Dmitrowo (; , 1938 bis 1945: Stutbruch; oder Vasokai) ist ein verlassener Ort im Rajon Krasnosnamensk der russischen Oblast Kaliningrad.

Die Ortsstelle befindet sich zwei Kilometer südwestlich von Schelesnodoroschnoje (Karczarningken/Blumenfeld).

In der Nähe gab es im Kreis Pillkallen noch einen weiteren Ort, der Eymenischken genannt wurde: Eymenischken-Baltadonen, das ab 1928 Teil von Heinrichsfelde war, sowie den Ort Eymenischken, 1938 bis 1945: Eimental, im Kreis Stallupönen.

Geschichte mini|Die Gemeinde Eymenischken-Wassaken auf einem Messtischblatt von 1933 „Eyminischke“ wurde 1539 zuerst erwähnt.Erwin Spehr: Aus der Geschichte des Kreises Schloßberg (Pillkallen), auf wiki.genealogy.net In der Folge wurde der Ort auch Wassacken genannt.Dietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Stutbruch Um 1780 wurde Eimenischken bzw. Wassacken als meliertes Dorf bezeichnet.Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, Volständige Topographie vom Litthauischen Cammer-Departement, S. 34. 1874 kam die Landgemeinde Eymenischken-Wassaken in den neu gebildeten Amtsbezirk Henskischken im Kreis Pillkallen.Rolf Jehke, Amtsbezirk Hensken Bei dieser Gelegenheit wurden die beiden vorher verwendeten Ortsnamen zu einem Doppelnamen zusammengefasst, um eine Unterscheidung zu dem ebenfalls im Kreis Pillkallen befindlichen Ort Eymenischken zu haben, der den Alternativnamen Baltadonen hatte und entsprechend zu Eymenischken-Baltadonen wurde. 1938 wurde Eymenischken-Wassaken in Stutbruch umbenannt.

1945 kam der Ort in Folge des Zweiten Weltkrieges zur Sowjetunion. 1950 erhielt er den russischen Namen Dmitrowo und wurde dem Dorfsowjet Dobrowolski selski Sowet im Rajon Krasnosnamensk zugeordnet.Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 5 июля 1950 г., № 745/3, «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung 745/3 des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad" vom 5. Juli 1950) Dmitrowo wurde vor 1975 aus dem Ortsregister gestrichen.In der Административно-территориальное деление Калининградской области 1975 (Die administrativ-territoriale Einteilung der Oblast Kaliningrad 1975, herausgegeben vom Sowjet der Oblast Kaliningrad) auf soldat.ru (rar-Datei), taucht der Ort nicht mehr auf.

Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1867Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung, I. Die Provinz Preussen, Berlin 1874 97 1871 94 1885Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, I. Provinz Ostpreußen, Berlin 1888 106 1905Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Heft 1, Provinz Ostpreußen, Berlin 1907 112 1910 106 1933Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I: Altreich und Land Österreich. Herausgegeben vom Statistischen Reichsamt, Vierte Auflage, 1939 85 1939 74

Kirche Eymenischken-Wassaken/Stutbruch gehörte zum evangelischen Kirchspiel Kussen.

Einzelnachweise

Kategorie:Wüstung im Rajon Krasnosnamensk