde Sevigny erneut wegen ihres „Looks“ auf der Straße angesprochen, diesmal von einer Fotografin, die sie für das britische Mode- und Musikmagazin i-D ablichtete. 1994 wurde sie für das Label X-Girl der Sonic-Youth-Frontfrau Kim Gordon gebucht und posierte in einer Modestrecke des Paper-Magazine. Es folgten diverse weitere Modelaufträge u. a. für H&M und die 1996er Frühjahrs- und Sommerkollektion von Miu Miu.
Erste Rollen spielte Sevigny in Musikvideos der Bands Sonic Youth und Lemonheads. Ihr Filmdebüt gab sie 1995 in dem Independent-Drama Kids von Larry Clark. Ihr damaliger Lebensgefährte Harmony Korine hatte das Drehbuch zum Film geschrieben und sie dem Regisseur empfohlen. Mit Korine arbeitete sie auch 1997 an Gummo.
Ihren bis dahin größten schauspielerischen Erfolg feierte Sevigny an der Seite von Hilary Swank in Boys Don’t Cry aus dem Jahr 1999. Für ihre Rolle als Lana Tisdel wurde sie sowohl für den Oscar als auch für den Golden Globe nominiert.
Aufsehen erregte 2003 der Film The Brown Bunny, in dem Sevigny Oralverkehr an Vincent Gallo vollzog, was in den USA für Proteste sorgte. 2010 erhielt sie für ihre Nebenrolle als fundamentalistische Mormonin und Ehefrau eines Polygamisten in der Fernsehserie Big Love den Golden Globe Award.
Im Mai 2012 bekam Sevigny die Rolle der Abigail Williams in David Esbjornsons Bühnenstück Abigail/1702,, Prüfung am 22. September 2018 welches vom 27. Juni bis 8. Juli 2012 in New York aufgeführt wurde.Chloe Sevigny to Bewitch Audiences on Stage in Abigail/1702, Zugriff am 14. Mai 2012 Im selben Jahr verkörperte sie außerdem in der britischen Fernsehserie Hit & Miss eine transweibliche Auftragskillerin und gehört seit 2012 zum Ensemble der Horrorserie American Horror Story.
Sevigny übernahm an der Seite von Natasha Lyonne eine Hauptrolle im Horrorfilm Antibirth (2016) des Puerto Ricaners Danny Perez, sowie neben Johnny Galecki und Anjelica Huston in der Horror-Komödie The Master Cleanse.Chloe Sevigny & Natasha Lyonne to topline Danny Perez’s Antibirth
Ihr Regiedbebut gab Sevigny im Jahr 2016 mit dem Kurzfilm Kitty, der Adaption einer Kurzgeschichte von Paul Bowles. Der Film war anschließend in Cannes zu sehen. Weitere Kurzfilme folgten, darunter White Echo, der 2019 ebenfalls Cannes lief.
2025 spielte sie eine Hauptrolle in der absurden Komödie Magic Farm, die am 28. Januar 2025 beim Sundance Film Festival ihre Weltpremiere feierte und im April 2025 in den USA veröffentlicht wurde. Außerdem war sie in After the Hunt, einem Thriller von Luca Guadagnino, an der Seite von Julia Roberts und Andrew Garfield zu sehen. Der Film feierte seine Premiere im August 2025 beim Filmfestival von Venedig und startete im Oktober 2025 in den Kinos.
Neben ihrer Schauspielkarriere engagiert sich Sevigny für soziale und politische Anliegen, insbesondere für Frauen- und LGBTQ+-Rechte.
Filmografie 1995: Kids 1996: Trees Lounge – Die Bar, in der sich alles dreht (Trees Lounge) 1997: Gummo 1998: Palmetto – Dumme sterben nicht aus (Palmetto) 1998: Last Days of Disco – Nachts wird Geschichte gemacht (The Last Days of Disco) 1999: Boys Don’t Cry 1999: Julien Donkey-Boy 1999: Unschuldig verfolgt (A Map of the World) 2000: American Psycho 2000: Women Love Women (If These Walls Could Talk 2) (Fernsehfilm) 2002: Ten Minutes Older: The Trumpet (Kurzfilm) 2002: Demonlover 2003: Party Monster 2003: Death of a Dynasty 2003: Dogville 2003: The Brown Bunny 2003: Shattered Glass 2004: Will & Grace (Fernsehserie, Episode 6x17) 2004: Melinda und Melinda (Melinda and Melinda) 2005: Manderlay 2005: Broken Flowers 2005: 3 Needles 2005: Mrs. Harris – Mord in besten Kreisen (Mrs. Harris) 2006: Lying 2006: Sisters – Tödliche Schwestern (Sisters) 2007: Zodiac – Die Spur des Killers (Zodiac) 2007: Big Love: In the Beginning (Webserie, 3 Episoden) 2006–2011: Big Love (Fernsehserie, 53 Episoden) 2009: Experiment Killing Room (The Killing Room) 2009: Ein fürsorglicher Sohn (My Son, My Son, What Have Ye Done) 2010: Mr. Nice 2011: Fight for Your Right Revisited (Kurzfilm) 2012: Law & Order: Special Victims Unit (Fernsehserie, Episode 13x19) 2012: Hit & Miss (Fernsehserie, Episoden 1x01–1x06) 2012–2016: American Horror Story (Fernsehserie, 18 Episoden) 2013: Portlandia (Fernsehserie, 9 Episoden) 2013: Lovelace 2013: The Wait 2013: The Mindy Project (Fernsehserie, 6 Episoden) 2014: Those Who Kill (Fernsehserie, 10 Episoden) 2015–2017: Bloodline (Fernsehserie, 24 Episoden) 2016: Love & Friendship 2016: Antibirth 2017: Golden Exits 2017: Beatriz at Dinner 2017: The Dinner 2017: Lean on Pete 2017: Schneemann (The Snowman) 2018: Lizzie Borden – Mord aus Verzweiflung (Lizzie) 2019: The Dead Don’t Die 2019: Love Is Blind 2019–2022: Matrjoschka (Russian Doll, Fernsehserie, 8 Episoden) 2019: The Act (Fernsehserie, 6 Episoden) 2019: Queen & Slim 2019: The True Adventures of Wolfboy 2020: Slow Machine 2020: We Are Who We Are (Fernsehserie, 6 Episoden) 2022: The Girl from Plainville (Miniserie, 8 Episoden) 2022: Bones and All 2023: Pokerface (Fernsehserie, Episode 1x04) 2024: Feud (Fernsehserie, 8 Episoden) 2024: Bonjour Tristesse 2024: Monster: Die Geschichte von Lyle und Erik Menendez (Monster: The Lyle and Erik Menendez Story, Miniserie) 2025: Atropia 2025: Magic Farm 2025: After the Hunt 2026: The Five Star Weekend (Fernsehserie, 8 Episoden)
Auszeichnungen und Nominierungen Academy Award („Oscar“) 2000: Nominierung als beste Nebendarstellerin für Boys Don’t Cry
Golden Globe Award 2000: Nominierung als beste Nebendarstellerin für Boys Don’t Cry 2010: Auszeichnung als beste Nebendarstellerin in einer Fernsehserie für Big Love
Independent Spirit Award 1996: Nominierung als beste Nebendarstellerin für Kids 2000: Auszeichnung als beste Nebendarstellerin für Boys Don’t Cry
Satellite Award 2000: Auszeichnung als beste Nebendarstellerin in einem Spielfilm-Drama für Boys Don’t Cry
Screen Actors Guild Award 2000: Nominierung als beste weibliche Schauspielerin in einer Nebenrolle für Boys Don’t Cry
Weitere Preise 1999: Auszeichnung mit dem Boston Society of Film Critics Award als beste Nebendarstellerin für Boys Don’t Cry 1999: Auszeichnung mit dem Los Angeles Film Critics Association Award als beste Nebendarstellerin für Boys Don’t Cry 2000: Auszeichnung mit dem Chicago Film Critics Association Award als beste Nebendarstellerin für Boys Don’t Cry 2000: Nominierung für den Chlotrudis Award als beste Nebendarstellerin für Boys Don’t Cry 2000: Auszeichnung mit dem Las Vegas Film Critics Society Award als beste Nebendarstellerin für Boys Don’t Cry 2000: Nominierung für den MTV Movie Award für den besten Filmkuss in Boys Don’t Cry gemeinsam mit Hilary Swank 2000: Auszeichnung mit dem National Society of Film Critics Award als beste Nebendarstellerin für Boys Don’t Cry 2000: Nominierung für den Online Film Critics Society Award als beste Nebendarstellerin in Boys Don’t Cry
Weblinks
Chloë Sevigny – Porträt von Eva Wiseman bei freitag.de, 25. November 2010
Einzelnachweise
Kategorie:Golden-Globe-Preisträger Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Model Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1974 Kategorie:Frau