mini|Stammwappen der Gnegel im Wappenbuch des Westfälischen Adels Gnegel (auch: Gneghel) ist der Name eines westfälischen Ministerialengeschlechts.
mini|Schloss Rheda
Geschichte Das Geschlecht war im Münsterland ansässig und stellte Burgmänner zu Burg Rheda. An der Grenze des Münsterlandes lag das Kirchspiel Herzebrock mit dem von der Witwe eines Ekbertiners gegründeten Benediktinerinnenkloster Herzebrock, worin ein Ort Gnegel (Genegel(l)/Genägel) lag.Codex traditionum Westfalicarum, Bände 4 – 5, 1892, S. 383.
1339 wurden Obeke, Ehefrau Ecbert Gnegels, und deren Sohn Alrad von Graf Otto von Rietberg in einem Ministerialentausch gegen Willekin und Elisabeth, Kinder Arnolds Kerktorpes, an den Edelherrn Simon von der Lippe übergeben.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Westfalen, E 301u / Grafschaft Rietberg / Urkunden, Nr. 37, besucht am 2. April 2023. Von Ecbert Gnegel ist eine Belehnung in Wiedenbrück überliefert: Ecbertus Gneghel infeudatus est cum i manso sitis in campis Widenbrugh.Acta Osnabrugensia oder Beyträge zur Rechts- und Geschichtskunde von Westfalen insonderheit vom Hochstifte Osnabrück, Band 1, 1778, S. 171. Der Knappe Egbert Gneghel besiegelte 1358 als Bürge eine Urkunde über den Verkauf von Renten aus dem Hof zu Hintlere [= Hinteler] im Kirchspiel Beckum an einen Bürger in Wiedenbrück.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Westfalen, B 214u / Kloster Marienfeld / Urkunden, Nr. 708 (mit Digitalisat mit Siegel), besucht am 2. April 2023. Ecbert Gnegels Sohn, Burgmann zu Rheda, siegelte 1352 ein Pachtrevers für das Kloster Marienfeld wegen eines Grundstücks von einem Heminchus im Kirchspiel Wiedenbrück und zweier zugehöriger Wiesen.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Westfalen, B 214u / Kloster Marienfeld / Urkunden, Nr. 685 (Digitalisat mit Siegel), besucht am 1. April 2023. Alhard Gneghel, famuli erscheint 1347 als Urkundenzeuge.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Westfalen, B 209u / Stift Freckenhorst / Urkunden, Nr. 122, besucht am 2. April 2023. Die Familie blühte noch 1383, als möglicherweise derselbe Knappe Alrad Gneghel dem Kloster Benninghausen in einem Leibeigenentausch für Hermann Moerseman den Helmig, Sohn von Kunne Wedekindingh, gab.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Westfalen, A 102u / Kloster Benninghausen / Urkunden, Nr. 277 (mit Digitalisat mit Siegel), besucht am 2. April 2023.Spießen (19011903), S. 59.
Wappen Blasonierung: Eine nach rechts auffliegende Ente. Helmzier und Tingierung sind nicht überliefert.
Die westfälischen Goes führten anscheinend ein identisches Wappen.
Literatur
Max von Spießen: Wappenbuch des Westfälischen Adels, Band 1, Görlitz 1901–1903, S. 59; Band 2, Görlitz 1903, Tafel 143.
Einzelnachweise
Kategorie:Westfälisches Adelsgeschlecht