Amani Abou-Zeid (; * vor 1980) ist eine ägyptische Entwicklungshilfeexpertin. Sie arbeitete für internationale Organisationen wie die Afrikanische Entwicklungsbank (AFDB), das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) und die United States Agency for International Development (USAID). Sie war von 2017 bis 2025 Kommissarin der Afrikanischen Union für Infrastruktur und Energie.https://au.int/en/he-amani-abou-zeid abgerufen am 3. April 2023

Herkunft und Ausbildung Sie studierte Elektrotechnik an der Universität Kairo, erwarb ein Baccalauréat en arts an der Sorbonne, absolvierte Master-Studiengänge in Projektmanagement an der Universität Senghor in Alexandria und in Öffentlicher Verwaltung an der Kennedy School der Harvard University. An der University of Manchester promovierte sie 2001https://www.manchester.ac.uk/discover/news/dr-amani-abou-zeid-awarded-honorary-doctorate/ abgerufen am 4. April 2023 in Social and Economic Development zur PhD.https://live.worldbank.org/experts/amani-abou-zeid abgerufen am 3. April 2023

Karriere 30 Jahre lang arbeitete sie bei internationalen Organisationen im Bereich Infrastruktur und Energieversorgung, darunter beim Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) und bei der United States Agency for International Development (USAID). Sie war dabei in vielen afrikanischen Staaten, in Frankreich, Großbritannien und Kanada tätig.https://broadbandcommission.org/commissioner/amani-abou-zeid/ abgerufen am 4. April 2023 Bis 2017 bekleidete sie leitende Positionen bei der Afrikanischen Entwicklungsbank (AFDB), zuletzt als Direktorin des Africa Natural Resource Center. Diese innovative Institution unterstützt afrikanische Regierungen beim effektiven und inklusiven Umgang mit natürlichen Ressourcen. Abou-Zeid vermittelte beispielsweise zwischen der Afrikanischen Entwicklungsbank und Marokko bei der Realisierung des weltweit größten Solarenergiekomplexes (Noor) im Jahr 2018. Ansonsten trug sie wesentlich dazu bei, dass die Bank zinsgünstige Kredite an einkommensschwache afrikanische Länder vergab. Amani Abou-Zeid wurde 2017 zu einer der acht Kommissare der Afrikanischen Union gewählt und übernahm die Bereiche Infrastruktur und Energie. 2021 wurde sie in Addis Abeba für eine weitere vier Jahre in diesem Amt bestätigt, wobei sie zusätzlich die Zuständigkeit für Tourismus, Informations- und Kommunikationstechnik übernahm. Es konkurrierten hierbei 25 Kandidaten aus 18 verschiedenen afrikanischen Ländern in diesen Wahlen. Abou-Zeid erhielt mit 50 mehr Stimmen als jeder Kandidat zuvor.https://www.egypttoday.com/Article/1/98363/Amani-Abou-Zeid-re-elected-as-AU%E2%80%99s-Infrastructure-Energy-and abgerufen am 3. April 2023 Bei der AU betreute sie Programme wie den Single African Air Transport Market und die Breitband-Kommission für Afrika.https://www.egyptindependent.com/african-union-egyptian-commissioner-amani-abou-zeid-selected-among-100-most-influential-african-women/ abgerufen am 4. April 2023 2025 gab sie das Amt an die Südafrikanerin Lerato Mataboge ab.

Positionen Bei den jährlichen Treffen bei der Weltbank und dem Internationalen Währungsfonds spricht sie regelmäßig über kritische globale Themen wie Wachstum und Armut, Fragilität und Konflikte. Sie wirbt für technologischen Fortschritt, die Durchsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung und für Investitionen in Humankapital.

Sonstige Aufgaben Mitgliedschaft in der UN-Breitband-Kommission (Broadband Commission for Sustainable Development), einer gemeinsamen Initiative der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) und der UNESCO zur Förderung von des Internetzugang, speziell über Breitband-Netzehttps://2020.energydialogue.berlin/person/dr-amani-abou-zeid/ abgerufen am 4. April 2023 Mitgliedschaft im Lenkungsausschuss für die Systeminitiative zur Gestaltung der Energiezukunft Vorsitz des Beirats des Zentrums für Afrikanische Stadtforschung an der University of Manchester

Privates Abou-Zeid spricht Französisch, Englisch, Arabisch und Spanisch. In ihrer Freizeit nimmt sie an Wüsten-Auto-Ralleys teil.

Auszeichnungen Ernennung zur Offizierin des Ordens Ouissam Alaouite durch König Mohammed VI. von Marokko Ernennung zur World Young Leader durch die Europäische Union. 2012 Wahl unter die 50 Most Influential Women in Africa durch die Langaa Research and Publishing Common Initiative Group 2019 Wahl unter die 100 Most Influential African Women (100MIAW) durch Advance Media Ernennung zur Personnalité d'Avenir in Frankreichhttps://www.afdb.org/ar/news-and-events/afdbs-amani-abou-zeid-elected-african-commissioner-for-infrastructure-and-energy-1686 abgerufen am 4. April 2023 Ehrendoktorwürde der University of Manchester

Weblinks Kurzporträt auf der Webpräsenz der Afrikanischen Union Video von World Bank: Digital Africa: Interview with Amani Abou-Zeid, eingestellt am 12. April 2019

Einzelnachweise

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