rahmenlos|rechts|Wappen derer von Kreckwitz Kreckwitz war der Name eines alten, weitverzweigten schlesischen Adelsgeschlechts mit dem Stammsitz Kreckwitz bei Bautzen. Es ist zu unterscheiden von den pommerschen von Krakewitz.

Geschichte mini|Lage von Kreckwitz Die Hahnen-Federn als Helmzier, führten zu der Annahme die Familie stammte ursprünglich aus Kroatien, wofür es keine Belege gibt. Der Historiker Johann Sinapius berichtet über die Herkunft: Dieses Geschlecht soll aus der Zeit der Hunnen stammen, wie denn die Helmzierde der Federn im Wappen die Adelszier der Ungarn und Croaten war. Nach einer Legende gründeten das Geschlecht drei Brüder. Für ihre Tapferkeit wurde ihnen ein Wappen mit drei panzerförmigen Fischen verliehen. Die Kreckwitz nannten sich nach ihrem gleichnamigen Stammsitz bei Bautzen, von wo aus sie sich im 14. Jahrhundert nach Schlesien verbreiteten. Urkundlich erscheint das Geschlecht erstmals mit Johann von Crekwicz, Rat des Herzogs Heinrich II. von Glogau am 16. Juni 1311.Original im Archiv des Breslauer Domkapitels, AA 81; Regest im Codex diplomaticus Silesiae 16, Breslau 1892, S. 194, Nr. 3205. Im Jahr 1312 ist ein Jacob Creczwicz erwähnt, dem 1349 im Herzogtum Glogau die Güter Andersdorf, Jakobskirch und Würchwit gehörten. Das Geschlecht teilte sich später in die Häuser Kahlau, Juppendorf, Austen, Konradswaldau, Fauljuppe, Heinzendorf, Schwarzau, Großbohrau, Klaptau, Nechlau, Altwasser, Heinzebortschen und Zapplau. Die Linie Kahlau führte Strauwald als Beinamen. Im 19. Jahrhundert werden nur noch vereinzelt Angehörige genannt. In den 1830er Jahren starb ein Rittmeister von Kreckwitz, der früher im königlich-preußischen Husarenregiment von Gettkandt diente. Einer seiner Söhne soll in Schweidnitz gelebt haben. Hans Friedrich Leopold von Kreckwitz war 1806 Obersalzinspektor in Bielefeld und dessen Sohn Leopold von Kreckwitz, königlich-preußischer Kapitän im 10. Infanterie-Regiment. Möglicherweise ist das Geschlecht in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts erloschen. Der königlich-preußische Landrat des Reichenbacher Kreises Julius von Prittwitz und Gaffron nahm eine Namens- und Wappenvereinigung zu „Prittwitz und Gaffron genannt von Kreckwitz“ vor.

Wappen Blasonierung: Im blauen Schild drei mit den Köpfen vereinte silberne Fische, rot geflosst. Auf dem Helm drei Hahnen-Federn, die mittlere weiß, die äußeren blau. Helmdecken silbern und blau.

Über den Ursprung des Wappens erzählt Sinapius eine Legende, dass drei Brüder mit vereinigter Tapferkeit eine im Wasser oder Morast gelegene Festung eroberten, wofür man ihnen als Symbol ein Schild mit panzerförmigen Fischen, samt den Federn auf dem Helm, zu einem Haupt vereinigt, verlieh.

Genealogie (Auswahl)

Persönlichkeiten

Christoph Gotthard von Kreckwitz (* um 1685; † um 1750), preußischer Landrat Friedrich von Kreckwitz (um 1550–1593), kaiserlicher Reichshofrat und Botschafter bei der Pforte Hans Friedrich Gottlob von Kreckwitz (1716–1767), preußischer Landrat Karl Wilhelm von Kreckwitz (1722–1774), preußischer Oberst

Literatur Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band VII, Band 97 der Gesamtreihe GHdA, C. A. Starke, Limburg an der Lahn 1989, , S. 1. Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon. Band 5, Leipzig 1865, S. 277–278. Leopold Freiherr von Ledebur: Adelslexicon der Preußischen Monarchie. Band 1, Berlin 1855, S. 478–479; Band 3, 1858, S. 294. Ekkehart Neumann–Reppert: Die Familie von Kreckwitz, 3. Bearbeitung, Schenefeld 1989, (Manuskript beim Herold und der GGHH). Johann Sinapius: Des Schlesischen Adels Anderer Theil Oder Fortsetzung Schlesischer Curiositäten, Leipzig und Breslau 1728, S. 751–753.

Einzelnachweise

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