mini|Rauchboje Eine Rauchboje ist ein in der Schifffahrt eingesetztes Seenotsignalmittel. Ein Rauchsignal mit orangefarbenem Rauch gilt gemäß Kollisionsverhütungsregeln (Anhang IV) als internationales Seenotsignal.
In der Praxis kann gemäß internationalem Rettungsmittel-(LSA-)Code unterschieden werden zwischen schwimmfähigen Rauchsignalen und selbsttätig arbeitenden Rauchsignalen für Rettungsringe.
Schwimmendes Rauchsignal Ein schwimmender Rauchsignaltopf erzeugt für mindestens 3 Minuten orangen Rauch, der bis zu 7 Seemeilen sichtbar ist. Ein Einsatz ist nur bei Tageslicht sinnvoll - und besonders hilfreich um die Besatzungen von Helikoptern und Flugzeugen auf eine Notlage aufmerksam zu machen, sowie um Rettungskräften in Sichtweite die Windrichtung anzuzeigen, etwa bei Seilbergung mittels Helikopter. Für Sportboote sind schwimmende Rauchsignalmittel als Teil der pyrotechnischen Ausrüstung empfohlen.
Selbsttätig arbeitende Rauchsignale für Rettungsringe Für Passagier- und Frachtschiffe, die dem SOLAS-Übereinkommen unterliegen, ist die Mitführung von selbstaktivierenden Rauchbojen vorgeschrieben, die für eine Dauer von zumindest 15 Minuten gut sichtbaren Rauch ausstoßen. Solche Rauchbojen können als Hilfsmittel zur Rettung von Personen beim Mann-über-Bord-Manöver eingesetzt werden. Die Rauchboje markiert die Stelle, an der eine Person über Bord gegangen ist und macht sie so für das eigene und andere Schiffe erkennbar.
Aufbau und Funktion Bei einer Rauchboje handelt es sich um einen schwimmfähigen Körper, der chemische Substanzen zur Rauchentwicklung enthält. Nach Aktivierung der Boje entsteht eine starke, meist farbige Rauchsäule auf der Wasseroberfläche, die weithin sichtbar ist. Der untere Schaft ist beschwert, so dass sie immer aufrecht schwimmen und der Rauch nach oben in die Luft austreten kann.
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Einzelnachweise
Kategorie:Sicherheit in der Schifffahrt Kategorie:Boje (Schifffahrt) Kategorie:Optisches Signalgerät Kategorie:Rauch