Der Escherbund wurde 1935 in der Schweiz gegründet. Er setzte sich für einen ethisch begründeten Sozialismus in der Tradition von Leonhard Ragaz ein. Mitbegründer und dann langjähriger Leiter war der Thurgauer Politiker Rudolf Schümperli, 1951–1956 folgte ihm Rolf Weber im Amt.
Es wurden Reisen, wöchentliche «Aussprachen» und Bildungsveranstaltungen organisiert, an denen über Gesellschaft, Politik und Geschichte debattiert wurde. Der Escherbund gab ab 1935 einen «Rundbrief» heraus, ab 1939 die Zeitschrift Der neue Bund. Die jährlichen Versammlungen des Escherbundes fanden im Herzberg statt.
2001 wurde der Escherbund aufgelöst.Arne Engeli: Abschied vom Escherbund. In: Neue Wege – Beiträge zu Religion und Sozialismus. 96 (2002), Nr. 6 (Juni), S. 184–188, hier: 184 (Digitalisat in E-Periodica).
Der Escherbund war nach Hans Conrad Escher von der Linth benannt. Grund dafür war dessen Haltung am Vorabend der Französischen Revolution: «Entweder erneuert sich unser Staat rechtzeitig aus eigener Kraft von innen her – oder er wird fast unvermeidlich durch auswärtige Kräfte gewaltsam dazu gezwungen werden – unter viel grössern Opfern.»
Bundesleiter von 1935 bis 2001: 1935–51 Ruedi Schümperli 1951–56 Rolf Weber 1956 Max Lezzi 1956–59 Eva Lezzi 1959–62 Hermann Keller 1962–68 Arne Engeli 1968–73 Jakob Manz 1973–77 Trudi Hauser-Pestalozzi 1977–79 Albert Rauh 1979–82 Hans R. Meyer 1982–84 Eva Thürig 1984–88 Alina Hafen 1988–2001 Paul Binkert
Literatur Arne Engeli: Abschied vom Escherbund. In: Neue Wege – Beiträge zu Religion und Sozialismus. 96 (2002), Nr. 6 (Juni), S. 184–188 (Digitalisat in E-Periodica der ETH Zürich).
Einzelnachweise
Kategorie:Historische Organisation (Schweiz) Kategorie:Sozialistische Organisation Kategorie:Gründung einer politischen Organisation 1935 Kategorie:Aufgelöst 2001