Heinrichsfelde ist ein verlassener Ort im Rajon Krasnosnamensk der russischen Oblast Kaliningrad.

Der nächstliegende Ort ist das etwa vier Kilometer südöstlich gelegene Saosjornoje (Jänischken/Hansruh). Fünf Kilometer nordwestlich befindet sich der Ort Meschduretschje (Kauschen). Diese beiden Orte sind durch Nebenstraßen miteinander verbunden, die an der Ortsstelle von Heinrichsfelde vorbeiführen.

Geschichte mini|Die Gemeinde Heinrichsfelde auf zwei Messtischblättern von 1935 und 1936 Dem Ort Heinrichsfelde ging ein Ort voraus, der Ober Warck, Ober Waet oder Oberwart hieß und spätestens um 1800 am Draupger Revier, dem späteren Draugupöner Wald entstand.Möglicherweise die Behausung des Oberwarts des Draupger Reviers?In der Schrötterkarte von 1807 ist er als Ober Warck(?) eingezeichnet. Um 1820 gab es in Heinrichsfelde zwei Feuerstellen mit zwölf Bewohnern, die dem Kulmer Recht unterstandenAlexander August Mützell: Neues Topographisch-Statistisch-Geographisches Wörterbuch des Preussischen Staates, Zweiter Band, G-Ko, Halle 1821, S. 161 und in der Folge ein Rittergut einrichteten. 1874 wurde der Gutsbezirk Heinrichsfelde in den neu gebildeten Amtsbezirk Spullen im Kreis Pillkallen eingegliedert.Rolf Jehke, Amtsbezirk Spullen 1928 wurde der Gutsbezirk Heinrichsfelde mit der Landgemeinde Baltupönen (s. u.) zur neuen Landgemeinde Heinrichsfelde zusammengefasst.

1945 kam der Ort in Folge des Zweiten Weltkrieges mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. Einen russischen Namen bekam er nicht mehr.

Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner Bemerkungen 1867Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom 1. December 1871, Berlin 1874 18 1871 17 1885Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, I. Provinz Ostpreußen, Berlin 1888 7 1905Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Heft 1, Provinz Ostpreußen, Berlin 1907 26 1910 24 1925Zeitschrift des Preussischen Statistischen Landesamts, Band 67, 1927 18 1933Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I: Altreich und Land Österreich. Herausgegeben vom Statistischen Reichsamt, Vierte Auflage, 1939 136 in der erweiterten Landgemeinde 1939 121

(Eymenischken-)Baltadonen (Weizenfelde)

Der Ort, bei dem die beiden Namen Eymenischken und Baltadonen zunächst nebeneinander bestanden, wurde (offenbar) 1664 erstmals erwähnt.Dietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Stutbruch. Diese Übersicht bezieht sich zwar auf den Ort Eymenischken-Wassaken/Stutbruch (der 1539 erstmals erwähnt wurde), die Ersterwähnung bezieht sich (als Verwechslung) aber offenbar auf diesen Ort hier. Um 1780 war Eimenischken bzw. Baltadonen ein Schatulldorf.Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, Volständige Topographie vom Litthauischen Cammer-Departement, S. 34. 1874 kam auch die Landgemeinde Eymenischken-Baltadonen zum Amtsbezirk Spullen. Bei dieser Gelegenheit wurden die beiden vorher nebeneinander verwendeten Ortsnamen zu einem Doppelnamen zusammengefasst, um eine Unterscheidung zu dem ebenfalls im Kreis Pillkallen befindlichen Ort Eymenischken zu haben, der den Alternativnamen Wassaken hatte und entsprechend zu Eymenischken-Wassaken wurde. Seit 1909 hieß der Ort offiziell nur noch Baltadonen. Seit 1928 gehörte er zur Landgemeinde Heinrichsfelde. Dort wurde der Ortsteil 1938 in Weizenfelde umbenannt.

Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1867 135 1871 105 1885 109 1905 128 1910 136

Kirche Heinrichsfelde und (Eymenischken-)Baltadonen gehörten zum evangelischen Kirchspiel Kussen.

Einzelnachweise

Kategorie:Wüstung im Rajon Krasnosnamensk Kategorie:Ort in Ostpreußen