Das Bundeswehrkampfmesser ist das ehemalige Standardmesser der deutschen Bundeswehr und wurde ab 1968 an die Truppe ausgegeben. Ab 2003 führte die Bundeswehr das KM 2000 von der Firma Eickhorn als Nachfolgemodell ein.

Begriff Die Bezeichnung Kampfmesser wurde bei der Bundeswehr nicht offiziell verwendet, dort war die Bezeichnung Feldmesser gebräuchlich, da es als Mehrzweckmesser für Alltagsarbeiten, und nicht für die Verwendung als Blankwaffe (also für Stich und Schnitt im Nahkampf) ausgelegt war. Die Bezeichnung als Kampfmesser wird deswegen auch hauptsächlich außerhalb der Truppe verwendet, vor allem seit der Einführung des KM 2000, das diese Bezeichnung ja offiziell im Namen führt.

Beschreibung Der Klingenrücken ist 4 mm stark, das Klingen-Profil und die Scheide ähneln dem HJ-Fahrtenmesser. Die Klingenlänge beträgt 14,5, die Gesamtlänge 26,5 cm.H.-J. Fiedler: Messerkampf. Journal-Verlag Schwend, 1980, S. 24–25. Nach der damaligen Technischen Lieferbedingung (TL) der Bundeswehr ist das Messer in seine Komponenten zerlegbar.

In dem Buch: An Illustrated Guide to Fighting Knives von Frederik J. Stephens wird die Existenz eines Spezialeinheiten Bundeswehrkampfmessers mit schwarzer Grifffarbe und Scheide sowie etwas kürzerer Klinge, keinem Parierelement, versehen mit dem Stempel von der Firma Carl Eickhorn postituliert. Dieses habe allerdings ebenfalls eine einschneidige Klinge.

Gravur Das Datum der Herstellung ist mit den letzten beiden Ziffern des jeweiligen Jahres auf der Fehlschärfe der Klinge eingraviert. Die drei Zeichen davor, lateinische Buchstaben, verweisen auf den jeweiligen Hersteller.

Hersteller Dabei stehen folgende Kürzel für folgenden Hersteller:

WKC – Weyersberg, Kirschbaum & Cie mit ihrem Markenlogo, ein Ritterhelm OFW – Otto Förster, Witzhelden, lieferte auch Feldessbestecke und Klappspaten FKS – Friedrich Koch, Solingen. HSK – Hans Schulze, Koblenz WMF – Württembergische Metallwarenfabrik AES – A. Eickhorn, Solingen Robert Klaas – Robert Klaas

Messer von Olivetti Der italienische Hersteller Olivetti stellte die Messer mit Seriennummer aber ohne Kennzeichnung des Herstellers her. Der Messerverkäufer Herbertz fand einige dieser Messer in seinen Lagerbeständen, fügte eine Scheide hinzu und verkaufte sie zivil. Die Messer weisen außerdem einen aufgeklebten Bundesadler mit Deutschlandfarben an der Hülle auf, sonst sind sie jedoch die gleichen wie ihre Artgenossen, die an die Bundeswehr ausgegeben wurden.

Weblinks

Messer der Bundeswehr Vorstellung und Erklärung (ab 1:18). Auf YouTube (deutsch)

Einzelnachweise

Kategorie:Militärische Klingenwaffe Kategorie:Militärische Ausrüstung (Bundeswehr) Kategorie:Messer (Waffe)