Prędocin (deutsch Pramsen) ist ein Ort in Landgemeinde Skarbimierz im Powiat Brzeski der Woiwodschaft Opole in Polen. Es liegt am linken Ufer der Oder.
Geographie Das Angerdorf Prędocin liegt elf Kilometer östlich von Skarbimierz (Hermsdorf), etwa acht Kilometer südöstlich von Brzeg (Brieg) und rund 40 Kilometer nordwestlich Opole in der Schlesischen Tiefenene. Im Süden des Dorfes befindet sich ein Flutkanal.
Nachbarorte von Prędocin sind im Südwesten Kruszyna (Schönau) und im Südosten Zwanowice (Schwanowitz).
Geschichte mini|Kirche Unserer Lieben Frau von Tschenstochau Im Breslauer Zehntregister Liber fundationis episcopatus Vratislaviensis aus den Jahren 1295–1305 wird der Ort erstmals als „villa Prendoczino“ erwähnt. Der Ortsname leitet sich vom Slawischen Begriff Predzyna ab und bedeutet in etwa Flussschnelle.Heinrich Adamy: Die schlesischen Ortsnamen, ihre Entstehung und Bedeutung. Ein Bild aus der Vorzeit, Breslau, Priebatsch, 2. verm. u. verb. Aufl.1888. S. 33
Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Pramsen zusammen mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen.
Nach der Neugliederung Preußens gehörte die Landgemeinde Pramsen ab 1815 zur Provinz Schlesien und war ab 1816 dem Landkreis Brieg eingegliedert, mit dem sie bis 1945 verbunden blieb. 1874 wurde der Amtsbezirk Koppeln gegründet, dem die Landgemeinden Koppen, Pramsen, Schönau und Schwanowitz sowie die Gutsbezirke Koppen, Pramsen und Schwanowitz eingegliedert wurden.Amtsbezirk Koppeln/Schwanowitz 1885 zählte der Ort 292 Einwohner.AGOFF Kreis Brieg
1933 zählte Pramsen 298 Einwohner, 1939 waren es 271 Einwohner. Bis 1945 befand sich der Ort im Landkreis Brieg.
Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel Pramsen 1945 mit dem größten Teil Schlesiens an Polen, wurde in Prędocin umbenannt und der Woiwodschaft Breslau angegliedert. Die deutsche Bevölkerung wurde, soweit sie nicht vorher geflohen war, weitgehend weitgehend vertrieben. Die neu angesiedelten Bewohner waren zum Teil Heimatvertriebene aus Ostpolen, das an die Sowjetunion gefallen war. 1950 kam der Ort zur Woiwodschaft Opole. 1997 wurde das Dorf beim Jahrhunderthochwasser der Oder komplett überschwemmt. Seit 1999 gehört der Ort zum Powiat Brzeski.
Beim Oderhochwasser 2010 drohten die Dämme rund um Prędocin zu brechen. Vorsorglich wurden die Bewohner am 19. Mai 2010 evakuiert. Kurze Zeit konnten die Bewohner zurückkehren, da das Wasser der Oder zurückging.NTO.pl – Hochwasser 2010
Sehenswürdigkeiten Römisch-katholische Kirche Unserer Lieben Frau von Tschenstochau (Kościół Matki Bożej Częstochowskiej)
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort der Woiwodschaft Opole Kategorie:Gmina Skarbimierz Kategorie:Ort in Schlesien Kategorie:Angerdorf Kategorie:Ersterwähnung im 13. Jahrhundert