mini|Bacheschnette aus einer Bäckerei in Hundwil AR Die Bacheschnette ist ein traditionelles Fasnachtsgebäck im Schweizer Kanton Appenzell Ausserrhoden.

Sprachliches Bacheschnette entspricht dem hochdeutschen «Gebackene Schnitte».

Verzehr Die Bacheschnette wird im Kanton Appenzell Ausserrhoden praktisch ausschliesslich in der Fasnachtszeit gegessen.«Im reformierten Ausserrhoden hat sich erstaunlicherweise ein spezielles Fasnachtsküchlein bis zum heutigen Tag gehalten, die Bachenschnitte». Zitat aus Artikel «Funkensonntagsmenü», «St. Galler Tagblatt»/«Appenzeller Zeitung», kein Autor genannt, 20. Februar 2004, Seite 1.

Grundlage Grundlage der Bacheschnette ist laut dem Standardwerk Kulinarisches Erbe der Schweiz ein Ostschweizer Leckerli.«Kulinarisches Erbe der Schweiz/Patrimoine Culinaire Suisse», Online-Ausgabe. 2005 bis 2009 entstanden, Revisionen 2017 und 2019. Suchwort «Bacheschnette», Eintrag «Leckerli». Bei diesem handelt es sich um einen hellbraunen, rechteckigen und flachen Lebkuchen. Er ist nicht zu verwechseln mit dem Basler Läckerli: Das Ostschweizer Leckerli ist wesentlich grösser als dieses, es misst acht mal vier Zentimeter. Anders als das Basler Läckerli enthält es keine Nüsse und kaum Honig, dafür Milch. Auch hat es keinen Zuckerguss.«Kulinarisches Erbe der Schweiz/Patrimoine Culinaire Suisse», Online-Ausgabe. 2005 bis 2009 entstanden, Revisionen 2017 und 2019. Suchwort «Bacheschnette», Eintrag «Leckerli».

Zubereitung Die Bacheschnette entsteht, indem man das Ostschweizer Leckerli im Ausbackteig frittiert und anschliessend mit Zimtzucker bestreut. Durch das Frittieren wird das harte Leckerli im Inneren weich.

Trivia In einem Zeitungsartikel findet sich eine – allerdings unbelegte – Erklärung, wie die Bacheschnette entstanden sein könnte. Demnach hatte eine Appenzeller Bäckerin angesichts einiger aus der Weihnachtszeit übriggebliebener Leckerli eine Inspiration: «Da die Leckerli bereits ein wenig ausgetrocknet waren, soll die Bäckerin das Leckerli in Bierteig getaucht haben und hat somit die Resteverwertung perfektioniert.»«Tradition aus Milch, Zimt und Bier», von Bruno Eisenhut. «St. Galler Tagblatt»/«Appenzeller Zeitung», 17. Februar 2010, Seite 39.

Weblinks

Rezept für die Bacheschnette

Einzelnachweise

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