Schirin Kretschmann (* 1980 in Karlsruhe) ist eine zeitgenössische deutsche Künstlerin und Professorin für Malerei und Grafik an der Akademie der Bildenden Künste München.

Leben Schirin Kretschmann absolvierte ihr Studium der Kunsterziehung und Freien Kunst an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe sowie an der ENPEG „La Esmeralda“ in Mexico-Stadt. Zusätzlich hat sie Germanistik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg studiert. 2022 promovierte sie in Philosophie an der Bauhaus-Universität Weimar zum Thema Malerei im erweiterten Handlungsgefüge im Rekurs auf Barnett Newman und Hélio Oiticica.

Im Laufe ihrer Karriere hat sie Arbeiten für öffentliche Räume sowie für internationale Galerien und Institutionen entwickelt, darunter das Kunstmuseum Stuttgart, der Kunstverein Hannover, das Museum für konkrete Kunst Ingolstadt, das Bündner Kunstmuseum Chur, das Kunsthaus Baselland, die Tianjin Academy of Fine Arts, der Kunstverein Freiburg, der Kunstverein Salzburg und das Centro de Arte Contemporáneo Quito.

Schirin Kretschmann wurde für ihre Arbeit vielfach ausgezeichnet, unter anderem von der Studienstiftung des Deutschen Volkes, der Kunststiftung Baden-Württemberg, der Stiftung Kunstfonds, der SNF-Doktorandenförderung/eikones Institut für Bildkritik der Universität Basel, BS-Projects - Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur sowie dem Mathilde-Planck-Lehrauftragsprogramm LaKof BW.

Heute lebt und arbeitet Schirin Kretschmann in Berlin und München.

Werk Schirin Kretschmann bewegt sich in ihrer ästhetischen Forschung zwischen installativer Malerei und prozessualen Werkformen. Dabei setzt sie das malerische Handeln in Verbindung mit wissenschaftlichen Erkenntnis- und Rechercheprozessen. 2025 wurde Kretschmanns zu diesem Zeitpunkt größte Museumseinzelausstellung TEN BY ONE (PEAC Museum, Freiburg) im Kunstmagazin Monopol besprochen: „Sie braucht keine reinen Guckmuseen, keine Ausstellungen visuellen Konsums. Sie will Räume erobern, auf den Kopf stellen, mit ästhetischen Strategien enthüllen und wohl auch ein bisschen verzaubern. Teils malerisch, teils performativ und installativ, auf jeden Fall immer ortsspezifisch.“

Ausstellungen (Auswahl) Einzelausstellungen 2011: Nomadic Competences, Kunsthaus Baselland, Basel 2012: Insomnia but Salsa, Museum Goch 2014: Kunstmuseum Stuttgart 2016: True Blue, Kunstverein Nürtingen, Nürtingen 2018: „45cbm“, Kunsthalle Baden-Baden 2018: “Labor”, Studioraum 45cbm, Staatliche Kunsthalle Baden-Baden 2025: „Ten By One“, PEAC Museum, Freiburg

Gruppenausstellungen 2012: Präparat Bergsturz – Konservierte Bewegung, Bündner Kunstmuseum Chur 2013: „Der zweite Blick“, Städtische Galerie Nordhorn 2014: „Einknicken oder Kante zeigen. Die Kunst der Faltung“, Museum für konkrete Kunst, Ingolstadt 2015: „Ricette d’Artista. Zwischen Kunst und Küche“, Kunsthaus Meran, Italien 2015: „Überschönheit“, Salzburger Kunstverein; Salzburg, Österreich 2016: Rompeflasche, Centro de Arte Contemporáneo de Quito, Ecuador 2016: “Process, Performance, Presence”, Kunstverein Braunschweig, Braunschweig 2017: TRUNK, Malerische Positionen kuratiert von Sebastian Dannenberg, Kunstverein Lüneburg 2017: PRODUKTION. made in germany drei, Kunstverein Hannover 2017: Port25 meets B-Seite, Port25 Raum für Gegenwartskunst Mannheim 2020: „On the Quiet“, MAC Museum für Zeitgenössische Kunst, Santiago de Chile 2020: „On the Quiet“, Kunsthalle Mannheim 2022: spielzeit #1, Museum Morsbroich 2026 Anti Heroes. Jakob Collection, Villa Merkel, Esslingen am Neckar

Literatur Schirin Kretschmann: Insomnia but Salsa. Strzelecki Books, Köln 2014, ISBN 978-3-942680-65-3

Weblinks Schirin Kretschmann an der Akademie der Bildenden Künste München Schirin Kretschmanns Website

Einzelnachweise

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