miniatur|Deutscher Schriftstellerinnenbund, 1906, mit Emma Böhmer (letzte Reihe, 2. von Rechts, Nr. 32) Emma Böhmer (* 22. März 1861 in Lüneburg; † 5. Mai 1943 in Celle) war eine deutsche Schriftstellerin und „lebenshungrige Rebellin“ Almariom.

Leben und Wirken Emma Böhmer war die Tochter eines Regierungsrates in Lüneburg. Sie besuchte ein Lehrerinnenseminar in Hannover und arbeitete dort als Lehrerin. Nach dem Tod der Eltern zog sie nach Verden zu ihrem Bruder, der dort Justizrat war. Nach dessen Tod 1899 zog sie nach Berlin und lebte dort als Schriftstellerin.

Publikationen Emma Böhmer veröffentlichte einige Romane und Novellen. Ihr Hauptthema war die kritische Auseinandersetzung mit familiären und gesellschaftlichen Konventionen und die Versuche, sich von diesen zu lösen, teilweise mit tragischem Ausgang.

Sehnsucht, Roman, 1899 Hinauf!, Roman, 1900 Inkorrekt, Roman, 1901 Ehe-Intermezzo, Roman, 1902 Wenn die Sonne untergeht, Roman, 1908 Freie Sklavinnen, Roman, 1915 Der kleine April, Märchen, in Monatsreigen, Anthologie, 1920

Außerdem sind einige Briefe von ihr und an sie erhalten, darunter sechzehn von Hermann Hesse an sie und dreizehn von ihr an ihn, sowie weitere an Caesar Flaischlen, Arthur Schnitzler und andere.

Bewertungen Der Anthroposoph Rudolf Steiner schrieb 1901 über ihren Roman Inkorrekt

Literatur Werner H. Preuß (Hrsg.): Freie Sklavinnen. Anthologie aus Werken Lüneburger Schriftstellerinnen. 2017; mit biographischen Angaben (Informationen, 2. Foto) Franz Brümmer: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten. Band 2. 1913. S. 265

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