mini|Christian Wilhelm von Sachsen-Gotha (1706–1748) Prinz Christian Wilhelm von Sachsen-Gotha-Altenburg (* 28. Mai 1706 in Gotha; † 19. Juli 1748 in Roda) war königlich-polnischer und kurfürstlich-sächsischer Generalleutnant.

Herkunft Christian Wilhelm war Sohn des Herzogs Friedrich II. von Sachsen-Gotha-Altenburg (1676–1732) aus dessen Ehe mit Magdalena Augusta (1679–1740), Tochter des Fürsten Karl Wilhelm von Anhalt-Zerbst.

Leben Wie seine Brüder erhielt Christian Wilhelm eine gute Ausbildung. Er begleitete seinen Bruder Johann August 1725 nach Genf, wo sie ihre Studien fortsetzten. Nach einigen Monaten reisten sie nach Italien, zunächst an den königlichen Hof nach Turin, dann an die fürstlichen Höfe von Modena und Parma und weiter in Neapel und Rom, wo sie Ostern 1726 verlebten. Anschließend gingen sie nach Florenz, Lucca und Mailand, wo sich die Brüder trennten. Johann August übernahm ein in kaiserlichen Diensten stehendes gothaisches Dragoner-Regiment.Johann Georg August Galletti: Geschichte und Beschreibung des Herzogthums Gotha. Gotha 1779, S. 324 Christian Wilhelm reiste über Turin, Lyon und Straßburg nach Lunéville, wo er den exilierten König Stanislaus besuchte. Im Juni 1727 reiste er von dort zurück nach Gotha. 1729 besuchte er noch seinen Bruder Moritz, der sich am Hof in Braunschweig befand.

1730 entschloss er sich dann, in königlich-polnische und kurfürstlich-sächsische Dienste zu gehen. König August II. ernannte ihn zum Oberst der Kavallerie und gab ihm eine Einheit der Grenadiers à cheval, diese wurde 1732 in eine Kürassier-Regiment gewandelt.Geschichte und gegenwärtiger Zustand der Kursächsischen Armee. Dresden 1785, S. 21 Nachdem er 1741 zum Generalmajor befördert worden war, musste er infolgedessen sein Regiment an den Oberst Gerstorf abgeben. 1743 heiratete Christian Wilhelm die Erbtochter Gräfin Reuß zu Schleiz und verließ den Militärdienst, nachdem er zuvor noch zum Generalleutnant befördert wurde. Das Paar zog anschließend nach Roda, wo er 1748 starb.

Familie Christian Wilhelm von Sachsen-Gotha heiratete am 28. Mai 1743 Louise Reuß zu Schleiz (1726–1773).Friedrich Majer: Chronik des fürstlichen Hauses der Reussen von Plauen. Weimar 1811, S. 172 Die Ehe blieb kinderlos. Die Witwe heiratete am 6. Januar 1752 dessen Bruder Johann August (1704–1767).

Vorfahren Ahnentafel Christian Wilhelm von Sachsen-Gotha-Altenburg UrurgroßelternHerzogJohann von Sachsen-Weimar (1570–1605)⚭ 1593Dorothea Maria von Anhalt (1574–1617)Herzog Johann Philipp von Sachsen-Altenburg (1597–1639)⚭ 1618 Elisabeth von Braunschweig-Wolfenbüttel (1593–1650) (1593–1650)KurfürstJohann Georg I. von Sachsen (1585–1656)⚭ 1607Magdalena Sibylle von Preußen (1586–1659)Herzog Adolf Friedrich I. von Mecklenburg (1588–1658)⚭ 1622Anna Maria von Ostfriesland (1601–1634)Fürst Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576–1621)⚭ 1612 Magdalene von Oldenburg (1585–1657)HerzogFriedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf (1597–1659)⚭ 1630 Maria Elisabeth von Sachsen (1610–1684)KurfürstJohann Georg I. von Sachsen (1585–1656)⚭ 1607Magdalena Sibylle von Preußen (1586–1659)HerzogAdolf Friedrich I. von Mecklenburg (1588–1658)⚭ 1622Anna Maria von Ostfriesland (1601–1634) Urgroßeltern HerzogErnst I. der Fromme von Sachsen-Gotha-Altenburg (1601–1675)⚭ 1636Elisabeth Sophia von Sachsen-Altenburg (1619–1680)August von Sachsen-Weißenfels (1614–1680)⚭ 1647Anna Maria zu Mecklenburg (1627–1669) Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621–1667)⚭ 1649Sophie Auguste von Schleswig-Holstein-Gottorf (1630–1680),August von Sachsen-Weißenfels (1614–1680)⚭ 1647 Anna Maria zu Mecklenburg (1627–1669) GroßelternHerzog Friedrich I. von Sachsen-Gotha-Altenburg (1646–1691)⚭ 1669Magdalena Sibylla von Sachsen-Weißenfels (1648–1681)Karl Wilhelm von Anhalt-Zerbst (1652–1718)⚭ 1676 Sophia von Sachsen-Weißenfels (1654–1724) ElternHerzog Friedrich II von Sachsen-Gotha-Altenburg (1676–1732)⚭ 1696Magdalena Augusta von Anhalt-Zerbst (1679–1740)Christian Wilhelm von Sachsen-Gotha-Altenburg (1706–1748)

Seit der Generation der Großeltern beginnt durch interfamiläre Verbindungen ein Ahnenschwund über die Linie Sachsen-Weißenfels.

Auszeichnungen

1734 Orden des Weißen Adlers (Polen) 1738 Hausorden vom Weißen Falken (Sachsen-Weimar)Fortgesetzte neue genealogisch-historische Nachrichten. Leipzig 1767, S. 283 1744 Jagdorden (Württemberg)

Literatur Johannes Georg Zirschke: Zuverläßige Beschreibung der hohen Generalität. Görlitz 1756, S. 241f. Moritz Theodor Frommelt: Sachsen-Altenburgische Landeskunde oder Geschichte, Geographie und Statistik des Herzogthums Sachsen-Altenburg. Band 1, S. 164.

Einzelnachweise

Kategorie:Wettiner (Linie Sachsen-Gotha-Altenburg, ab 1680) Kategorie:Generalleutnant (Sachsen) Kategorie:Prinz (Sachsen-Gotha-Altenburg) Kategorie:Herzog zu Sachsen Kategorie:Träger des Weißen Adlerordens Kategorie:Ritter des Hausordens vom Weißen Falken Kategorie:Ritter des Württembergischen Jagdordens Kategorie:Person (Gotha) Kategorie:Geboren 1706 Kategorie:Gestorben 1748 Kategorie:Mann