__NOTOC__ Geyza Pereira (* ca. 1985)Das ungefähre Geburtsjahr ergibt sich daraus, dass sie 1995 im Alter von 10 Jahren in das Instituto de Cegos Padre Chico in São Paulo gebracht wurde. Siehe ca. 5:38–5:53 min, in der GEO-Reportage – Die blinde Primaballerina von São Paulo (Arte 2023), auf Youtube, und auf der Website des ARD, 13. März 2023, abgerufen am 25. März 2023 ist eine brasilianische Balletttänzerin und Pädagogin, die als erste blinde Primaballerina der Welt bekannt geworden ist.
Leben Geyza Pereira stammt aus relativ ärmlichen Verhältnissen. Sie war nicht immer blind und wuchs die ersten neun Lebensjahre in einem kleinen Dorf im Nordosten Brasiliens auf.Siehe ca. 3:55–4:01 min, in der GEO-Reportage – Die blinde Primaballerina von São Paulo (Arte 2023) Als Kind sah sie im Fernsehen eine Ballett-Vorstellung und träumte davon, selber eine Ballerina zu werden, was ihre Eltern allerdings wegen ihrer schwierigen finanziellen Situation nicht für möglich hielten.Siehe ca. 4:00–4:35 min, in der GEO-Reportage – Die blinde Primaballerina von São Paulo (Arte 2023) Als Geyza neun Jahre alt war, erkrankte sie aufgrund von verschmutztem Wasser an einer Meningitis und erblindete in der Folge. Damit schien ihr Traum endgültig zerstört.5:55–6:16 min, in der GEO-Reportage – Die blinde Primaballerina von São Paulo (Arte 2023)
1995, mit zehn Jahren, lernte sie in der Blindenschule des Instituto de Cegos Padre Chico in São Paulo die junge Fernanda Bianchini kennen, die dort gerade begann, blinden Mädchen Ballettunterricht zu geben.Siehe ca. 5:38–5:53 min, in der GEO-Reportage – Die blinde Primaballerina von São Paulo (Arte 2023)Ricardo Simosakai: Fernanda Bianchini: pioneira mundial no ensino de ballet para cegos, Artikel mit Interview auf: Turismo adaptado – Fazendo a diferenca na busca pela igualdade, 16. März, 2011 (portugiesisch; abgerufen am 24. März 2023) Bianchini ermutigte die kleine Geyza, ihrem Traum, Ballerina zu werden, zu folgen.Siehe ca. 7:00–7:20 min, in der GEO-Reportage – Die blinde Primaballerina von São Paulo (Arte 2023)
Im Laufe der Zeit entwickelte sich Geyza Pereira unter der von Bianchini neu entwickelten Ballett-Methode so gut, dass sie zur Primaballerina des Blindenballetts (Ballet de Cegos) der 2002 gegründeten Associação Fernanda Bianchini aufstieg. Mit dieser hatte sie nicht nur Auftritte in ganz Brasilien, sondern auch in Buenos Aires und 2012 bei den Paralympischen Spielen in London.Ricardo Simosakai: Fernanda Bianchini: pioneira mundial no ensino de ballet para cegos, Artikel mit Interview auf: Turismo adaptado – Fazendo a diferença na busca pela igualdade, 16. März, 2011 (portugiesisch; abgerufen am 24. März 2023)Susann Kreutzmann: Ballettschule für Blinde in Brasilien: Mit den Sternen tanzen, in: Der Standard, 7. Januar 2018, abgerufen am 24. März 2023 Sie hat mit dem Ballet de Cegos Hauptrollen klassisch-romantischer Ballette wie Coppélia,Pas de deux aus Coppélia, auf dem Youtube-Kanal Ballet de Cegos abgerufen am 25. März 2023 La Esmeralda,Siehe unter anderem ca. 48:35–50:50 min, in der GEO-Reportage – Die blinde Primaballerina von São Paulo (Arte 2023) Don QuixoteBlind Swans, in: Hindustan Times, 3. Dezember 2011, abgerufen am 25. März 2023 und Der Nussknacker (Zuckerfee) Ballet for the blind company - The Nutcracker auf dem Youtube-Kanal Looking at the stars, abgerufen am 28. März 2023Siehe auch: 0:50–2:32 min (besonders: 1:29–1:35 min; 1:42–1:58 min; und 2:05–2:15 min), in Associação de Ballet e Artes para Cegos Fernanda Bianchini - Parte 03, auf YouTube (Vorsicht: Bilder und Ton stimmen nicht überein, man hört den Tanz der Zuckerfee, aber sieht verschiedene Ausschnitte aus dem Ballett auch mit anderen Tänzerinnen und Tänzern); abgerufen am 25. März 2023 getanzt. Geyza Pereira war eine der Hauptdarstellerinnen in Alexandre Peraltas 90-minütigem Dokumentarfilm Looking at the stars / Olhando para as estrelas, wo ihre künstlerische und menschliche Entwicklung über einige Jahre dokumentiert wurde. Der Film kam 2016 heraus (in Deutschland 2020).
Eine weitere filmische Dokumentation über Geyza Pereira ist die 2023 auf Arte gezeigte, knapp einstündige GEO-Reportage Die blinde Primaballerina von São Paulo von Andrea Oster, aus der man erfährt, dass die Tänzerin inzwischen wieder an einer Meningitis erkrankte, dabei ins Koma fiel und zwölf Hirninfarkte erlitt.Siehe ca. 11:51–12:28 min, in der GEO-Reportage – Die blinde Primaballerina von São Paulo (Arte 2023) Sie gab jedoch trotz dieses tragischen gesundheitlichen Rückschlags nicht auf und brachte sich durch diszipliniertes Training und die Unterstützung von Fernanda Bianchini und ihres Tanzpartners wieder so weit in Form, dass sie bereits im darauffolgenden Jahr wieder auftreten und die Rolle der Esmeralda tanzen konnte.
Neben ihrer tänzerischen Karriere wirkt Geyza Pereira auch als Ballett-Pädagogin in der Associação Fernanda Bianchini, zunächst als Assistentin von Fernanda Bianchini und mittlerweile auch als eigenständige Lehrerin.Siehe ca. 7:38–7:52 min und 51:00–52:00 min, in der GEO-Reportage – Die blinde Primaballerina von São Paulo (Arte 2023)
Geyza Pereira ist verheiratet und hat einen Sohn Lucas.Siehe ca. 10:05–11:00 min, in der GEO-Reportage – Die blinde Primaballerina von São Paulo (Arte 2023)
Weblinks Associação Fernanda Bianchini (portugiesisch; abgerufen am 25. März 2023) Geyza Pereira auf Instagram (portugiesisch; abgerufen am 26. März 2023)
Filme mit Geyza Pereira: Pas de deux aus Coppélia, auf dem Youtube-Kanal Ballet de Cegos abgerufen am 26. März 2023 Der Nussknacker (Zuckerfee) Pas de deux aus Der Nussknacker auf dem Youtube-Kanal Looking at the stars, abgerufen am 28. März 2023 GEO-Reportage – Die blinde Primaballerina von Sao Paulo, Film auf: Arte, abgerufen am 26. März 2023
Einzelnachweise
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